Ein Blick hinter die Feuerwehr-Kulissen
Nach dem Einsatz ist vor dem Alarm

Ascheberg -

Rückwärts rein, Rolltore runter, Feierabend! Wer sich das Geschehen nach einem Brandeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr so vorstellt, liegt schief. Hinter den Rolltoren geht es weiter.

Samstag, 23.03.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 23.03.2019, 14:20 Uhr
Nico Halstrick baut die Atemschutzgeräte auseinander, reinigt und desinfiziert sie.
Nico Halstrick baut die Atemschutzgeräte auseinander, reinigt und desinfiziert sie. Foto: Heitbaum

Das Feuer ist aus. Der leere Wassertank wird am Hydranten vor dem Gerätehaus gefüllt. Dann geht es mit dem Löschfahrzeug rückwärts rein ins Gebäude, Rolltor runter, Feierabend! Falsch. Nach dem Einsatz ist für die Freiwillige Feuerwehr vor dem Alarm. Deswegen werden nasse und dreckige Schläuche schon am Einsatzort gesammelt. Nachschub wartet im Gerätehaus. Dort ist auch Putzzeug, um bei Bedarf Dreck zu entfernen. Hört sich immer noch vergleichsweise entspannt an. Überraschend wird es erst, wenn ein Trio ins Spiel kommt: Nico Halstrick , Dominik Koch und Uli Gausepohl. „Was sie leisten, ist eine Hausnummer“, würdigt Wehrführer Rainer Koch die Arbeit der Atemschutzgerätewarte. Die WN haben ihnen nach dem Brand am Mayknap zusehen dürfen.

16.20 Uhr hat der Pieper die Feuerwehrleute zum Einsatz gerufen. Während eines wahren Wolkenbruchs wird eine Lagerhalle am Herberner Mayknap gelöscht. Das ist bei dem Wetter kein Vergnügen. Der starke Rauch erfordert den Einsatz unter Atemschutz.

18:31 Uhr: Rund zwei Stunden später kehren die ersten Fahrzeuge zurück. Nico Halstrick startet mit seiner Arbeit. Alle gebrauchten Geräte kommen in die Atemschutzwerkstatt. Hier startet Halstrick mit dem Füllen der Flaschen. Zehn Minuten später trifft Dominik Koch aus Davensberg ein. Ab jetzt wird es Teamarbeit. „Alles muss gereinigt und desinfiziert werden. Die Kameraden sind im Rauch gewesen und wer weiß, was dort alles für Stoffe drin waren“, erklärt Wehrführer Rainer Koch, was in der Folge passieren wird.

Hinter Ascheberger Feuerwehrkulissen

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  • Die Arbeit der Atemschutzgerätewarte in der Freiwilligen Feuerwehr Ascheberg Foto: Heitbaum
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  • Die Arbeit der Atemschutzgerätewarte in der Freiwilligen Feuerwehr Ascheberg Foto: Heitbaum
  • Die Arbeit der Atemschutzgerätewarte in der Freiwilligen Feuerwehr Ascheberg Foto: Heitbaum

Während Wasser in ein großes Becken läuft, beginnt Dominik Koch, die Masken auseinander zu bauen. Er trägt Gummihandschuhe und füllt einen medizinischen Reiniger ins Wasser. Der Kran bemüht sich darum, ein zweites Becken mit Wasser zu befüllen. Gebrauchte Maske für gebrauchte Maske landet im grün eingefärbten Wasser. Später werden sie im zweiten Becken abgespült. In der nächsten Runde wird dann desinfiziert. Ein Trockner wartet dann auf Masken und Einzelteile. Das Prozedere dauert. „Hoffentlich wird das neue Feuerwehrgerätehaus bald fertig“, erklärt Halstrick. Das Warum erklärt Dominik Koch: „Dort gibt es eine Maschine, die reinigt und desinfiziert Masken in fünf Minuten.“

Brandgeruch steckt in den Sachen

20:11 Uhr: Knapp vier Stunden nach dem Alarm fährt ein Feuerwehr-Bulli aus Herbern in Ascheberg vor. Drinnen: Der Mann, der die meiste Arbeit mitbringt. Uli Gausepohl. Schließlich waren die Herberner zuerst am Einsatzort. Und sie sind als Letzte gefahren. In einer schwarzen Box sind vier Flaschen. Leer. Mit einem Kameraden schleppt Gausepohl alles in die Werkstatt. Los geht es mit dem Befüllen der Flaschen. Wie seine beiden Kollegen aus Ascheberg und Davensberg arbeitet der Herberner quasi wie auf Schienen: Abläufe und Handgriffe sind erprobt und fast automatisiert. „Es ist eine schöne Teamarbeit hier“, lobt Gausepohl die Kollegen. Halstrick ist derweil dabei, ein Fahrzeug mit Atemschutzgeräten zu bestücken. Erst deutlich nach 21 Uhr endet die Arbeit in der Atemschutzwerkstatt. Fünf Stunden für Arbeit und Nachbereiten. Ehrenamtlich!

Wichtig ist an diesem Abend: Alle drei Löschzüge müssen so bestückt sein, dass sie bei Alarm gleich ausrücken können. Was liegen bleibt, erledigt Halstrick am Samstagmorgen. „Da habe ich auch noch andere Dinge zu tun gehabt. Drei Stunden hat das gedauert“, informiert der Ascheberger, der als Jugendlicher in der Jugendfeuerwehr begonnen hat, am Montag wieder aus dem Gerätehaus. Jetzt befinden sich die Nacharbeiten des Freitagseinsatzes auf der Zielgeraden. Wenn der Atemschutzgerätewart fertig ist, geht es nicht nach Hause, denn der Übungsabend schließt sich fast nahtlos an.

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