Anekdoten aus der Geschichte des Sportvereins
Vom Hochzeitswalzer zum Kicken

Herbern -

100 Jahre SV Herbern, das sind Siege, Niederlagen, Meisterschaften und Abstiege; das sind auch unzählige Menschen, die sich ehrenamtlich engagiert haben. Und Anekdoten.

Dienstag, 27.08.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 28.08.2019, 11:02 Uhr
Meister 1965 (v.l.) Bernhard Hörsting sen., Karl Strunk, Heribert Nienhaus, Theo Krampe, Bernhard Hörsting jun., Franz Krampe, Willi Holtrup, Ludger Esbeck, Rudi Wenner, Alfons Große Budde, Wolfgang Jahnke, Kurt Nägeler, Heinz Berger. Fußballer 1948v. l. August Harnacke, Albert Harnacke E. Bunge J. Gesenhoff H. Frigge, F. Pordkowski, K. Sprenger, Kuno Doritz Th. Lettmann, H. Reher, H. Närdemann, M. Ogonek, H. Harnacke.
Meister 1965 (v.l.) Bernhard Hörsting sen., Karl Strunk, Heribert Nienhaus, Theo Krampe, Bernhard Hörsting jun., Franz Krampe, Willi Holtrup, Ludger Esbeck, Rudi Wenner, Alfons Große Budde, Wolfgang Jahnke, Kurt Nägeler, Heinz Berger. Fußballer 1948v. l. August Harnacke, Albert Harnacke E. Bunge J. Gesenhoff H. Frigge, F. Pordkowski, K. Sprenger, Kuno Doritz Th. Lettmann, H. Reher, H. Närdemann, M. Ogonek, H. Harnacke. Foto: SVH

100 Jahre SV Herbern, das sind Siege, Niederlagen, Meisterschaften und Abstiege; das sind auch unzählige Menschen, die sich ehrenamtlich engagiert haben. Alles das ist nachzulesen in der 200-Seiten starken Chronik des Vereins, die ab Donnerstagabend für 15 Euro verkauft wird. Dort hat Werner Storksberger auch eine Anekdoten-Rubrik befüllt. Hier sind einige Appetithappen.

► Wesselmann oder Tergeist? „Gefühlt“ war die Gaststätte Tergeist an der Altenhammstraße immer schon die Heimat des SV Herbern, gegründet wurde der Club allerdings in der Gaststätte Wesselmann am Kirchplatz. Doch zur „Heimat“ sollte das Lokal nicht werden. Als die Fußballer nämlich erstmals in Sportkleidung die Gaststätte verlassen wollten, gab es Ärger mit dem Vereinswirt. Er untersagte den Spielern, die sich im Saal über der Brauerei umzogen, die Gaststätte in „diesem Aufzug“ zu betreten. Die Differenzen zwischen Wirt und Verein konnten nicht überbrückt werden. Die Konsequenz: Im Herbst erfolgte der Umzug zur Gaststätte Tergeist.

Fast Oberligist: Die Volleyballer

Fast Oberligist: Die Volleyballer Foto: SVH

► „Herberner Sportspielverein Fußballclub Deutsche Eiche“ lautete der Name des Clubs zur Gründung. Im Jahre 1921 wurde der Name gleich zwei Mal geändert. Zunächst hieß er „Sport Verein Herbern 1919“, dann „SV 1919 Herbern“.

► 1924 nahmen Läufer aus Herbern am internationalen Sportfest im Preußenstadion in Münster teil. Mit dem Fahrrad legten sie den Weg zur Provinzhauptstadt zurück. Dort angekommen stellte Christoph Wessel , der zu den stärksten Läufern Herberns zählte, fest, dass er seine Startkarte zu Hause vergessen hatte. Hermann Hartmann zeigte Teamgeist, schwang sich wieder aufs Fahrrad und holte die Karte aus Herbern. Wessel belegte anschließend im starken Teilnehmerfeld den sechsten Platz.

► Sport hatte in den Gründerjahren längst nicht den Stellenwert wie heute. Kein Wunder, denn der Erste Weltkrieg war gerade erst beendet. Und die gestrengen Sittenwächter sahen es nicht gerade gerne, wenn junge Männer mit kurzen Hosen durchs Dorf rannten. Angeblich mussten die Mannschaften zu Beginn der 1920er Jahre lange weiße Unterhosen tragen, um nicht von mit Handstöcken bewaffneten Zuschauern vom Platz gejagt zu werden.

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► Handys gab es nach dem Krieg noch nicht, Telefonanschlüsse waren Raritäten und vom Internet hatte man noch nicht einmal geträumt. Aber es gab Brieftauben. Zu den Anhängern der Blau-Gelben zählte damals auch Bauunternehmer Heinrich Pettendrup, der gleichzeitig auch Brieftaubenliebhaber war. Er nahm zu den Auswärtsspielen seine Renner mit, befestigte an deren Füßen jeweils Zettelchen mit den Halbzeit- und Endergebnissen und schickte sie auf die Heimreise.

► Manchmal muss man Prioritäten setzen. Das tat auch Albert Harnacke am Tag seiner Hochzeit. Die lief für ihn, seine Braut und die ganze Gesellschaft bis nach dem Mittagessen auch wie geplant. Danach zog sich der Bräutigam jedoch heimlich still und leise zurück. Er hatte noch einen anderen Termin: Er absolvierte ein Meisterschaftsspiel für die Blau-Gelben. Nach dem Sieg kehrte er auf schnellstem Wege zur Feier zurück, wo die Abwesenheit des Fußballers angeblich nicht bemerkt wurde. Übrigens: Mit der frisch angetrauten Ehefrau soll dieser „Seitensprung“ abgesprochen gewesen sein.

► 1974 sicherte sich die Altherren-Elf des SVH den inoffiziellen Titel des Kreismeisters beim Turnier in Seppenrade. Der Erfolg war nicht zuletzt dem Einsatz des Masseurs der Nationalmannschaft aus Zaire zu verdanken. Die Gäste aus Zentralafrika hatten im Rosendorf während der Fußball-WM ihr Hauptquartier aufgeschlagen und hatten für das AH-Turnier nicht nur auf einen Teil des Trainingsprogramms verzichtet. Zum Finale „griff“ auch Ilunga ein: Der Masseur pflegte mehrere lädierte Kicker des SVH für das Finale wieder fit und verhalf ihnen auf diese Weise zum Erfolg. Die SVH-Altherren sicherten sich den Titel in einem dramatischen Finale mit 2:1 gegen Davaria Davensberg.

► Große Verwunderung gab es bei den Gästen aus Rheinsberg beim ersten Besuch in Herbern: Beim Sommerfest auf dem Sportgelände wurde auch nach Stunden noch kaltes Bier serviert. Eine elektrische Getränkekühlung war 1990 in der damaligen DDR noch nicht die Regel.

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