Alte Kastanie im Pfarrgarten wird gefällt
Morsche Äste gefährden Sicherheit

Ascheberg -

Die rund 100 Jahre alte Kastanie im Pfarrgarten wird gefällt. Der Baum ist von einem Pilz befallen, so dass die Äste brüchig geworden sind und die Sicherheit der Gartenbesucher gefährden, hieß es auf Anfrage. Ein neuer Baum von „respektabler Größe“ soll im Frühjahr gepflanzt werden.

Freitag, 13.09.2019, 18:12 Uhr
Mitarbeiter des land- und forstwirtschaflichen Betriebes Christian Raters haben am Freitag die Äste vom Stamm der Kastanie entfernt. Die Fällung soll am Samstag (14. September) abgeschlossen werden.
Mitarbeiter des land- und forstwirtschaflichen Betriebes Christian Raters haben am Freitag die Äste vom Stamm der Kastanie entfernt. Die Fällung soll am Samstag (14. September) abgeschlossen werden. Foto: sff

Die Stunden der alten Kastanie im Pfarrgarten von St. Lambertus sind endgültig gezählt. Denn seit Freitagnachmittag läuft die Fällung des mächtigen Baumes. Mitarbeiter des land- und forstwirtschaftlichen Betriebes Christian Raters wurden mit dieser Aufgabe beauftragt.

„Wir haben die Entscheidung schweren Herzens und mit einem weinenden Auge getroffen. Es ist ein Verlust für unsere Kirchengemeinde“, erklärt Burkhard Börger auf Anfrage. Deshalb sei vor dem Beschluss die Meinung der kirchlichen Gremien eingeholt worden, betont der Verwaltungsreferent der Pfarrgemeinde.

Der über 20 Meter hohe Baum leidet an einer Pilzerkrankung, die verhindert, dass der Saft ausreichend in die Äste fließt. Dadurch wird das Holz brüchig. So sind im Frühjahr Äste aus dem Baum herausgebrochen und auf den Boden gefallen. „Ein sehr großer Ast blieb in der Krone hängen. Sobald eine kräftige Böe kommt, hätte die Gefahr bestanden, dass auch er herabstürzt“, sagt Börger. Ein Zurückschneiden des Baumes sei keine dauerhafte Lösung, um Gefährdungen auszuschließen.

Mit Hilfe eines Hubsteigers wurden die ansonsten unzugänglichen Äste angefahren und mit der Motorsäge entfernt.

Mit Hilfe eines Hubsteigers wurden die ansonsten unzugänglichen Äste angefahren und mit der Motorsäge entfernt. Foto: sff

Der Pfarrgarten diene als Versammlungsort für diverse Gruppen und Veranstaltungen – als Nächstes, am 22. September (Sonntag) für den Ehrenamtstag. Vor diesem Hintergrund sei es nicht zu verantworten, dass Besucher gefährdet werden. „Wir haben einen lebendigen Veranstaltungsort, den wir auch lebendig halten wollen. Mit dem latenten Risiko herabstürzender Äste ist das jedoch nicht mehr möglich“, erläutert der Vertreter der Pfarrgemeinde.

Die im Garten entstehende Lücke soll möglichst bald geschlossen werden. Ein neuer, gesunder Baum soll den Stammplatz der kranken Kastanie einnehmen. Angesichts der Trockenheit in diesem und im vergangenen Jahr wird der Nachwuchs wohl nicht schon im Herbst eingesetzt. Erst im Frühjahr 2020 dürfte es so weit sein – sobald bessere Lebensbedingungen für die Vegetation herrschen. „Wir möchten keinen kleinen, sondern einen schönen Baum von respektabler Größe als Schattenspender pflanzen“, stellt der Verwaltungsreferent in Aussicht.

Wie alt genau die mächtige Kastanie ist, war nicht zu erfahren. Doch die Krone dürfte wohl schon seit etwa 100 Jahren gen Himmel streben: „Das Pfarrheim ist 1923 gebaut worden. Deshalb gehen davon aus, dass der Baum auch zu dieser Zeit gesetzt worden ist. Uns ist zumindest nichts anderes bekannt“, führte Börger aus.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6925018?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F
Billerbecks Klage abgewiesen: Bahn muss Brücke nicht sanieren
Die Brücke in der Billerbecker Bauerschaft Bockelsdorf will keiner haben. Sie ist dringend sanierungsbedürftig.
Nachrichten-Ticker