Gutachter hat Ergebnisse auf 157 Seiten zusammengestellt
Neuer Kompass für Sportanlagen

Ascheberg -

Reichen Aschebergs Sportstätten für Schul- und Vereinsbedarf sowie für andere sportbegeisterte Ascheberger? Dieser Frage ging das Sportstättenkonzept nach, das in der nächsten Woche vorgestellt wird und den WN schon vorliegt.

Donnerstag, 13.06.2019, 08:00 Uhr
An der Nordkirchener Straße, empfiehlt der Experte, sollen kurzfristig Sportmöglichkeiten für die Profilschule geschaffen werden. Beim Verzicht auf den Aschenplatz würde hier ein zusätzliches Kunstrasen-Großspielfeld nötig.
An der Nordkirchener Straße, empfiehlt der Experte, sollen kurzfristig Sportmöglichkeiten für die Profilschule geschaffen werden. Beim Verzicht auf den Aschenplatz würde hier ein zusätzliches Kunstrasen-Großspielfeld nötig. Foto: hbm

Daten, Fakten, Vorschläge: Das Sportstättenkonzept der Gemeinde Ascheberg hat auf 157 Seiten viel zu bieten. Klar definiert werden die Ansprüche des Schulsports. Deutlich wird auch, wohin der Weg für die Fußballer in Ascheberg und Herbern gehen könnte: Weg vom Aschenplatz Herberner Straße zu einer aufgewerteten Anlage an der Nordkirchener Straße in Ascheberg; sowie weg vom Rasenplatz Werner Straße zum verbesserten Siepen in Herbern. Vorgestellt wird das Sportstättenkonzept am Montag den Sportvereinen und am Dienstag bei der Sitzung des Jugend-, Senioren-, Sozial- und Sportausschusses. Wichtig: Auch wenn die Vorschläge auf 157 Seiten schlüssig hergeleitet worden sind, handelt es sich eben um Vorschläge, die noch zu diskutieren sind. Und es handelt sich nicht um Ideen, die mit einem Fingerschnipsen in den nächsten zwölf Monaten umgesetzt werden, sondern um eine Richtschnur für viele Jahre.

Grundsätzlich fordert das Konzept die Gemeinde auf, Angebote für das selbst organisierte Sporttreiben zu schaffen. Sporträume, die von mehreren Generationen zu nutzen sind, könnten in Kooperation mit den Sportvereinen gestaltet werden. Ihnen wird nahegelegt, die klassischen Sportarten zu pflegen sowie neue und flexible Angebote für die Gruppe der sportinteressierten „jungen Alten“ zu schaffen, beispielsweise in Kursen.

Der Aschenplatz könnte aufgegeben werden.

Der Aschenplatz könnte aufgegeben werden. Foto: hbm

In Ascheberg und Herbern steht jeweils zur Diskussion auf eine der jeweils zwei Freiluft-Anlagen zu verzichten. Klare Priorität räumen die Experten Sportmöglichkeiten für die in Ascheberg konzentrierte Profilschule ein. Der Lehrplan fordert insbesondere leichtathletische Anlagen für den Schulsport. Sie könnten auf der sogenannten Gymnastikwiese zum Bahnhofsweg hin geschaffen werden. Notwendig ist auch eine 100-Meter-Laufbahn.

Im zweiten Schritt sollen angemessene Sportmöglichkeiten für die Grundschulen geschaffen werden. Bei einem Rückbau des Sportplatzes Herberner Straße müssten für die Lambertusschule im Bereich Laufen, Springen, Werfen - Leichtathletik aufgezeigt werden. Die Mariengrundschule benötige nach einem Umzug in die alte Hauptschule im Umfeld ebenfalls leichtathletische Anlagen und ein neu gestaltetes bewegungsfreudiges Schulgelände.

Sporthallen sind bedarfsgerecht

Die Sporthallen und -räume in der Gemeinde Ascheberg decken den schulischen Bedarf und die Nachfrage der Übermittagbetreuung an allen Standorten gut ab. Das gelte auch, wenn die Profilschule in Ascheberg konzentriert werde. Schließlich könne das Hallenbad in die Nachfrage eingerechnet werden. Die Kernaussage lautet darum: „Der aktuell und mittelfristig bestehende leichte Puffer an Hallenkapazität ermöglicht einen angemessenen Schulsport, der neben dem verpflichtenden Sportunterricht auch weitere Förder- und Angebotsmaßnahmen vorsieht.“ Die Hallen und das Hallenbad seien dauerhaft zu sichern,Wenn an den Hallen etwas getan werden solle, sei die Gemeinde gut beraten, sich von den Schulbedarfen leiten zu lassen. Die Vereinswünsche seien damit zu verzahnen. Die Gemeinde solle die vergebenen Hallenzeiten kritisch hinterfragen, Nachfragetrends systematisch beobachten. Für Gymnastikräume an Schulen und andere Bewegungsräume im Besitz der Gemeinde sollte ebenfalls eine transparente Vergabe erfolgen.Über einen Abriss der Sporthalle in Herbern, der bei der Schuldiskussion auftauchte, solle erst entschieden werden, wenn eine zukunftsfähige Neukonzeption mit einem realen Kostenrahmen erstellt worden sei.

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Kurz- bis mittelfristig sei zu diskutieren, ob der Aschenplatz in Ascheberg aufgegeben und wie das Gelände verwertet werde. Für die Profilschule sei ein Mehrzweckspielfeld auf der bisherigen Ballwiese zu schaffen. Als Kompensation für den Aschenplatz soll die Anlage Nordkirchener Straße um ein weiteres Kunstrasen-Großspielfeld erweitert werden.

Sollte in Herbern der Verzicht auf den Platz an der Werner Straße als Ergebnis stehen, hätte das zwei Folgen: Am Siepen müsste auf dem Ballspielfeld ein neues Jugend-Kunstrasenspielfeld geschaffen werden. Umkleide- und Sanitärräume seien anzupassen und es bedürfe eines neuen Vereinsheims des SV Herbern in entsprechender Größe und Qualität am Siepen.

In Davensberg klingt in dem Konzept eher die Sorge durch, dass die Anlage zu wenig genutzt wird: „Zur Sicherung der Sportplatzsituation in Davensberg werden der Ausbau von Wohngebieten und der Zuzug junger Familien wesentlich beitragen. Nur über einen größeren Einwohnerzuzug kann die Sportvereinsentwicklung durchgreifende neue Impulse und eine stärkere Nachfrage erhalten.“ Mittelfristig solle das Waldstadion gesichert werden.

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