Schützenbruderschaft St. Katharina
Einen Imperator wird es nicht geben

Ascheberg -

„Imperator!“ Der Schützensommer hat einen Titel geboren, den es bisher in der Gemeinde noch nicht gab.

Donnerstag, 22.08.2019, 18:00 Uhr
Bernhard und Elisabeth Riemann grüßten vor 25 Jahren als Kaiserpaar, hier auf den letzten Metern beim Fest im Jahr 1995.
Bernhard und Elisabeth Riemann grüßten vor 25 Jahren als Kaiserpaar, hier auf den letzten Metern beim Fest im Jahr 1995. Foto: WN-Archiv

„Imperator!“ Der Schützensommer hat einen Titel geboren, den es bisher in der Gemeinde noch nicht gab. Norbert Rüschenschmidt hat ihn nach seinem dritten Streich an der Vogelstange bei den Bürgerschützen erhalten. Beim Blick in die Annalen der Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal bietet sich der Gedanke an, dass es nach einem Vierteljahr schon den zweiten Imperator im Dorf geben könnte. Schließlich kommen Majestäten nach 25 Jahren manchmal auf die Idee, es noch einmal zu tun. Und 1994 findet sich auf der Liste der gekrönten Schützenhäupter Kaiser Bernhard Riemann . Er ist der einzige Berg und Taler, der bisher Kaiser war, denn Alfred Kneilmann hatte diesen Titel als Kolpingbruder geholt.

Riemann greift den kleinen Flachs gleich auf und scherzt: „Meine Frau Elisabeth hat schon gesagt, ich müsste mir dann eine neue Frau suchen.“ Oder kurzum: Der Jubelkaiser steht als Imperator nicht zur Verfügung.

So ähnlich ist Riemann allerdings schon 1994 zum Schützenfest gegangen. Fünf Jahre vorher hatte er den Vogel ein erstes Mal von der Stange geholt und ein wunderbares Königsjahr genossen. Als es dann 60 Monate später hieß, „wir stellen uns in einer Reihe an“, war auch Bernhard Riemann dabei: „Der Vogel war schon arg gerupft, aber ich wollte ihn natürlich nicht abschießen und habe nicht damit gerechnet, dass er fällt. Und dann hängt er einem plötzlich an den Ohren.“

Die Begeisterung der Königin, die mit ihm zur Kaiserin wurde, hielt sich in Grenzen, oder wie es Riemann korrekt formuliert: „Sie war überhaupt nicht begeistert.“ Am Ende gehörte aber auch das unverhoffte und ungewollte Kaiserjahr zu den schönen Erinnerungen: „Wir haben mit dem Hofstaat viel Spaß gehabt.“

Riemann ist der Schützenbruderschaft heute noch eng verbunden. Er organisiert die Besuche von Geburtstagskindern und Jubilaren genauso wie die Anteilnahme des Vereins bei Trauerfällen. Zwischenzeitlich war er auch einmal zweiter Brudermeister, „weil es kein anderer machen wollte“. Bernhard Riemann ist also niemand, der sich drückt. Aber Imperator? Da winkt der Jubelkaiser ab.

Aber wer könnte es heute nach dem Antreten um 16 Uhr und dem Marsch zum Suerbusch machen? In der Königshistorie fällt der Blick weiter unten wieder auf den Namen Riemann. Bernhards Sohn Thomas war bei den Jungschützen 2006 König und 2010 Kaiser. Bei der Erwachsenen würde er allerdings kaum Imperator genannt. . .

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