Angebot des Seniorenbeirates wird gut angenommen
Sicherheitstipps für Pedelec-Fahrer

Ascheberg -

Ein tragisches Unglück hat die Pedelec-Fahrer sensibilisiert. Ein Ratschlag-Nachmittag des Seniorenbeirats war entsprechend gut besucht.

Donnerstag, 22.08.2019, 19:00 Uhr
Die Vor- und Nachteile des Aufsteigens von rechts auf ein Pedelec wurden in großer Runde diskutiert. Insbesondere der Fahrradständer sorgte für Diskussionsstoff. Karl-Heinz Bartsch, hier bei der Bremsprobe, hatte den Pedelec-Nachmittag für den Seniorenbeirat organisiert.
Die Vor- und Nachteile des Aufsteigens von rechts auf ein Pedelec wurden in großer Runde diskutiert. Insbesondere der Fahrradständer sorgte für Diskussionsstoff. Karl-Heinz Bartsch, hier bei der Bremsprobe, hatte den Pedelec-Nachmittag für den Seniorenbeirat organisiert. Foto: hbm

Was passiert, wenn das Fahrrad plötzlich schwerer wird, es mit seiner Elektrohilfe aber locker zehn Stundenkilometer schneller ist als der alte Drahtesel? Wer sich daraufsetzt, im dichten Verkehr in die Pedale tritt und den Fahrwind rund ums Gesicht genießt, lebt gefährlich. „Wer ein Pedelec fährt, sollte einen Helm tragen. Er muss es nicht, aber wir als Polizei empfehlen das“, erklärte Peter Emming , Verkehrssicherheitsberater der Polizei im Kreis Coesfeld. Bei einer Veranstaltung des Seniorenbeirates der Gemeinde Ascheberg sprach er sich auch für das Tragen einer Warnweste aus. Das steht für die Devise „Sicherheit durch Sichtbarkeit“. Dritter Ratschlag des Sicherheitsexperten: „Nach dem Kauf eines Pedelec heißt es üben, üben, üben. Wenn es möglich ist, zuerst auf Strecken, die wenig befahren sind.“

Veranstaltungsanfragen, wie für diesen Nachmittag in Ascheberg, gehen bei den Verkehrssicherheitsberatern des Kreises immer öfter ein. Mit mehr Pedelecs steigen auch die Unfälle mit den elektrounterstützten Rädern. Das tragische Unglück vor der Herberner Apotheke hat auch in der Gemeinde Pedelec-Fahrer sensibilisiert. So wurde zu Beginn die Gefahr gezeigt, wenn überraschend die Tür eines parkenden Autos geöffnet wird. Erst ein Abstand von 1,50 Metern behelligt einen Zweiradfahrer kaum. „Das bekomme ich auf der Sandstraße aber nur schwer hin“, berichtete Karl-Heinz Bartsch, Vorsitzender des Seniorenbeirates.

Ein Plädoyer für den Helm

Helm oder kein Helm? Für den Herberner Hubert Schulz ist das keine Frage: Er fährt nur mit Helm und ist froh über diese Entscheidung. Ganz besonders seit Montagabend.„Ich war mit den E-Bikern des SV Herbern unterwegs. Wir sind in Richtung Bockum-Hövel gefahren. Dabei bin ich auf die Bankette gekommen. Da gab es kein zurück mehr und ich bin gestürzt“, berichtete er gestern. Die „Straßenflechte“ am Unterarm ist dabei deutlich zu sehen. Schulz hat aber auch einen neongelben Helm mitgebracht, gerade neu gekauft. Er war am Montag sein Schutzengel. Ein Riss im Frontbereich zeigt deutlich auf, das es beim Sturz heftiger zugegangen ist. Der Helm ist kaputt. Aber Schulz denkt nicht darüber nach, dass er schon wieder einen neuen Schutz kaufen muss: „Der Kopf ist beim Unfall heil geblieben. Ohne Helm wäre ich vermutlich im Krankenhaus.“

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Auf einem kleinen Parcours, der auf dem Schulhof der Lambertusschule ausgebaut war, durften die Gäste eine Runde drehen. Dazu wurde eine Bremsprobe absolviert.

Karl-Heinz Bartsch

Karl-Heinz Bartsch Foto: hbm

Heinz Frye vom gleichnamigen Fahrradhof und Nadia Hölscher vom Zweiradgeschäft aus Herbern informierten über Pedelecs. So sprach der Ascheberger einen Fehler an, den auch Teilnehmerinnen gestern Nachmittag einräumten. Sie fahren nur im sechsten Gang. Mit der Elektrohilfe schaffen sie das auch beim Anfahren schon. Das, so der Experte, koste viel Elektro-Energie. Man solle auf jeden Fall runterschalten. Zudem sprach er sich für das Nutzen eines Spiegels aus. Das Kopfnicken in der Runde war bei diesem Ratschlag groß. In Gesprächen und mit Hilfe von Flyern wurden viele Fragen beantwortet.

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