Schützenfest in Herbern
Eine Familie lebt für die Bürgerschützen

Herbern -

Bei der Familie Nägeler in Herbern laufen die Fäden für den Bürgerschützenverein zusammen und das Schützenfest ist nicht nur einmal im Jahr allgegenwärtig.

Mittwoch, 12.06.2019, 20:00 Uhr
Konstantin, Kilian, Karsten und Kolja Nägeler sind für das anstehende Bürgerschützenfest in Herbern gut vorbereitet.Der bereits verstorbene Kurt Nägeler mit Enkelsohn Konstantin, den er direkt nach seiner Geburt beim Bürgerschützenverein angemeldet hat.
Konstantin, Kilian, Karsten und Kolja Nägeler sind für das anstehende Bürgerschützenfest in Herbern gut vorbereitet.Der bereits verstorbene Kurt Nägeler mit Enkelsohn Konstantin, den er direkt nach seiner Geburt beim Bürgerschützenverein angemeldet hat. Foto: Schütte

Bei der Familie Nägeler in Herbern laufen die Fäden für den Bürgerschützenverein zusammen und das Schützenfest ist nicht nur einmal im Jahr allgegenwärtig. Karsten Nägeler ist seit rund anderthalb Jahren erster Vorsitzender des Bürgerschützenvereins, seine Kinder Kilian (12), Konstantin (5) und Kolja (4) freuen sich wie ihr Papa auf die anstehende Feier.

„Mein Papa ist Chef vom Schützenfest“, sagt Kolja voller Stolz. Dahinter steckt aber viel mehr Arbeit, als nur einmal im Jahr ein Fest zu organisieren, sollte klar sein. „In diesem Jahr bin ich schon etwas gelassener als im Premierenjahr 2018. Außerdem habe ich ein gutes Vorstandsteam, worauf ich mich zu 100 Prozent verlassen kann“, betont der Vorsitzende.

Der bereits verstorbene Kurt Nägeler mit Enkelsohn Konstantin, den er direkt nach seiner Geburt beim Bürgerschützenverein angemeldet hat.

Der bereits verstorbene Kurt Nägeler mit Enkelsohn Konstantin, den er direkt nach seiner Geburt beim Bürgerschützenverein angemeldet hat. Foto: Schütte

Das Schützenfest-Gen wird in der Familie Nägeler den Kindern quasi vererbt. Großvater Heinrich Nägeler war sechs Jahre erster Vorsitzender und vor 95 Jahren Schützenkönig. Auch Vater Kurt hat bis zu seinem Tod vor knapp zwei Jahren kein Schützenfest in Herbern verpasst, 1968 ließ er sich als König der Bürgerschützen feiern. Ebenfalls hat Kurt Nägeler die Königsallee am Haselbüschken ins Leben gerufen und dafür gesorgt, das Konstantin Nägeler seit seiner Geburt Mitglied im Schützenverein ist. Fünfzehn Jahre stand er dem Vorsitz der Jakobi-Bruderschaft vor. Karsten Nägeler setzt die Tradition fort und holte selbst vor 17 Jahren den Vogel von der Stange und hat heute somit neben seiner 15-jährigen Vorstandsarbeit einen Blick auf Alles, was mit dem Schützenfest zu tun hat.

Seit einer Woche ist jeder zweite Anruf dem Schützenverein geschuldet. Von der Materialbeschaffung bis hin zum Festwirt weiß Nägeler über alles Bescheid und entscheidet auch in letzter Instanz. Wenn der Geschäftsmann gerade nicht erreichbar ist, gehen die Anrufe auch über die Firma. „Meine Angestellten André Gesenhoff und Tobias Bomholt sind bei den meisten Dingen auch im Thema. Da kann man schon einiges kurzfristig klären“, erzählt Karsten Nägeler. Vieles ist in den letzten Jahren auf den Weg gebracht worden, daran ist sein Vorgänger Heiner Laxen auch nicht ganz unschuldig. Das Schützenfest hat nach vielen Veränderungen wieder einen guten Stellenwert im Dorfleben. Vor ein paar Jahren wurden einige 100 Meter Fähnchen angeschafft und in diesem Jahr schmücken neue Bänke den Schützenplatz. Aber bereits jetzt sind alle Augen schon auf das 200-jährige Bestehen im Jahr 2022 gerichtet. „Wir haben schon einige Vorschläge und Ideen aufgegriffen. Doch jetzt werden wir erst einmal Schützenfest 2019 feiern. Mit allem, was dazu gehört“, stimmt Nägeler auf das kommende Wochenende ein.

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