Exkursion in der Deipen Wiese
Die Mondlandschaft wird grün

Davensberg -

Vor 50 Jahren hat der erste Mensch einen Fuß auf den Mond gesetzt. Jetzt durfte erstmals eine Davensberger Gruppe ein Areal betreten, das lange als Mondlandschaft tituliert worden ist.

Montag, 24.06.2019, 19:00 Uhr
Hermann Grube führte eine Gruppe von Davensbergern durch die Deipe Wiese und ermöglichte so einen ganz anderen Blick auf das Areal. Die Müllsammeleimer blieben bei der Runde fast leer. Die Trockenheit kehrt in die Deipe Wiese zurück, was besonders an wenig bewachsenen Stellen zu sehen ist. Hermann Grube führte die Gruppe direkt an den neuen Emmerbach, der sich durch die Deipe Wiese schlängelt.
Hermann Grube führte eine Gruppe von Davensbergern durch die Deipe Wiese und ermöglichte so einen ganz anderen Blick auf das Areal. Die Müllsammeleimer blieben bei der Runde fast leer. Die Trockenheit kehrt in die Deipe Wiese zurück, was besonders an wenig bewachsenen Stellen zu sehen ist. Hermann Grube führte die Gruppe direkt an den neuen Emmerbach, der sich durch die Deipe Wiese schlängelt. Foto: hbm

Vor 50 Jahren hat der erste Mensch einen Fuß auf den Mond gesetzt. Jetzt durfte erstmals eine Davensberger Gruppe ein Areal betreten, das lange als Mondlandschaft tituliert worden ist. Bei einem Rundgang durch die Deipe Wiese mit Hermann Grube vom Hegering Ascheberg erfuhren die Teilnehmer, dass zu beiden Seiten des neuen Emmerbachs längst keine karge Landschaft mehr anzutreffen ist. Die Natur holt sich Stück für Stück die Deipe Weise zurück. Da braucht es keine Blühmischung von Menschen, nur Geduld.

Grube machte deutlich, dass in der Deipen Wiese viele Interessen unter einen Hut gebracht werden müssen. Büsche und Bäume treffen beispielsweise auf Lebensräume für die geschützte Helmazurjungfer. Sie liebt es in der Sonne über unbewachsenem Wasser zu fliegen. Dafür sollte der Bereich des Emmerbachs vor dem Mühlendamm nicht mit Pflanzen zuwachsen. „Die Natur hat es anders gewollt“, berichtete Grube. Aus dem Bereich des Altarms sind gerade dort die Samen von Erlen und Weiden in die Deipe Wiese geflogen. Beim genauen Hinsehen sind die Weidesamen weiter gekommen. Sie finden sich nahe am neuen Emmerbach, der in der Deipen Wiese ein Schlängelbett gefunden hat. Die Erlensamen haben dagegen im Bereich hinter dem Altarm schlapp gemacht. „Die Natur hält immer wieder Überraschungen für uns bereit. Deswegen treffen sich auch alle Beteiligten zwei Mal im Jahr zu einem Monitoring. Dort wird besprochen, ob und wenn ja, welche lenkenden Maßnahmen nötig sind“, berichtete Grube.

Exkursion in die Deipe Wiese

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  • Hermann Grube informierte Interessenten über das Geschehen in der Deipen Wiese Foto: hbm
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  • Hermann Grube informierte Interessenten über das Geschehen in der Deipen Wiese Foto: hbm
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  • Hermann Grube informierte Interessenten über das Geschehen in der Deipen Wiese Foto: hbm
  • Hermann Grube informierte Interessenten über das Geschehen in der Deipen Wiese Foto: hbm

Wie mühsam das Herausfinden des richtigen Ansatzes ist, zeigte sein Rückblick auf Tiere, die zur Pflege der Fläche eingesetzt werden sollten. Anfangs sei das eine Großvieheinheit gewesen, später drei. Am Ende habe man sich dann für Soay-Schafe entschieden, weil die mit ihren Hufen in der Wiese am Besten klar kämen. Vergangenen Sommer habe man die Tiere von der Wiese nehmen müssen. Die Dürre habe im Zusammenspiel mit der kleinen Herde zu wenig Bewuchs übrig gelassen. Zudem seien die Tiere durch den Emmerbach auf jene Seite gelaufen, die für sie tabu sein sollte. Schließlich soll durch die getrennten Bereiche die Frage geklärt werden, wie sich die unterschiedlichen Bereiche entwickeln. Grube hat einerseits Verständnis für das Herunternehmen der Tiere von der Fläche, hofft andererseits aber, dass die Schafe im Herbst zurückkehren dürfen. Bis dahin bleiben sie in ihrem Exil, um den Nachwuchs groß zu ziehen. Wenn der von den Muttertieren getrennt werden kann, wäre der ideale Zeitpunkt für die Rückkehr der Soay Schafe.

„Das war sehr interessant, ich habe einiges gesehen, was von außen nicht zu ahnen ist“, war Wilhelm Baumhöver froh, die Exkursion mitgemacht zu haben. Andere Teilnehmer sahen es genauso.

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