Antrag der Fraktion zur Ratssitzung
CDU für verstärkte Klimaoffensive

Ascheberg -

Die CDU-Fraktion meldet sich mit einem Antrag zum Klima- und Umweltschutz zu Wort.

Dienstag, 25.06.2019, 20:00 Uhr
Das „blühende Ascheberg“ tut sich auch im zweiten Jahr schwer, wie ein Blick auf die gemeindlich ausgewählte Startfläche an der Frenkstiege zeigt.
Das „blühende Ascheberg“ tut sich auch im zweiten Jahr schwer, wie ein Blick auf die gemeindlich ausgewählte Startfläche an der Frenkstiege zeigt. Foto: hbm

Die CDU-Fraktion meldet sich mit einem Antrag zum Klima- und Umweltschutz zu Wort. In der nächsten Ratssitzung soll der Bürgermeister beauftragt werden, das integrierte Klimaschutzkonzept der Gemeinde Ascheberg auf Basis des aktuellen Status Quo fortzuschreiben und um den Bereich Umweltschutz zu erweitern. Die Bevölkerung soll durch regelmäßige Klima- und Umweltschutzforen zu unterschiedlichen Teilaspekten aktiv beteiligt werden. Daraus könnten sich Impulse ergeben, mit denen das Klima- und Umweltschutzkonzept weiterentwickelt werden kann. Dr. Bert Risthaus soll mit Kollegen aus dem Kreis das Programm für „Artenvielfalt“ erweitern. Vorbild könnte das Projekt 8Plus-vutal.nrw aus dem Nachbarkreis Warendorf sein, gerne dürften es auch andere Fördermöglichkeiten sein. Es wird eine unabhängige Beratung zu regenerativen Energien angeregt. Schlussendlich sollt der Bürgermeister die Themen besser verkaufen: „Die Öffentlichkeitsarbeit in diesem Punkt ist zu verstärken, auch unter Nutzung der ‚neuen‘ Medien. Dazu gehört für uns auch das Beifügen von zum Beispiel Flyern bei gemeindlicher Post.“

„Für die CDU-Fraktion ist es nicht zielführend, den Klimanotstand auszurufen. Bei allen Entscheidungen der Gemeinde müssen wir den Klimaschutz wesentlich berücksichtigen. Das ist für uns als CDU selbstverständlich. Aus diesem Grunde befürworten wir einen systemischen Ansatz, um eine verstärkte Klimaoffensive umzusetzen“, begründet Fraktionssprecher Ludger Wobbe den Antrag. Ziel des Antrags sei eine größere Klima-Robustheit der Gemeinde. Die „Schöpfung zu bewahren“ sei für die CDU immer Auftrag und Verpflichtung.

Wobbe verweist in dem Antrag auf Initiativen und Anträge in den vergangenen Jahren hin: Die CDU habe im Umweltausschuss „Ascheberg blüht“ zur Förderung der Artenvielfalt beantragt, Vorschläge für einen besseren öffentlichen Personennahverkehrs in der Gemeinde gemacht, weitere Wohnbaupotenziale durch Nachverdichtung von älteren Wohngebieten geschaffen, zusätzliche Radwege (Bürgerradweg zum Bahnhof Mersch in Herbern und Radweg an der Nordkirchener Straße in Ascheberg) gefordert. Sie habe den Beitritt der Gemeinde zum Trägerverein des Biologischen Zentrums in Lüdinghausen und die Einführung des Olfener Modells bei der Beförderung von Schülern beantragt. Solarbürgeranlagen auf gemeindeeigenen Dächern seien zusammen mit der UWG auf den Weg gebracht worden. Wobbe verweist auf zahlreiche Infoveranstaltungen zu diesem Themenbereich und den seit über 20 Jahren von der CDU organisierten Warentauschtag als Gegenentwurf zur Wegwerfgesellschaft und im Sinne von Nachhaltigkeit.

Weiterhin zu nennen sei die gemeindliche Unterstützung des SV Herbern bei der Umrüstung des Fluchtlichts auf LED-Technik; ebenso die energetische Sanierung nahezu aller gemeindeeigenen Gebäude in den letzten Jahren, bis zur Erneuerung der Heizungsanlage im Schwimmbad in Herbern.

Aber auch bauliche Aktivitäten wie die Deipe Wiese in Davensberg oder das neue vergrößerte Regenrückhaltebecken an dem neuen Gewerbegebiet Südkamp in Herbern seien in diesem Sinne zu betrachten.

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