Maria Wehmöller hört als Leiterin von Pekip-Gruppen auf
Mütter und Babys sagen „Tschüss“

Ascheberg -

Nach über 200 Kursen mit mehr als 2000 Teilnehmern ist Schluss. Maria Wehmöller hat sich im Pfarrheim nicht nur von zwei Pekip-Gruppen verabschiedet.

Mittwoch, 22.05.2019, 18:00 Uhr
Babys und Mütter von zwei Pekip-Gruppen im Ascheberger Pfarrheim verabschiedeten sich von Maria Wehmöller, die nach über 200 Kursen mit mehr als 2000 Teilnehmern aufhört, um künftig als Erzieherin im Kindergarten zu arbeiten.
Babys und Mütter von zwei Pekip-Gruppen im Ascheberger Pfarrheim verabschiedeten sich von Maria Wehmöller, die nach über 200 Kursen mit mehr als 2000 Teilnehmern aufhört, um künftig als Erzieherin im Kindergarten zu arbeiten. Foto: hbm

Nach über 200 Kursen mit mehr als 2000 Teilnehmern ist Schluss. Maria Wehmöller hat sich im Pfarrheim nicht nur von zwei Pekip-Gruppen verabschiedet, sondern von einem Lebensabschnitt. Die Aschebergerin wird künftig als Erzieherin arbeiten.

„1996 habe ich eine erste Spielgruppe geleitet. Nach einer Ausbildung habe ich 2003 das Pekip-Angebot in Ascheberg übernommen. Kurse habe ich auch in Ottmarsbocholt, Lüdinghausen und Werne geleitet“, blickt Wehmöller wehmütig zurück.

Die frühkindlichen Angebote über die Familienbildungsstätte Lüdinghausen bringen beiden etwas: Müttern und Kinder. „Die Mütter haben in diesen Gruppen die Möglichkeit, sich auszutauschen. Sie sind nicht mit ihren Kindern und Fragen alleine, sondern treffen auf Frauen, die ähnliche Antworten suchen“, erklärt die scheidende Kursleiterin. Seit den 1970er Jahren würden solche Angebote boomen, weil Familienstrukturen sich verändert hätten. Da es nicht mehr alle Antworten und Hilfen in den Familien gebe, würden Gruppen als ideales Netzwerk Orientierung bieten.

Verändert hat sich auch der Alltag der Babys, die heute viel früher in den Kindergarten gehen. Die Pekip-Gruppe, empfiehlt Wehmöller, sei eine Top-Vorbereitung auf den Kindergarten, auch wenn die Babys manchmal nur nebeneinander her spielten. Wenn die Kursleiterin dann schildert, wie die Babys untereinander Kontakt aufnehmen, wie sie hintereinander durch den Raum krabbeln, wird das Gesagte von einem Lächeln im Gesicht unterstrichen.

Den Raum – die Treffen sind im ersten Geschoss des Pfarrheims St. Lambertus – gestalte sie immer passend zum Alter der Kinder, informiert Wehmöller. Nach dem offiziellen Abschied vor einer Woche trafen sich die beiden Gruppen am Dienstag ein letztes Mal mit Maria Wehmöller.

Mit dem Abschied der Aschebergerin wird sich das Angebot der Familienbildungsstätte in der Gemeinde nicht ändern. Angelika Gründken von der FBS Lüdinghausen erklärt, dass sie schon selbst und Meike Göhler weitere Angebote in Ascheberg und Herbern leiten. Das Interesse daran sei sehr groß. Die Information zu den Kursen über Familienzentren und andere passenden Stellen zu verbreiten, reiche in der Regel für volle Kurse aus. Die Fabi suche gerade Leute mit einem pädagogischen Hintergrund für Kinder von null bis drei Jahre. Deswegen könne eine Nachfolgerin für Maria Wehmöller noch nicht namentlich benannt werden.

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Das Kursangebot der Familienbildungsstätte Lüdinghausen ist zu finden in einer Jahresbroschüre und auf der Internet-Seite www.fbs-luedinghausen.de.

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