Ehrenamtskarte wird eingeführt
Kleine Karte würdigt großes Engagement

Ascheberg -

Den fleißigsten Ehrenamtlern in der Gemeinde Ascheberg steht der Zugriff auf 4400 Vorteile offen. Denn so viele Angebote sind bei der Ehrenamtskarte landesweit hinterlegt.

Donnerstag, 11.07.2019, 17:32 Uhr aktualisiert: 12.07.2019, 15:51 Uhr
Bürgermeister Dr. Bert Risthaus und Andreas Kersting unterzeichneten den Vertrag. Martin Bußkamp, Thomas Stohldreier und Simone Böhnisch kümmern sich ums Einführen der Ehrenamtskarte.
Bürgermeister Dr. Bert Risthaus und Andreas Kersting unterzeichneten den Vertrag. Martin Bußkamp, Thomas Stohldreier und Simone Böhnisch kümmern sich ums Einführen der Ehrenamtskarte. Foto: Theo Heitbaum

Den fleißigsten Ehrenamtlern in der Gemeinde Ascheberg steht der Zugriff auf 4400 Vorteile offen. Denn so viele Angebote sind bei der Ehrenamtskarte landesweit hinterlegt. Mit ihren Unterschriften besiegelten Bürgermeister Dr. Bert Risthaus und Andreas Kersting , Referatsleiter in der Staatskanzlei, gestern den Beitritt der Gemeinde Ascheberg zu dem besonderen Dankeschön für Ehrenamtler. Ascheberg ist die 263. von 396 NRW-Kommunen, die bei dem 2008 gestarteten Angebot mitmachen, nach Lüdinghausen aber erst die zweite Gemeinde im Kreis Coesfeld. „Ich hoffe, dass weitere Städte und Gemeinden dem Ascheberger Beispiel folgen, denn das gelungene Projekt dankt Menschen, ohne deren Einsatz die Gesellschaft ärmer wäre“, erklärte Kersting. Das Land unterstütze die Ehrenamtskarte beim Einführen in den Kommunen mit einer Finanzspritze. Dazu geselle sich zwei Mal im Jahr ein Austausch in Düsseldorf.

Die Ehrenamtskarte bietet Vorteile, die sich in Euro und Cent ausdrücken lassen. Viel wichtiger, so Kersting, sei den meisten Inhabern aber die damit verbundene Wertschätzung. Diese müsse sich nicht auf das Einräumen finanzieller Vorteile beschränken. Im Ruhrgebiet bekoche ein Bürgermeister Inhaber der Ehrenamtskarte. Werne, Lünen, Selm und Lüdinghausen hätten sich zusammen getan, um beispielsweise eine Tour in ein Fußballstadion anzubieten. Kreativ könne man auch bei der Ausgabe der Karten sein. Sie müssten nicht per Post verschickt werden. Insgesamt, so Kersting, seien der Fantasie beim Würdigen des Ehrenamtes keine Grenzen gesetzt.

Wichtiges zur Ehrenamtskarte

► Die Ehrenamtskarte erhält, wer über zwei Jahre mindestens 250 Stunden im Jahr oder fünf Stunden in der Woche ehrenamtlich und unentgeltlich arbeitet. Juleica-Card Inhaber müssen ein Jahr mit 250 Stunden nachweisen.► Der Antrag ist bei Ascheberg Marketing, im Bürgeramt des Rathauses, im Bürgeramt Herbern und im Internet (www.ascheberg.de) zu bekommen. Ausgefüllt ist er bei den drei Anlaufpunkten abzugeben.► Die Ehrenamtskarte gilt für drei Jahre und kann verlängert werden.► Ansprechpartner für Ehrenamtler ist Martin Bußkamp, Ascheberg Marketing am Katharinenplatz (‘ 0 25 93/ 63 24).► Wirtschaftsförderin Simone Böhnisch kümmert sich um Unternehmen, die mitmachen möchten (‘ 0 25 93/ 6 09 11 10).

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„Ich war zuerst skeptisch“, bekannte Risthaus. Nach dem ersten Feedback aus den Vereinen ist die Sorge verflogen. Gesehen werde dort in erster Linie das „Wert schätzen“.

Dankbar ist die Gemeinde den Unternehmen, die sich mit Aktionen beteiligen. Betriebe können jederzeit ein- und aussteigen. Reizvoll findet Fachbereichsleiter Thomas Stohldreier die Tatsache, dass auch Münster mitmacht und Ascheberger nun Zugriff auf Vorteile im Oberzentrum haben.

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