Juniorwahl an der Profilschule Ascheberg
Einige Klassen erreichen 100 Prozent

Ascheberg -

Ascheberg hat gewählt! In einigen Wahlbezirken sogar mit einer 100-prozentigen Wahlbeteiligung.

Donnerstag, 23.05.2019, 19:00 Uhr
Die Juniorwahl präsentierte sich als gute Schule für das demokratische Wahlrecht in Deutschland.-
Die Juniorwahl präsentierte sich als gute Schule für das demokratische Wahlrecht in Deutschland.- Foto: hbm

Ascheberg hat gewählt! In einigen Wahlbezirken sogar mit einer 100-prozentigen Wahlbeteiligung. Denn die Mädchen und Jungen der Klassen 10 b und 10 d der Profilschule haben gestern ihr Wahlrecht bis auf die letzte Stimme ausgenutzt. Und damit ist klar, dass es bei dieser Nachricht nicht um die Europawahl geht, sondern um die Juniorwahl, die bundesweit organisiert und angeboten wird. „Wir haben uns im November angemeldet und zum ersten Mal mitgemacht“, berichtet Lehrerin Dagmar Boehnke. Kollege Maximilian Parwanow nimmt ein Ergebnis vorweg: „Das war nicht das letzte Mal. Die Schüler haben teilweise begeistert mitgemacht.“

Das Ergebnis der Ascheberger Juniorwahl der acht Klassen der Jahrgänge neun und zehn wird erst am Sonntagabend bekanntgegeben, aber auch für die Jugendlichen steht fest: Das Wählen selbst und der Unterricht im Vorfeld waren ein Gewinn. Schließlich wird bei der Juniorwahl kein Platz im Europaparlament vergeben, aber das Wahlprozedere ist mit dem Sonntagsgeschehen vergleichbar. Alle Jugendlichen haben eine Wahlbenachrichtigung erhalten. Es gab Wahlscheine, Wahlkabinen und -urnen für die Stimmabgabe.

Organisiert und überwacht wurde die Wahl von einem Vorstand. Fabian Kemper übernahm den Vorsitz. Weiter waren Yannick Mühlenbrock, Greta Offermann, Cora Schnitger, Vanessa Schmitt und Maarten Szelong dabei. Sie nahmen die Benachrichtigungskarten entgegen, hakten Namen in Wählerverzeichnissen ab und gaben die Wahlscheine aus. Heute morgen werden sie auch die Stimmen auszählen. Das Ergebnis muss bis 18 Uhr an die Organisatoren in Berlin gemeldet werden.

Und nach welchen Kriterien hat Ascheberg was gewählt? „Wir sind im Gesellschaftsunterricht mit dem gelieferten Material einiges Wissenswertes durchgegangen“, berichtet Parwanow. In Böhnkes Klassen waren besonders die Plakate ein Thema. Und bei allen Jugendlichen spielte der Wahl-o-mat eine Rolle. „Das Ergebnis dort hat mich schon überrascht. Ich hatte andere Parteien vorne erwartet“, gibt Yannick Mühlenbrock zu. Gewählt hat er dann mehr nach Gefühl als nach dem Tipp aus dem Internet, der ja bekanntlich abgestellt wurde. Die Jugendlichen haben eine geteilte Meinung über das Abschalten. Einige finden es gut, andere weniger. Sie können Argumente der kleinen Parteien nachvollziehen.

Im nächsten Jahr dürfen die Teilnehmer der Juniorwahl echt wählen. Bei der Kommunalwahl sind 16-Jährige wahlberechtigt. Wie bei der Europawahl die Österreicher übrigens jetzt schon.

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