Neues Regenrückhaltebecken
Platz für zwölf Millionen Liter

Ascheberg -

Es fasst zwölf Millionen Liter Regenwasser. Das neue Regenrückhaltebecken neben der Herberner Kläranlage hat mehr als die doppelte Kapazität des Vorgängerpuffers.

Donnerstag, 06.06.2019, 20:00 Uhr
Das Regenrückhaltebecken neben der Kläranlage ist um 25 Meter nach unten erweitert worden. Es nimmt nun bis zu zwölf Millionen Liter Regenwasser auf.
Das Regenrückhaltebecken neben der Kläranlage ist um 25 Meter nach unten erweitert worden. Es nimmt nun bis zu zwölf Millionen Liter Regenwasser auf. Foto: Theo Heitbaum

Es fasst zwölf Millionen Liter Regenwasser. Das neue Regenrückhaltebecken neben der Herberner Kläranlage hat mehr als die doppelte Kapazität des Vorgängerpuffers. Dafür wurde das Becken um 25 Meter nach Westen ausgebaut. Beim Vorstellen des 310  000 Euro teuren Bauprojektes wurde die Ausgabe in die Rubrik Klimafolgeschäden eingruppiert. Die Anlage ist so dimensioniert, dass auch bei extremen Wetterereignissen ein guter Hochwasserschutz gewährleistet ist.

Das vorherige Becken stammt aus den 1980er Jahren. Seither sind einerseits im Dorf zusätzliche Flächen versiegelt worden, andererseits haben extreme Dürre und extremer Starkregen zugenommen. Dazu will die Gemeinde nach dem Südkamp ein weiteres Gewerbegebiet erschließen. Das Regenrückhaltebecken gleicht einerseits Defizite aus der Vergangenheit aus, andererseits ermöglicht es das spätere Ausweisen des neuen Areals für Betriebe.

Nutznießer des Wasserspeichers soll der Dorfbach sein, der Regenmassen nicht mehr ungebremst aufnehmen muss. Ein neues Drosselbauwerk wird bei Starkregen zu einem Staubauwerk. Es lässt nur so viel Wasser in den Dorfbach fließen, dass der Zufluss ökologisch vertretbar ist. „So bleibt auch die Tier- und Pflanzenwelt im Bach erhalten, die sonst bei extremen Starkregen weggeschwemmt werden könnte“, heißt es im Faktenblatt der Gemeinde Ascheberg.

Der Dorfbach, der in der Nähe entspringt und zwischen Merschstraße und Kläranlage verläuft, wird über Rohre erreicht. Er mündet in der Ascheberger Osterbauer in den Emmerbach. Mit dem Rückhaltebecken in Herbern wird also auch der Druck auf den Hauptabfluss des Regenwassers aus der Gemeinde gemindert. Insgesamt, so der gemeindliche Tiefbauer Christian Scheipers, sei man beim Wasser in der Gemeinde gut aufgestellt. In Davensberg fehle noch ein weiteres Rückhaltebecken.

Das Becken neben der Kläranlage am Immelbrink bleibt auch bestehen, wenn das Herberner Schutzwasser nach Ascheberg geleitet und die Kläranlage teilweise zurückgebaut wird. Im Gegensatz zum kleineren Vorgängerbecken soll es so eingerichtet werden, dass es nicht verwildern kann. „Wir müssen darauf schauen, dass die Funktion erhalten bleibt. Es dürfen dort keine Sträucher wachsen, wie das bisher war“, kündigt Scheipers an, dass die Flächen eingesät werden.

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