Rückgang der Schülerzahlen
Musikschule will mehr für sich selbst trommeln

Ascheberg -

Die Musikschule steht auf solidem Fundament, der Rückgang der Schülerzahlen lässt die Bilanz aber etwas in Moll gestimmt erklingen. Mehr Trommeln in eigener Sache steht jetzt auf der Partitur.

Donnerstag, 16.05.2019, 19:12 Uhr aktualisiert: 20.05.2019, 18:02 Uhr
Führungsriege (v.l.): Barbara Hüging, Christoph Hönig, Petra Kruckenbaum, Britta Arntzen (wurde als Beisitzerin verabschiedet), Alexander Grawe, Martin Kießling und Dietrich Bentlage.
Führungsriege (v.l.): Barbara Hüging, Christoph Hönig, Petra Kruckenbaum, Britta Arntzen (wurde als Beisitzerin verabschiedet), Alexander Grawe, Martin Kießling und Dietrich Bentlage. Foto: Musikschule

Stabile Strukturen, aber auch erste Sorgen: „Der Rückgang der Schülerzahlen bleibt eine Herausforderung“, leitete Martin Kießling , Vorsitzender des Trägervereins Musikschule Ascheberg, am Mittwochabend die Mitgliederversammlung ein. Zugleich zeigte er sich stolz auf die Weiterentwicklung und das Angebot an hochwertigem Musik- und Tanzunterricht. Um diese Leistungen der Musikschule mehr in die Öffentlichkeit zu rücken, hat man sich im Trägerverein unter Federführung des zweiten Vorsitzenden Dietrich Bentlage mehr Öffentlichkeitsarbeit und Werbung in eigener Sache auf die Fahnen geschrieben.

Mit Workshops zu Musik und Tanz soll potenziellen neuen Musikschülern ein niedrigschwelliger Zugang ermöglichen. Seit Mitte 2018 gibt die neu gestaltete Homepage der Musikschule alle Informationen zu den Angeboten.

Über eine ausgeglichene Kassenlage berichtete Schatzmeisterin Petra Kruckenbaum . Den Aufwendungen von 362 292 Euro standen 2018 Einnahmen und Erträge von 370.099 Euro gegenüber. Der Überschuss von 7707 Euro gründet sich allerdings auf zwei besondere Effekte. Denn im Jubiläumsjahr mit dem Musikschulfest am 16. Juni 2018 gingen mit rund 11 300 Euro deutlich mehr Spenden und Einnahmen aus Veranstaltungen ein als üblich. Außerdem sorgte eine ungewöhnliche Häufung freier Tage (Pfingstferien, Feiertage) im Vorjahr für geringere Honorarauszahlungen, erklärte Kruckenbaum.

Die Gemeinde Ascheberg unterstützt die Musikschule laut Kassenbericht mit rund 103 000 Euro. Die Einnahmen aus dem Unterrichtsgeld lagen bei rund 227 292 Euro.

Beim Aufwand schlugen die Fremdleistungen mit rund 201 300 Euro zu Buche. Für JeKits-Leistungen fielen rund 10 885 und für Gehälter 88 522 Euro an, so die Bilanz weiter.

Musikschulleiter Christoph Hönig erkannte in seinem nunmehr 31. Jahresbericht eine leichte Trendverbesserung bei den Jahrgängen je Schuljahr in den Jahren 2013 bis 2018. Diese werde sich in der Musikschule aber erst in einigen Jahren abbilden, schätzte er ein.

Die Entwicklung: Stand Mai 2019 nutzten 536 Kinder und Erwachsene (einfache Zählung) die Angebote der Musikschule, schildert er. 2016 waren durchschnittlich 630 Schüler eingetragen. 2017 waren es 590 und 2018 dann 563 Schüler. Aktuell sind in den Bereichen Musikalische Früherziehung 70, Instrumental 287, den Ergänzungsfächern 89, und beim Tanz 165 aktiv (Mai 2019).

Christoph Hönig blickte in seinem Bericht auf gelungene Veranstaltungen im Jahr 2018 und nannte hier besonders das Musikschulfest und das Lehrerkonzert.

Eine förmliche Kooperation mit der Profilschule gebe es nicht mehr, weil die Lehrkraft der Musikschule inzwischen einen Vertrag direkt mit der Profilschule abgeschlossen habe, hieß es. Weitergeführt wird das JeKits-Projekt in Kooperation mit den beiden Grundschulen.

Die Übermittagsbetreuung Ascheberg wird von der Musikschule bei ihrem Projekt „Karneval der Tiere“ intensiv begleitet.

Bei den Vorstandswahlen wurden der zweite Vorsitzende Dietrich Bentlage, Schatzmeisterin Petra Kruckenbaum und Beisitzer Dirk Rieskamp wiedergewählt. Britta Arnzten gab ihr Amt als Beisitzerin ab. Ein Nachfolger habe sich nicht gefunden, bedauerte Kießling. So unterstützen nun Alexander Grawe, Barbara Hüging, Bettina Kemper, Dirk Rieskamp und Alexandra Streyl die Vorstandsarbeit als Beisitzer.  

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