Sozialwerk stellt INTZeit-Arbeit vor
Inklusion im Arbeitsalltag

Ascheberg -

INTZeit-Arbeit nennt sich eine neue Firma, die rund um Haus und Garten aktiv wird. Entstanden ist die gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) unter dem Dach des Sozialwerkes St. Georg.

Samstag, 20.07.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 21.07.2019, 10:50 Uhr
Das Beseitigen von Nestern des Eichenprozessionsspinners ist eine Aufgabe, die INTZeit-Arbeit übernimmt.
Das Beseitigen von Nestern des Eichenprozessionsspinners ist eine Aufgabe, die INTZeit-Arbeit übernimmt. Foto: hbm

Ihr ist es in den Regionen Ruhrgebiet und Sauerland bereits gelungen, Menschen mit schweren Handicaps oder Assistenzbedarf in den ersten Arbeitsmarkt zu bekommen. Jetzt geht INTZeit-Arbeit auch in Westfalen-Nord an den Start. Bereichsleiter ist Jörg Stratmann , der das Projekt seit einem Jahr vorbereitet hat.

Im Firmennamen steht das INT nicht nur für Integration. Es ist auch die Aufgabe Menschen mit und ohne Behinderung in gemeinsamen Teams zu beschäftigen. „Wir müssen und wollen eine Quote von 40 bis 50 Prozent bei der Anstellung von Menschen mit Schwerbehinderung erreichen“, macht Stratmann klar.

Bei der Präsentation waren (kl. Bild v.l.) dabei: Michael Henkies, Dennis Terbüchte und Bereichsleiter Jörg Stratmann

Bei der Präsentation waren (kl. Bild v.l.) dabei: Michael Henkies, Dennis Terbüchte und Bereichsleiter Jörg Stratmann Foto: hbm

Erster Mitarbeiter im Bereich Nord ist Gebäudereinigermeister Michael Henkies , der schon vier Jahre für INTZeit-Arbeit im Einsatz ist, und nun den Aufbau im Norden maßgeblich begleiten wird. Mit Dennis Terbüchte ist ein erster Praktikant an seiner Seite, der bisher bei den Caritas-Werkstätten in Nordkirchen beschäftigt war und einen ausgelagerten Arbeitsplatz auf dem Bauernhof St. Georg hatte. Ihm winkt zum 1. September ein fester Arbeitsplatz.

Stratmann greift beim Aufbau der Firma im Norden auf die vielfältigen Erfahrungen in den anderen beiden Bereichen des Sozialwerkes zurück. Der LWL fördert das Projekt. Der Austausch mit dem Integrationsfachdienst des Kreises Coesfeld, so Stratmann, laufe gut. Denn es bleibt im Hintergrund immer genug zu tun. Wenn Terbüchte etwa vom Praktikant zur fest angestellten Arbeitskraft wird, ist der Wechsel vom Werkstattbereich in den anerkannten Inklusionsbetrieb förderfähig.

Die 228 Mitarbeiter in Ruhrgebiet und Sauerland sind in den Sparten Gebäudereinigung, Garten- und Landschaftspflege, Elektroservice, Gastronomie, Hotellerie, Maler- und Hausmeisterservice und Einzelhandel im Einsatz. Diese Sparten sollen auch im Norden sukzessive besetzt werden. Zum 1. August wird eine Elektrofachkraft eingestellt, die befähigt ist, elektrische Geräte nach der DGUV zu prüfen.

Arbeit finden die Mitarbeiter des neuen Unternehmens einerseits in Einrichtungen des Sozialwerkes. So berichtet Stratmann, dass im September die erste große Bewährungsprobe bevorsteht: „Wir übernehmen die Baustellenendreinigung des Haus Daverts“. Genauso gerne übernimmt das Unternehmen auswärtige Aufträge. Darauf zielt der Elektroservice. Das ist auch die Absicht bei den Gebäudereinigern. So ist Michael Henkies ausgebildeter Schädlingsbekämpfer. Bei der Präsentation des Unternehmens zeigte er gemeinsam mit Terbüchte, dass sie fürs Beseitigen des Eichenprozessionsspinners geordert werden können. „Wir führen Gespräche mit diversen Firmen und weiteren Personen“, blickt Stratmann zuversichtlich nach vorne. Punkten kann er mit einem Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent. Volle Auftragsbücher sind die Basis dafür, möglichst viele Menschen zu beschäftigen.

Zum Thema

Das Unternehmen stellt sich am Sonntag (21. Juli) ab 11 Uhr mit einem Stand beim Schleppertag auf dem Bauernhof St. Georg in der Osterbauer vor.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6790293?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F
Nachts sind alle Roller grün
Nachhaltige Idee – (noch) nicht nachhaltig umgesetzt: Die E-Scooter werden noch mit Diesel-Fahrzeugen transportiert. Wilfried Gerharz
Nachrichten-Ticker