Benefizkonzert der White Sox auf dem Hof St. Georg
Gänsehaut trotz „Africa“-Hitze

Ascheberg -

Auf ein großes Echo stieß das Benefizkonzert der White Sox zugunsten des Sozialwerkes St. Georg. Rund 400 Gäste erlebten ein hochklassiges und vielfältiges Programm, das Gänsehautmomente bescherte trotz Hitze.

Sonntag, 30.06.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 30.06.2019, 19:56 Uhr
Die „White Sox“ sangen am Samstag für die guten Zweck: Der Erlös ihres gut gesuchten Benefizkonzerts kommt der Stiftung Sozialwerk St. Georg zugute.
Die „White Sox“ sangen am Samstag für die guten Zweck: Der Erlös ihres gut gesuchten Benefizkonzerts kommt der Stiftung Sozialwerk St. Georg zugute. Foto: Nicole Klein-Weiland

. In der Reithalle St. Georg regnet es. Das Wasser rauscht und plätschert, die Tropfen perlen. Allerdings gibt es das ersehnte Nass nur akustisch. Die „White Sox“ lassen mit Händereiben und Schnipsen das Geräusch von Regen entstehen. Was der Ascheberger Herrenchor anschließend besingt, hätte in seinem Benefizkonzert für die Stiftung Sozialwerk St. Georg am Samstag temperaturtechnisch kaum treffender sein können: „Africa“.

„Das ist eine wirklich großzügige Tat, die sie hier vollbringen“, lobt Johannes Wilhelm Feller, der Regionalleiter des Kreises Coesfeld des Sozialwerks St. Georg die „White Sox“, „aber es wird bestimmt schweißtreibend“. Er sollte Recht behalten.

Das ist eine wirklich großzügige Tat, die Sie hier vollbringen.

Johannes Wilhelm Feller an die Sänger gerichtet

„Licht aus, Ton an“, hieß es am Samstag dort, wo sonst die Therapiepferde mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ihre Runden drehen. Über 400 Musikfreunde waren in die Reithalle des Bauernhofs St. Georg gekommen, um das Programm der weiß besockten Herren zu erleben. Mit einem bunten Mix von Rammstein über Bryan Adams bis zu Hubert von Goisern begeisterten die rund 30 Sänger das Publikum mit klangvollen und aufwändigen Arrangements, die zum Teil sogar aus den eigenen Reihen stammen. Dass der Chor unter Leitung von Uli Böckmann stimmlich einiges zu bieten hat, wird auch bei den Solisten deutlich: Da tanzt mit Jürgen Pitzer ein gut gelaunter „King Louie“ aus dem Dschungelbuch durch die Zuschauerreihen, kann sich Ulrich Heppner nicht zwischen „Bauch und Kopf“ entscheiden und Luca Stellmacher lässt Johannes Oerdings „Für immer ab jetzt“ unter die Haut gehen. Für Gänsehautmomente sorgt auch das Vokalensemble „Black Hats“ aus den Reihen der Chormitglieder. „Dass wir Sieben hier ein Quartett bilden, dürfte offensichtlich sein“, erklärte Martin Weiland, der als Conférencier launig durch das Programm führte und das Publikum immer wieder zum Schmunzeln brachte.

Totos „Africa“ passt zur afrikanischen Temperaturen

Die „White Sox Band“ ergänzte das Chorprogramm um rockige Töne, unter anderem mit einer originellen Version des Hits „Wake me up“. Außergewöhnlich kam auch das abschließende „Africa“ von Toto daher, bei dem Chor und Band erstmals gemeinsam auf der Bühne standen. Insbesondere das Intro durch Bodypercussion begeisterte die Zuschauer, die sich nach dem Konzert mit anhaltendem stehendem Applaus noch mehrere Zugaben erklatschten.

Das Konzert in der Reithalle war sehr gut besucht.

Das Konzert in der Reithalle war sehr gut besucht. Foto: Nicole Klein-Weiland

Auch Jörg Stratmann, Fachleiter und Prokurist auf dem Bauernhof St. Georg, ist erklärter Fan der „White Sox“. Er freut sich über einen gelungenen Abend, bei dem Klienten, Mitarbeiter und Ehrenamtliche des Sozialwerks St. Georgs tatkräftig mitgeholfen und sich bei Organisation und Bewirtung als gute Gastgeber gezeigt haben.

So ist es mehr als schlüssig, dass der Erlös des Benefizkonzert direkt vor Ort ankommen und in neue Projekte investiert werden soll, wie Vorstandsvorsitzender Dieter Czogalla versichert. Ein gelungenes Beispiel gelebter Inklusion, das laut Jörg Stratmann einer Wiederholung bedarf: „Ich würde es sofort nochmal machen, weil das Miteinander so prima funktioniert hat.“

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