Anlage in Mersch soll 176,5 Meter groß sein
Windrad-Pläne an der Herberner Grenze

Herbern -

In Sichtweite von Schloss Itlingen und dem Gestüt Ligges wird in Mersch ein Windrad geplant.

Donnerstag, 25.04.2019, 14:06 Uhr
Aus der Bauerschaft Nordick sind schon Windräder zu sehen, hier der Blick nach Bockum-Hövel.
Aus der Bauerschaft Nordick sind schon Windräder zu sehen, hier der Blick nach Bockum-Hövel. Foto: hbm

Eine Woche nach dem richterlichen „Aus“ für zwei Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Stadt Hamm, macht die ABO-Wind aus Wiesbaden Baupläne eines Windrades direkt an der Grenze zu Herbern öffentlich. In einer Konzentrationszone der Stadt Drensteinfurt soll eine 176,5 Meter hohe Anlage entstehen. Wie die beiden Windräder auf Hammer Gebiet und Bauwünsche in Forsthövel liegt der geplante Standort in Mersch innerhalb des 15-Kilometer-Radius um das Drehfunkfeuer Albersloh. Die Flugsicherer haben also auch bei diesem Vorhaben ein Vetorecht.

„Das wissen wir natürlich. Um eine Aussage zu bekommen, ob an der Stelle ein Windrad möglich ist, müssen wir aber einen Antrag einreichen. Die Flugsicherung gibt immer nur im Einzelfall eine Antwort“, erklärt Dr. Daniel Duben , Projektleiter Kommunikation bei ABO Wind, dazu. Bei der Windkraft gebe es keine Planung, ohne dass man ein Risiko eingehe, am Ende nicht bauen zu dürfen. Duben verweist darauf, dass die Anlage mit einer Nabenhöhe von 110 Metern nicht zu den Größten gehören werde. Deswegen habe man auch nicht darauf verzichtet, an der Stelle, gut elf Kilometer vom Drehfunkfeuer entfernt, weiterzuplanen. Schließlich sei das Areal Teil der Konzentrationsfläche VII, die im Flächennutzungsplan vom Februar 2018 ausgewiesen worden sei. Wo sie liegt und was geplant ist, wird auf der Webseite www.windpark-drensteinfurt.de dargestellt.

„Wir befinden uns noch in einer relativ frühen Planungsphase“ sagt Projektleiter Michael Lohmann. „Trotzdem möchten wir mit der Website schon jetzt informieren und für Rückfragen erreichbar sein.“ Derzeit führten unabhängige Fachleute die notwendigen natur- und artenschutzrechtlichen Untersuchungen sowie Kartierungen durch. Wenn alles nach Plan laufe, rechnet Lohmann mit einer Inbetriebnahme des Windparks in knapp drei Jahren. Es liegt in einem Dreieck mit dem Gestüt Ligges und dem Schloss Itlingen, das knapp 800 Meter entfernt liegt.

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