Sportstättenkonzept der Gemeinde Ascheberg
Schulsport hat die erste Priorität

Ascheberg -

Beim Schulsport gibt es keine Alternative: Die Gemeinde muss Sportmöglichkeiten in erster Linie für die Profilschule schaffen.

Mittwoch, 19.06.2019, 20:00 Uhr
Auf der seit einiger Zeit ungenutzten Gymnastikwiese am Sportplatz Nordkirchener Straße soll eine vier Mal 100 Meter Laufbahn entstehen. Hier könnten auch Möglichkeiten für Hoch- und Weitsprung geschaffen werden.
Auf der seit einiger Zeit ungenutzten Gymnastikwiese am Sportplatz Nordkirchener Straße soll eine vier Mal 100 Meter Laufbahn entstehen. Hier könnten auch Möglichkeiten für Hoch- und Weitsprung geschaffen werden. Foto: hbm

Beim Schulsport gibt es keine Alternative: Wenn Profil- und Grundschulen ihre Lehrplan-Vorgaben umsetzen wollen, benötigen sie die passenden Anlagen. Dort, so Professor Dr. Horst Hübner , müsse die Gemeinde tätig werden. Der Autor des Sportstättenkonzeptes für Ascheberg ( WN berichteten) unterstrich während Präsentation und Diskussion im Jugend-, Senioren-, Sozial- und Sportausschuss, dass einerseits für Werfen, Springen und Laufen Anlagen geschaffen werden müssten, andererseits sollten fürs Bewegen während des Schulalltags Möglichkeiten ausgelotet werden. Hübners Blick blieb nicht im Heute hängen, sondern ging nach vorne. Wenn die Profilschule in Ascheberg konzentriert werde, gehe für ein weiteres Gebäude Schulhof-Platz verloren. Ihn könne man durch das Nutzen des Bolzplatzes kompensieren und zukunftsweisend neu justieren. Für die Leichtathletik hat Hübner die Gymnastikwiese zwischen Sportplatz und Bahnhofsweg auserkoren. Dort etwas zu schaffen, hat für den Experten erste Priorität. Im Blick müsse behalten werden, dass die Marienschule bei einem Umzug einen tollen Spielbereich zurücklasse, der auf der anderen Straßenseite neu zu schaffen sei. Dazu bedürfe es auch hier leichtathletischer Anlagen.

Beim Vereinssport sind mehrere Wege möglich. In Davensberg hofft Hübner auf positive Mitgliedereffekte durch neue Baugebiete. Die Gemeinde solle die Sportanlagen erhalten, von Investitionen war nicht die Rede. Für den aktuellen Bedarf ist die Anlage überdimensioniert. Weil an der Stelle Gemeindegeld ausgegeben werde, könnten im Gegensatz zum Status Quo gemeindliche Jugendspielgemeinschaften im Interesse Aschebergs liegen.

Für die beiden anderen Orte stellte Hübner Konzentrationsüberlegungen vor. Die Asche-Kampfbahn aus den 1960er Jahren an der Herberner Straße in Ascheberg ist für den Experten aus der Zeit gefallen. Hier müsste viel Geld in die Hand genommen werden, um sie auf heutige Standards zu bringen. Bei einer Aufgabe müssten in einem kleineren Bereich leichtathletische Möglichkeiten für die Lambertusschule und ein Ausgleich für den TuS geschaffen werden. Hübner hat in seinem Konzept einen Kunstrasenplatz hinter Jugendspielfeld und Tennisanlage vorgesehen, weil Asche- und möglicherweise Bolzplatz wegfallen und der Rasenplatz nur begrenzt zu nutzen ist. Die wachsenden Sportbedürfnisse von Menschen, die sich vereinsungebunden fit halten möchten, könnten an der Nordkirchener Straße mit einem Fitnessparcours befriedigt werden.

In Herbern steht das traditionsreichere Gelände an der Werner Straße zur Disposition. Aus der engen Zusammenarbeit mit den Vereinen weiß Hübner, dass dem SV Herbern die Aufgabe schwerer fallen würde. Das trifft insbesondere auf das Vereinsheim zu, das am Siepen neu entstehen müsste. „Erst sind die Vereine am Zug. Wir werden sicher nichts gegen sie entscheiden“, stellte Hans-Werner Schlottbohm (UWG) für die Runde klar. Josef Reher (CDU) berichtete, dass dieses Thema in Herbern schon vor einem Dutzend Jahren diskutiert worden sei. Eine Konzentration sei aber aus Lärmschutzgründen schwierig. Hübner gab zu bedenken, dass die Grenzwerte von Sportanlagen um fünf Dezibel gelockert worden seien und sich die Lage verändert haben könnte.

„Die Gemeinde hat ihre Hallen im Griff“, stellte Hübner weiter fest. Damit meinte er einerseits, dass sie in einem guten Zustand seien, aber auch, wie die Zeiten jenseits des Schulsports vergeben würden. Weil sich der Schulsport in Sporthallen und Hallenbad darstellen lasse, gebe es hier, wie berichtet, keinen Bedarf für mehr Hallen. Auf keinen Fall dürfe die Herberner Sporthalle leichtfertig einem Raumkonzept geopfert werden: „Vor einem Abriss sollte klar sein, wie der Ersatz aussieht.“

An die Verwaltung erging der Auftrag, ein Papier zum Umsetzen des Konzeptes zu erarbeiten und die Dinge zu priorisieren,

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