Reanimation in der Profilschule
Schüler bauen Hemmungen ab

Ascheberg -

„Ganz schön anstrengend!“, keuchten die Profilschüler der Klassen fünf bis acht am Mittwoch. Aber sie verloren ihre Scheu.

Donnerstag, 04.07.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 04.07.2019, 17:04 Uhr
In rund 30 Minuten wurden die Profilschüler mit der Reanimation verrauter gemacht.
In rund 30 Minuten wurden die Profilschüler mit der Reanimation verrauter gemacht. Foto: gkem

„Ganz schön anstrengend!“, keuchten die Profilschüler der Klassen fünf bis acht am Mittwoch. Im Takt des Liedes „Stay‘n alive“ übten sie die Reanimation von Menschen an Puppen. Dabei kamen sie unter der Leitung des Jugendrotkreuzes, der Schulsanitäter und der Lehrer ganz schön ins schwitzen.

Anlässlich der Woche der Wiederbelebung und des Tages der Ersten Hilfe, fand in Kooperation mit der Betriebskrankenkasse und dem Ministerium für Schule und Bildung, das Modellprojekt „Laienreanimation“ an Schulen in Nordrhein-Westfalen statt. Das Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern die Hemmungen vor Hilfeleistung zu nehmen.

Jährlich sind über 50 000 Menschen in Deutschland von Herzstillstand außerhalb des Krankenhauses, im normalen Alltag betroffen. Nur zehn Prozent überleben. Wer also die Reanimation beherrscht, kann die Überlebenschance bis zum Eintreffen professioneller Hilfe um bis zu 25 Prozent steigern.

„Man lernt es schnell und es ist einfach“, sagt Aby Schmitt aus der fünften Klasse. Sie empfiehlt nach der 30-minütigen Aktion, die gezeigt hat, wie unkompliziert und praktisch das Wissen anzuwenden ist: Hemmungen überwinden, und Leben retten!

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