WN-Leser weist auf trockene Stämme hin
Südallee ist ein schlechter Baumstandort

Ascheberg -

Die Ascheberger Politiker tauften sie im Jahr 2008 auf den Namen „Südallee“. Schließlich hatte der Kreis Coesfeld zu dem Zeitpunkt gerade rund 230 junge Eichen an der Umgehungsstraße gepflanzt.

Samstag, 22.06.2019, 08:00 Uhr
Die vertrockneten Stämme und die Pflanzpfähle wirken wie Mahnmale einer gescheiterten Pflanzaktion des Kreises Coesfeld.
Die vertrockneten Stämme und die Pflanzpfähle wirken wie Mahnmale einer gescheiterten Pflanzaktion des Kreises Coesfeld. Foto: hbm

Als sie 2006 eröffnet wurde, hieß sie Südtangente. Weil für Navigationsgeräte der Hinweis Kreisstraße 15 nicht reichte, tauften die Ascheberger Politiker sie im Jahr 2008 auf den Namen „Südallee“. Schließlich hatte der Kreis Coesfeld zu dem Zeitpunkt gerade rund 230 junge Eichen an der Umgehungsstraße gepflanzt. Einige Exemplare deuten tatsächlich auf einen Alleecharakter hin. Insgesamt ist das Baumkapitel an der Kreisstraße aber eine unendliche Geschichte. „Da stehen mindestens ein Dutzend vertrockneter Bäume“, mutmaßte ein WN-Leser, „das wird nie etwas.“ Der Mann hat Recht, denn 16 kümmerliche Reste sind entlang der Kreisstraße zu sehen. „Das scheint ein schlechter Standort für Bäume zu sein, meint unser Bauhofleiter“, erklärt Kreissprecher Christoph Hüsing auf Anfrage. Er erinnert daran, dass mehrmals nachgepflanzt werden musste. Immerhin sind über 200 Eichen inzwischen angewachsen, die „Überlebenden“ der ersten Runde bilden auch bereits schöne Kronen.

35 000 Euro hat sich der Kreis Coesfeld die Arbeiten seinerzeit kosten lassen. 2010 waren mehr als die Hälfte der angepflanzten Bäume eingegangen. Die WN titelten damals „Die Allee der vertrockneten Bäume“. 2011 wurden darum mehr als 120 Eichen neu gepflanzt. Ein Jahr später ersetzte der Kreis auf eigene Rechnung 30 Bäume, die nach dem Winter nicht mehr neu ausgetrieben hatten. Aktuell sind 16 Eichen auf der Strecke geblieben. Mit ihren Pflanzpfählen geben sie ein trauriges Bild ab. Sie wirken wie Mahnmale einer gescheiterten Pflanzaktion. Sie sollen, so Hüsing, im Herbst abgeräumt werden. „Wir werden in der Zwischenzeit nach Möglichkeiten schauen, wie es dort weitergehen kann. Wenn es mit Bäumen nicht geht, könnte eine Hecke gepflanzt werden. Oder es könnte eine Blühfläche entstehen“, informiert Hüsing.

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