Tag des offenen Denkmals: Spannende Einblicke in Aschebergs Geschichte
Aha-Effekte am laufenden Band

Ascheberg -

Ganz gleich, ob Aufstieg ins Kirchengewölbe, geführte Besichtigung im Dorf oder Besuch im Spieker: Der Tag des offenen Denkmals war facettenreich und bot jede Menge Ein- und Ausblicke in Aschebergs Kunst und Kultur.

Montag, 09.09.2019, 17:52 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 12:37 Uhr
Heinz Becker (2.v.r.) und Winfried Otte (r.) hatten im Spieker zu den unterschiedlichsten Denkmälern und Bildern viel Menge zu erzählen. Nicht nur ältere Semester, sondern auch die jüngere Generation sprach der Tag des offenen Denkmals an.
Heinz Becker (2.v.r.) und Winfried Otte (r.) hatten im Spieker zu den unterschiedlichsten Denkmälern und Bildern viel Menge zu erzählen. Nicht nur ältere Semester, sondern auch die jüngere Generation sprach der Tag des offenen Denkmals an. Foto: Tina Nitsche

„Wow“: Thorsten Stieglitz war am Sonntag richtig begeistert. Denn erstmals hatte er Gelegenheit, die Stufen des Ascheberger Kirchturms zu erklimmen. Steil ging es hinauf und ebenso steil anschließend wieder hinunter. Doch die Mühe hat sich gelohnt: „Diese Aussicht – man konnte fast bis Münster gucken“, schwärmte der Debütant. Der Tag des offenen Denkmals hat Stieglitz sowie vielen anderen diesen „Wow-Effekt“ beschert. Denn im Rahmen der Veranstaltung lud auch das Ascheberger Wahrzeichen, die St. Lambertus Kirche, zur Besichtigung ein. Und dort gab es Einblicke, Ausblicke und vieles mehr.

Möglich machten das Ehrenamtliche, darunter auch Armin Klaverkamp, der die Besucher unermüdlich auf den Kirchturm und wieder hinunter führte und dabei jede Menge über die dreischiffige Hallenkirche zu erzählen wusste. Im Rahmen der Führung gab es auch noch ein Extra-Bonbon. Denn da öffnete sich eine Tür, die ansonsten verschlossen ist. Diejenigen, die dort hindurch gingen, landeten über dem Gewölbe der Kirche. Zahlreiche Balken, riesige Steine, „das ist so ein tolles Erlebnis“, freute sich Maria Hegemann. Zudem hatte Burgis Bultmann über diesen Ort noch so einiges zu erzählen. Denn auf diesem Gewölbe war auch ihr Vater als Junge schon unterwegs. „Und durch das Loch dahinten, da haben er und die anderen Lüköster mal eine weiße Taube in die Kirche fliegen lassen.“

Auch im übrigen Gotteshaus gab es viel zu entdecken. Vor allem das Altarbild von Abraham Bloemart zog die Blicke auf sich – insbesondere als Sonnenstrahlen durch die Fenster fielen. Denn die verliehen der seltenen Darstellung von Christus und den Samaritern ganz besondere Lichtreflexe.

Tag des offenen Denkmals in Ascheberg

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Viele Fotos, diverse hatte Armin Klaverkamp vom Heimatverein beigesteuert, und alte Zeitungsartikel ließen die Besucher innehalten. Sie versanken lesend und schauend in längst vergangene Zeiten. Zwei Kaseln aus rotem Samt waren ein weiteres Highlight in der Kirche, die sich auf außergewöhnliche Weise präsentierte. „Kirche zum Anfassen und Erleben“, bilanzierte eine Besucherin, als sie die Votivgaben näher in Augenschein nahm. Hildegard Kuhlmann konnte ihr einiges dazu erklären.

Das Thema „Moderne Umbrüche in Kunst und Kultur“ zog sich wie ein roter Faden durch den Tag des Denkmals. Der Spieker des Heimatvereins präsentierte sich dabei fast schon als Informationszentrale. Dort erfuhren Jung und Alt Wissenswertes zu den Arbeiten des Ascheberger Bildhauers Friedrich Press. Eines seiner Werke befindet sich mitten im Dorf – „Am Floriansbrunnen“, informierte Barbara Lepping-Piek.

Heinz Becker hatte währenddessen so einiges zum Engeldenkmal an der Steinfurter Straße zu erzählen. Heimatvereinsvorsitzender Hubert Wobbe und sein Stellvertreter Heinz Frenster boten geführte Besichtigungen dorthin. Der große Löwe an der Herberner Straße war ein weiterer Anziehungspunkt. Das Kriegerehrenmal wurde vom Ascheberger Bildhauer Anton Rüller erbaut. So bot der Tag des offenen Denkmals, der in Ascheberg auf die Beine gestellt wurde, spannende Perspektiven auf die Geschichte. Es war eine Veranstaltung, die viele „Aha-Effekte“ barg.

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