Bauhof probiert neues System
Wassersäcke für junge Bäume

Ascheberg -

Die Natur lechzt nach Wasser. Der Regen benetzt die Erde nur oberflächlich, aber das reicht besonders jungen Bäumen nicht. Was tun?

Dienstag, 18.06.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 19.06.2019, 17:31 Uhr
Matthias Wenge und Markus Przybilla versorgen junge Bäume mit Wasser. Dazu erprobt der Bauhof gerade Bewässerungssäcke, die das Wasser tröpfchenweise abgegeben.
Matthias Wenge und Markus Przybilla versorgen junge Bäume mit Wasser. Dazu erprobt der Bauhof gerade Bewässerungssäcke, die das Wasser tröpfchenweise abgegeben. Foto: hbm

Die Natur lechzt nach Wasser. Der Regen benetzt die Erde nur oberflächlich, aber das reicht beispielsweise Bäumen nicht. Gerade junge, frisch angepflanzte Bäume müssen bewässert werden. Dafür erprobt der Ascheberger Bauhof gerade Bewässerungssäcke. Am Montag waren sie in Ascheberg zu sehen, gestern in Davensberg.

An der Raiffeisenstraße hat die Gemeinde vor einem Jahr schief stehende Birken durch junge Bäume ersetzt. Wer genau hingesehen hat, erkennt an den Blättern, dass sie zurzeit einen großen Wasserdurst haben, der von der Natur allein nicht gestillt wird. Weil bei den nachgepflanzten Bäumen kein Bewässerungsrohr angebracht wurde, werden Bewässerungssäcke, die im Internet nur als Treebags angeboten werden, eingesetzt. Gleich zwei solcher Säcke setzte Matthias Wenge am Montagmorgen direkt an die Stämme der Nachwuchsbäume. Sie wurden mit Wasser befüllt, das sie tröpfchenweise abgeben. Es versickert in den Boden und läuft nicht zur Seite weg. Damit kommt das Wasser dort an, wo es benötigt wird, am Wurzelballen.

Der Bauhof ist mit den Säcken noch in der Probephase. „Wir müssen mal schauen, wie lange es dauert, bis die Säcke leer sind“, berichtete Wenge am Morgen. Nachmittags füllte er mit Markus Przybilla an 16 Stellen Wasser nach.

„Die Säcke sind wiederverwertbar. Jetzt sind gerade einige an frisch angepflanzten Bäumen in Davensberg im Einsatz“, berichtete Bauhofleiter Andreas Nünneke auf WN-Anfrage. Wie oft sie benutzt werden können, muss die Probephase zeigen. Das erste Umsetzen war auf jeden Fall problemlos möglich.

Aktuell sind es nur die jungen Bäume, die bewässert werden müssen: „Es ist einfach zu trocken, im Boden ist kaum Wasser“, erklärte Nünneke, warum seine Mannschaft mit dem Wasserfass nachhelfen muss. Vor einem Jahr war um die Bäume noch ein Ring aus Erde gezogen worden, der ein Weglaufen des Wassers verhindern sollte. Experten urteilen, dass bei diesem Vorgehen deutlich mehr Wasser nötig ist, weil es doch zur Seite wegsickert oder verdampft. Der Einsatz von Bewässerungssäcken sei deutlich effizienter und helfe den Bäumen mehr.

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