Ein ungewöhnliches Königsjahr
Große Trauer und tiefe Dankbarkeit

Ascheberg -

Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile: König Frank Weber ist gestorben. Das Schützen- wurde zum Trauerjahr. Königin Birgit Weber blickt zurück.

Samstag, 25.05.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 27.05.2019, 16:22 Uhr
Königin Birgit Weber mitten in ihrem Kegelclub „Freche Früchtchen“ (v.l.) Rita Bahrenberg, Anja Mersmann, Steffi Hasse, Jutta Mühlenbeck, Königin Birgit Weber, Sandra Naber, Simone Streyl, Silvia May und Monika Frenster,
Königin Birgit Weber mitten in ihrem Kegelclub „Freche Früchtchen“ (v.l.) Rita Bahrenberg, Anja Mersmann, Steffi Hasse, Jutta Mühlenbeck, Königin Birgit Weber, Sandra Naber, Simone Streyl, Silvia May und Monika Frenster, Foto: hbm

Nun endet ein ungewöhnliches Königsjahr. Eines, das freudestrahlend startete und eine ganz abrupte Wende nahm. Unverhofft. Ungeplant. Denn König Frank Weber ist tot. Seine Königin Birgit Weber regierte alleine weiter. „Vor allem Frank zu Ehren“, sagt sie leise. Dieses Jahr, es hat ihr eine Menge abverlangt, sie vor so manche wirklich große Herausforderung gestellt, ihr aber vor allem eines beschert: Tiefe unendliche Dankbarkeit.

Denn Birgt Weber wurde aufgefangen. Von einem Schützenverein in dem ihr Mann viele Freunde hatte, von Geschäftspartnern, von Freunden und von Menschen, die sie vorher gar nicht kannte, denen sie allerdings bekannt war. „Durch die Königswürde.“ Mit die größte Konstante in dem Jahr, als die Gefühle und Emotionen Achterbahn fuhren, waren ihre Kegelschwestern vom Kegelclub „Freche Früchtchen“, ihre Familie, sowie der Club AKC und KSV (Kampfschwimmvereinigung Eschburgia eV ). „Es waren so viele Menschen, die mir zur Seite standen und bei aller Trauer war das eine wunderschöne und tröstliche Erfahrung“, sagt sie.

Sie erinnert sich noch genau an den Beginn, als die schreckliche Nachricht kam. „Natürlich war ich da zunächst im Zwiespalt, Rückzug oder weitermachen?“ Sie machte weiter. „Frank war König, er hatte sich so darüber gefreut. Da war es mir eine Ehre, für ihn einzuspringen und weiterzumachen“, erzählt die Aschebergerin. Für einen Moment blickt sie zurück, erinnert sich an den Abend, als sie auf ihren Mann wartete. Unruhig aber nicht allein. Kegelschwester Jutta Mühlenbeck war zur Stelle. Auch als die schreckliche Nachricht kam. Und von da an änderte sich alles für die Lehrerin und ihre beiden Kinder Ferdinand und Friederike. Sie tauchte ein in ein berufliches Feld, in dem ihr Mann zu Hause war. Sie wickelte seine Firma komplett ab. „Da habe ich dann erst einmal gemerkt, was Frank tagtäglich wirklich geleistet hat“, sagt sie. „Er hat Dinge geschultert, Prozesse durchlaufen, mit denen er uns zu Hause gar nicht belastet hat.“ Doch dank der Mitarbeiter, befreundeter Geschäftspartner, ihrer Kinder, ihrem Bruder Dirk, Karl Hanschmann und Kegelschwester Sandra Naber hat sie diese gewaltige Aufgabe gestemmt. Neben all den anderen Dingen, die ansonsten den Alltag bestimmten.

„Das Trauerjahr deckt sich in unserem Fall mit dem Schützenjahr“, sagt Birgit. Es war geprägt von vielen neuen Erfahrungen und Begegnungen. Und es war ein Jahr, dass sie und ihre Kinder noch mehr zusammengeschweißt hat. Die Königin ist trotz ihres Verlustes dankbar für all das. „Wenn ich nur an Menschen wie Elly Mangels denke, die für mich Seelentrösterin war, Bernd Heitmann oder Roland Surmann, der ganz spontan für uns gekocht hat. Überhaupt an all die Menschen, die mich das ganze Jahr über begleitet haben, ja, da möchte ich mich bei allen aus tiefsten Herzen bedanken.“ Birgit Weber nimmt ganz viel für sich mit aus diesem ungewöhnlichen Jahr. Auch das Gefühl, „dass Frank, eben weil wir alle weitergemacht haben, immer dabei war, so zumindest hat es sich angefühlt.“ Ja, es war ein besonderes Jahr. Eines, das die ganze Emotionspalette zu bieten hatte. Aber auch eines, das trotz der Herausforderungen, der Anstrengungen, der Trauer Weber und ihren Kindern vor allem eines gezeigt hat: Sie wurden nicht alleine gelassen. Und genau deshalb wird für sie dieses ungewöhnliche Jahr immer unvergessen bleiben. „Denn all das war wirklich eine herzerwärmende Erfahrung, für die wir unendlich dankbar sind.“

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