Heimatverein bringt Schilder an
Notfallnummern für Ruhebänke

Herbern -

Ähnlich wie in umliegenden Ortschaften sollen in der Gemeinde Ascheberg an Bänken im Außenbereich Notfallschilder angebracht werden.

Dienstag, 25.06.2019, 18:00 Uhr
Franz Wemhoff und Gerd Gesenhoff haben diese Bank mit dem neuen Notfallschild ausgestattet und werden das im gesamten Ortsgebiet vornehmen.
Franz Wemhoff und Gerd Gesenhoff haben diese Bank mit dem neuen Notfallschild ausgestattet und werden das im gesamten Ortsgebiet vornehmen. Foto: Budde

Ähnlich wie in umliegenden Ortschaften sollen in der Gemeinde Ascheberg an Bänken im Außenbereich Notfallschilder angebracht werden, auf denen neben der allgemeinen Notrufnummer 112 auch noch eine Nummerierung steht, zum Beispiel „Herbern 013“. Diese Banknummer ist mit den entsprechenden Ortsangaben (Straßenbezeichnung und Koordinaten) in einer Liste hinterlegt, die bei den Rettungsdiensten vorliegt. Wenn nun unterwegs während einer Radtour eine Person in der Nähe einer so gekennzeichneten Bank gesundheitliche Probleme bekommt, kann sie die 112 wählen und auf Fragen zur Position „Herbern 030“ angeben, sodass die Rettungswache anhand der Liste schnell den Standort identifizieren kann und nicht erst lange herum suchen muss. Denn im Notfall kann jede Minute entscheidend sein. Auf diese Art und Weise wurde in Nordkirchen, das ebenfalls ein Notfall Schildersystem installiert hat, bereits ein Menschenleben gerettet.

Der Heimatverein Herbern wurde von der Gemeindeverwaltung um Mithilfe gebeten und übernahm gerne die Organisation. In den nächsten Tagen und Wochen werden die Schilder angebracht, auch an Bänken, die eigentlich nicht zum Heimatverein gehören. Da hier auch Privatleute im Außenbereich betroffen sind, wäre eine entsprechende Zustimmung wünschenswert. Gleichzeitig wurde der Bestand überprüft. So sollen sukzessive defekte Bänke durch Bankspenden ersetzt werden. Zu den ersten Spendern gehören die Volksbank Ascheberg-Herbern, die Sparkasse Münsterland Ost und die Wolfgang-Tietze-Stiftung. Der Heimatverein hofft auf weitere Spender. Die Bänke stehen stabil auf einem VA-Gestell, werden von dem bewährten Bankbauer Bernhard Schriever aus Capelle hergestellt und kosten ungefähr 250 Euro. Der Heimatverein schätzt sich glücklich, noch über eigene Holzbestände zu verfügen. Eichen an den Ruhebänken auf Westerwinkel sind übrigens vom Eichenprozessionspinner befallen. Vom Heimatverein wurden Warnschilder angebracht.

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