Vierfacher Nachwuchs in der Emmerbachaue
Erste Ausflüge der Jungstörche

Davensberg -

Tragen die Weißstörche in der Emmerbachaue bei Davensberg Ringe? Nach einem Fernsehbeitrag wurde die Frage gleich mehrfach in der WN-Redaktion gestellt. Ein Blick auf die Storchenfüße und ein Anruf beim Experten geben die Antwort.

Freitag, 12.07.2019, 20:00 Uhr
Der Nachwuchs in der Emmerbachaue.
Der Nachwuchs in der Emmerbachaue. Foto: Heitbaum

Die Störche in der Emmerbachaue bei Davensberg haben in diesem Jahr so viel Nachwuchs groß gezogen wie in den ersten beiden Jahren zusammen. Jetzt lässt sich erkennen, dass vier Jungstörche in dem Horst sind. Ein Trio ist in dieser Woche flügge geworden. Nach einem Fernsehbeitrag flog die Adebar-Familie quasi in der WN-Redaktion vorbei. Gefragt wurde, ob die Störche in der Davert beringt worden sind.

„Der Bruterfolg wird jedes Jahr dokumentiert, aber bisher sind noch keine Störche beringt worden“, berichtet Andreas Beulting von der NABU-Naturschutzstation Münsterland , die das Beweidungsprojekt am Klosterholz betreut. Michael Tillmann von der Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorch erklärt, warum das nicht passiert: „Das Beringen darf nicht Jedermann vornehmen, dafür braucht es eine staatliche Erlaubnis.“ In Nordrhein-Westfalen gebe es nur eine Person, die diese Aufgabe übernimmt. Bei weit über 350 Paaren, die in NRW registriert worden sind, sei das nicht leistbar. Zudem sei der logistische Aufwand nicht zu unterschützen: „Es muss jemand geben, der einen Hubsteiger zur Verfügung stellt und bezahlt. In Einzelfällen reicht eine Leiter der Feuerwehr.“

Erste Ausflüge der Jungstörche in der Davert

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  • Vier Jungstörche sind in der Emmerbachaue zu Hause.

    Foto: Heitbaum
  • Beim Füttern durch die Elterntiere sieht es nach Tohuwabohu aus.

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  • Der Nachwuchs futtern, das Elternteil ist zufrieden.

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  • Nach dem Abendessen ist Zeit für einen Ausflug

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  • Der erste Nachwuchsstorch auf dem Weg zur Wasserstelle in der Emmerbachaue

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  • Der erste Nachwuchsstorch auf dem Weg zur Wasserstelle in der Emmerbachaue

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  • Der erste Nachwuchsstorch auf dem Weg zur Wasserstelle in der Emmerbachaue

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  • Zwei Kollegen folgen

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  • Die Jungstörche teilen sich den Platz mit Reihern und Gänsen

    Foto: Heitbaum
  • Die Jungstörche teilen sich den Platz mit Reihern und Gänsen

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  • Der erste Nachwuchsstorch kehrt zurück ins Horst, wo ein Vogel sitzen geblieben ist

    Foto: Heitbaum
  • Der erste Nachwuchsstorch kehrt zurück ins Horst, wo ein Vogel sitzen geblieben ist

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  • Der erste Nachwuchsstorch kehrt zurück ins Horst, wo ein Vogel sitzen geblieben ist

    Foto: Heitbaum
  • Der erste Nachwuchsstorch kehrt zurück ins Horst, wo ein Vogel sitzen geblieben ist

    Foto: Heitbaum
  • Der erste Nachwuchsstorch kehrt zurück ins Horst, wo ein Vogel sitzen geblieben ist

    Foto: Heitbaum
  • Der erste Nachwuchsstorch kehrt zurück ins Horst, wo ein Vogel sitzen geblieben ist

    Foto: Heitbaum
  • Der erste Nachwuchsstorch kehrt zurück ins Horst, wo ein Vogel sitzen geblieben ist

    Foto: Heitbaum
  • Nummer zwei landet

    Foto: Heitbaum
  • . . . und Nummer drei ist nicht weit

    Foto: Heitbaum
  • . . . und Nummer drei ist nicht weit

    Foto: Heitbaum
  • . . . und Nummer drei ist nicht weit

    Foto: Heitbaum

Aus Forschungsgründen sei es nicht nötig, Störche großflächig zu beringen. Es sei mehr eine Aktion für die Öffentlichkeitsarbeit, wenn man etwa sagen könne, dass ein Dorfstorch gerade in Spanien sei. Das fördere das ohnehin schon große Interesse an den Tieren.

Die Entwicklung bei den Störchen ist auch für den Experten überraschend: „Vor 30 Jahren gab es ganze drei Brutpaare in Nordrhein-Westfalen. Damals war nicht zu erwartet, dass es einmal so viele sein werden. Ein Hauptgrund ist, dass viele im Winter in Spanien bleiben.“

Dass in der Emmerbachaue dieses Jahr vier Tiere groß gezogen wurden, überrascht Tillmann nicht: „Wir haben einen sehr guten Bruterfolg, weil wir ein ausgesprochenes Mäusejahr haben. Außerdem muss der Mai gut gewesen sein. Dort werden für die jungen Störche vor allen Dingen Regenwürmer benötigt.“ Und es ist bei Störchen tatsächlich das Nahrungsangebot und nicht die Zahl der gelegten Eier, die für den Bruterfolg ausschlaggebend sind. „Die Eltern entscheiden, für wie viele Jungstörche das Nahrungsangebot reicht. Wenn sie das Gefühl haben, den gesamten Nachwuchs nicht versorgen zu können, wird der kleinste Storch aus dem Nest herausgeschmissen.“ Tillmann, der die Störche im münsterischen Zoo betreut und auch sonst in der Region unterwegs ist, hat in diesem Jahr wenig rausgeworfene Störche gefunden, was ihn auf ausreichend Futter schließen lässt.

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