60 Feuerwehrleute üben Löscheinsatz auf dem Ascheberger Kirchturm
Schlauchender Test in luftiger Höhe

Ascheberg -

Die gemeinsame Dienstübung am Montagabend verlangte den rund 60 Feuerwehrleuten aus Ascheberg, Herbern und Davensberg so einiges ab: Hoch oben, auf dem Kirchturm von St. Lambertus galt es, mit vereinten Kräften einen Brand zu löschen.

Dienstag, 17.09.2019, 17:02 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 15:40 Uhr
Eine zentrale Frage der Übung war: Wie klappt das mit dem Wasserpumpen nach oben zum Kirchturm. Diese Frage konnte positiv beantwortet werden. Nach dem anstrengenden Test waren die Helfer allerdings ganz schön „geschlaucht“.
Eine zentrale Frage der Übung war: Wie klappt das mit dem Wasserpumpen nach oben zum Kirchturm. Diese Frage konnte positiv beantwortet werden. Nach dem anstrengenden Test waren die Helfer allerdings ganz schön „geschlaucht“. Foto: Tina Nitsche

Nein, ein Spaziergang war das am Montagabend nicht. Ganz im Gegenteil. Denn für einige der Blauröcke ging es bei der gemeinsamen Dienstübung der drei Löschzüge hoch hinaus. Um genau zu sein, auf den Kirchturm von St. Lambertus. Unzählige Stufen mit viel Arbeitsmaterial mussten da zunächst bewältigt werden. Und oben hieß es dann: Wasser Marsch. Das war eine Teilaufgabe der Übung. Die beinhaltete die Brandbekämpfung unter Atemschutz mit einem C-Rohr, nach einem Schwelbrand.

„Das war die angenommene Lage“, erklärte Robert Bergelt (Löschzug Davensberg), der diese Übung mit Sven Kahl (Löschzug Ascheberg) und Hendrik Thygs (Löschzug Herbern) ausgearbeitet hatte. Eine Übung, die außerdem das Herstellen der Wasserversorgung und die Riegelstellung mit zwei C-Rohren und einem Wenderohr von der äußeren Kirchenseite gegenüber vom Parkplatz Bultmann beinhaltete.

„Uns ging es vor allem darum einzuschätzen, wie viel Personal, Material und Zeit werden im Ernstfall im Kirchturm benötigt“, verdeutlichte Kahl. Im Ergebnis zeigte sich: Es ist eine personal-, material- und arbeitsintensive Aufgabe. „Aber sie ist machbar“, so der Ascheberger Löschzugführer. Die Übung zeigte außerdem eines: Auch die Bürger passen auf. Denn mitten in der Übung wurden die Löschzüge alarmiert. Einsatzort: Die Ascheberger Kirche. Dort hatten Bürger „Qualm“ am Kirchturm gesichtet. Doch dieser entpuppte sich als Wasser, das mit hohem Druck aus dem C-Rohr strömte. „Auch das war ein wichtiger Punkt für uns“, so Begelt. Die Übung zeigte, dass genug Druck aufgebaut werden kann, damit die Wasserabgabe auch in schwindelerregender Höhe funktioniert.

Feuerwehrübung für St. Lambertus

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Parallel zu diesem Szenario wurde die Übung für die Wehr- und Zugführer um ein Planspiel erweitert. „Dabei war die angenommene Lage, dass aus dem Schwelbrand ein Vollbrand der Kirche geworden ist“, erläuterte Kahl. „Da ging es dann vor allem darum, welche umliegenden Gebäude evakuiert werden müssen, was an nachrückenden Kräften angefordert werden muss und wo Bereitstellungsräume geschaffen werden können“, so Bergelt.

Dieser ungewöhnliche Dienstabend war von langer Hand geplant worden. Die Ausarbeitungen starteten sogar „schon vor dem Brand von Notre Dame’“, so Bergelt. Gerade dieses verheerende Feuer habe gezeigt, „dass auch wir gerüstet sein müssen, denn oben im Turm ist sehr viel Holz verarbeitet.“

Rund 60 Blauröcke waren an der gemeinsamen Dienstübung beteiligt. Zeittechnisch lagen sie gut im Rennen. „Wobei im Ernstfall immer noch eine Schippe drauf gelegt wird“, betonte Kahl, der sich der Kirchengemeinde bedankt, dass sie St. Lambertus als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt hat.

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