15. Ascheberger Unternehmerfrühstück
Der digitale Bauernhof

Ascheberg -

Wenn Aschebergs Unternehmer sich zum Frühstück treffen, dann gibt es zu Kaffee und Brötchen einen offiziellen Teil. Ihn gestalteten gestern bei der Firma Agravis Andreas Hohenlöchter für den Gastgeber und Wirtschaftsförderin Simone Böhnisch für die Gemeinde Ascheberg. Längst ist das jährliche Treffen aber mehr als das Zuhören bei Vorträgen. Das Unternehmerfrühstück ist ein Netzwerk, gestern brachte es rund 100 Menschen zusammen. Da waren die Wege für Ideen, gemeinsame Projekte oder auch die Suche von kreativen Lösungen kurz. Neben lockeren Gesprächen gab es in der Agravis-Halle auch ganz intensive Austausche. Auch in der digitalen Welt sind Gespräche von Auge zu Auge nützlich.

Mittwoch, 19.06.2019, 18:00 Uhr
Beim gut besuchten Unternehmerfrühstück in der Halle von Agravis warben Wirtschaftsförderin Simone Böhnisch und Profilschulleiter Jens Dunkel fürs Mitmachen im Ausbildungsatlas. Andreas Hohenlöchter stellte den Betrieb und seine Arbeit vor.
Beim gut besuchten Unternehmerfrühstück in der Halle von Agravis warben Wirtschaftsförderin Simone Böhnisch und Profilschulleiter Jens Dunkel fürs Mitmachen im Ausbildungsatlas. Andreas Hohenlöchter stellte den Betrieb und seine Arbeit vor. Foto: hbm

In der aktuelle Konstellation, so Hohenlöchter bei der Präsentation, gebe es Agravis BvL erst seit 2016, der Betrieb selbst habe seit 1955 unter dem ersten Firmenschild „Bielefeld“ in Ascheberg aber eine längere Tradition. 1995 sei der genossenschaftliche Gedanke eingezogen. Vertreten sei Agravis von Olfen bis Meppen an sieben Standorten. In Ascheberg beschäftige man 25 Mitarbeiter, darunter fünf Auszubildende.

Simone Böhnisch und Jens Dunkel

Simone Böhnisch und Jens Dunkel Foto: hbm

Hohenlöchter berichtete über die Zusammenarbeit mit den Firmen Claas und Amazone, über die Arbeit in der Werkstatt, die „längst nicht mehr nur aus dem Bedienen von Hammer und Schweißgerät“ besteht, und das Angebot an Rasenmähern, Motorsägen sowie anderem Kleingerät. Für die Gäste gab es einen Einblick in die digitale Landwirtschaft, die es den Bauern heute auf dem Acker erlaubt, GPS-gesteuert bei Düngen und Pflanzenschutz die gleiche Spur zu nehmen. Die Entwicklung setze sich fort, mit M2M in Richtung Bauernhof 2.0. Das könne so weit gehen, dass Ersatzteile direkt vom Trecker selbst „bestellt“ werden könnten. Deswegen brauche es gut ausgebildete Mitarbeiter. Bei einem Rundgang wurde das genauso gezeigt, wie die Werkstätten und das Lager.

Andreas Hohenlöchter

Andreas Hohenlöchter Foto: hbm

Simone Böhnisch stellte mit Jens Dunkel, Leiter der Profilschule, den „Pakt für Schule und Ausbildung“ vor. Sie warben darum, dass sich zu den 50 erfassten Unternehmen im digitalen Ausbildungsatlas der Gemeinde weitere Betriebe eintragen lassen. „Wir haben die Kinder und Jugendlichen, die sie später für die Ausbildung suchen“, ist das für Dunkel eine gute und enge Zusammenarbeit auf Gegenseitigkeit. Nutznießer sind die Schule, die einen Anschluss für die Jugendlichen findet; der Betrieb, der eine Lehrstelle besetzen kann und letztlich der „Lehrling“ selbst. Denn mit dem Ausbildungsatlas blickt er über den familiären und nachbarschaftlichen Tellerrand in die Ascheberger Berufswelt. Schließlich sind junge Leute, die Spaß an der Arbeit haben, die besten Azubis.

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