Klimaschutzwoche: Besichtigung und Vortrag mangels Beteiligung ausgefallen
Resonanz lässt zu wünschen übrig

Ascheberg -

Die Angebote der kreisweiten Klimaschutzwoche stoßen in Ascheberg nicht auf die erhoffte Resonanz: Die Kläranlagen-Führung und der Vortrag „Wärmedämmung im Altbau“ mussten abgesagt werden. Besonders positiv fällt nur die Haus-zu-Haus-Beratung zu energetischen Einsparungen ins Gewicht.

Donnerstag, 19.09.2019, 17:30 Uhr
In Münster, sowie in vielen anderen Städten, protestieren Jugendliche für einen wirkungsvollen Klimaschutz. Trotz der bundesweiten Medienpräsenz des Themas, ist die Resonanz auf die Angebote der kreisweiten Klimaschutzwoche verhalten.
In Münster, sowie in vielen anderen Städten, protestieren Jugendliche für einen wirkungsvollen Klimaschutz. Trotz der bundesweiten Medienpräsenz des Themas, ist die Resonanz auf die Angebote der kreisweiten Klimaschutzwoche verhalten. Foto: Oliver Werner

Klimaschutz ist aktuell in vieler Munde und nicht zuletzt durch die „ Fridays for Future “-Proteste seit Monaten in den Medien präsent. Demnach – sollte man meinen – müsste eine sehr gute Ausgangsposition für die Angebote der zurzeit laufenden kreisweiten Klimaschutzwoche in Ascheberg vorhanden sein.

Doch Fehlanzeige: Mangels Nachfrage mussten die für vergangenen Montag geplante Besichtigung der Kläranlage und der für Mittwoch angekündigte Vortrag zum Thema „Wärmedämmung im Altbau“ abgesagt werden. Lediglich für die Führung durch die Biogasanlage Steinhort Welpe registrierte Aschebergs Klimaschutzmanager Martin Wolf sechs Anmeldungen. Als letztes Angebot in der Gemeinde läuft jetzt noch bis zum 27. September die kostenlose und unabhängige Haus-zu-Haus-Beratungen zu Energieeinsparungen in Ein- und Zweifamilienhäusern – ein Service, der von der Kreishandwerkerschaft angeboten wird.

Dennoch zieht Wolf unter dem Strich ein positives Fazit: „Wir haben bezüglich der Biogasanlage zwar nur eine kleine Gruppe, die aber großes Interesse zeigt. Die Haus-zu-Haus-Beratung wird jedenfalls sehr gut angenommen.“ Vorab hatte die Gemeindeverwaltung rund 200 Hauseigentümer ermittelt, die im besonderen Maße von diesem Angebot profitieren könnten. Seit dem 9. September klingeln die Gebäudeenergieberater Klemens Nolte und André Harbring an den privaten Haustüren an, um ihre Dienste anzubieten.

Während diese Aktion „gut läuft“, wie Wolf betont, stieß der Vortrag „Wärmedämmung im Altbau“ auf keine Resonanz. „Es könnte sein“, mutmaßt der Klimaschutzmanager, „dass dieses Thema schon abgegrast ist und die Leute in den vergangenen Jahren selbst schon genug für die Wärmedämmung an ihren Häusern getan haben. Im Allgemeinen sind die Gebäude in der Gemeinde Ascheberg in einem guten Zustand.“

Gleichwohl ist Wolf ratlos, warum die Besichtigung der Kläranlage nicht angenommen wurde. Aus Sicht des Klimaschutzmanagers sollte eigentlich Interesse bestehen, „weil die Abwasserreinigung ebenso wie die Wasserversorgung eine absolute Kern-Infrastruktur für die Gemeinde ist“. Mit Blick auf künftige Veranstaltungen zum Klimaschutz bleibt für Wolf somit eine Frage im Raum: Was müssen die Organisatoren anders machen, um die Menschen vor Ort stärker für die wichtige Thematik zu interessieren ? Und das gilt nicht nur für Ascheberg. Denn auch kreisweit sei die Resonanz auf die Angebote nicht so stark wie erhofft, räumt Wolf ein.

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