Klimaschutzwoche: Biogasanlage auf Hof Steinhorst/Welp vorgestellt
Gülle in Strom verwandelt

Ascheberg -

Im Rahmen der Klimaschutzwoche konnten Interessierte in der Biogas-Anlage von Hendrik Steinhorst und Franz Josef Welp in die Stromproduktion aus Gülle „hineinschnuppern“.

Freitag, 20.09.2019, 17:15 Uhr aktualisiert: 25.09.2019, 17:18 Uhr
Hendrik Steinhorst (Foto, 2.v.r.) und Franz Josef Welp stellten den Gästen ihre Biogas-Anlage vor, die pro Jahr aus Gülle rund 650 000 Kilowattstunden Strom erzeugt.
Hendrik Steinhorst (Foto, 2.v.r.) und Franz Josef Welp stellten den Gästen ihre Biogas-Anlage vor, die pro Jahr aus Gülle rund 650 000 Kilowattstunden Strom erzeugt. Foto: bbe

Seit drei Jahren befindet sich auf dem Hof Steinhorst /Welpe (Kirchhege) eine 75-Kilowatt-Biogasanlage. Im Rahmen der Klimaschutzwoche bestand am Donnerstagabend für alle Interessen die Möglichkeit, die Anlage zu besichtigen. Hendrik Steinhorst und Franz Josef Welp erläuterten den sechs Gästen die Abläufe in der Anlage, die pro Jahr etwa 650 000 Kilowattstunden Strom erzeugt.

Dazu wird Rindergülle von anderen Höfen angeliefert und zunächst in einer Vorgrube (drei Meter tief, acht Meter Durchmesser) gespeichert. Sie bietet Platz für 150 Kubikmeter. Von dort wird die Gülle, täglich jeweils 30 Kubikmeter, über eine Rohrleitung in den acht Meter hohen Fermenter gepumpt. Dort wird sie mit Heizschlangen auf eine Temperatur von 42 Grad aufgeheizt. Mikroorganismen zersetzen im Gärungsprozess das organische Material und setzen das Biogas frei. Dieses wird über eine Rohrleitung zu einem Motor weitergeleitet. Dieser läuft mittlerweile durchgehend seit etwa 26 000 Stunden. Seine Bewegungsenergie wird in einem Generator in Strom umgewandelt, der ins Netz eingespeist wird. Die verbleibende Bio-Substanz wird mit Lastern zu Höfen gebracht, wo sie als Dünger dient.

Die Besucher konnten unter anderem durch eine Luke in den Fermenter hineinschauen, im Stromhäuschen die Daten der Anlage angucken und immer wieder Fragen stellen – was alle Anwesenden intensiv taten. „Nur 30 Prozent der Gülle werden energetisch genutzt, da ist noch ein großes Potenzial“, erklärte Steinhorst. Wichtig seien auch die verschiedenen Sicherheitsvorkehrungen, wenn der Motor mal nicht läuft, werde das Gas etwa über eine Fackel abgebrannt. Bei dem Dach des Fermenters sorgt ein Ventilator für gleichmäßige Spannung. In einem Filter Gas entschwefelt.

„Wir wurden vom Rathaus aus angesprochen, das ist ja eine gute Geschichte“, so Welp und Steinhorst ergänzte: „Wir machen häufiger Führungen für verschiedene Gruppen, es gab auch schon Versuche der FH Steinfurt. Manche Schüler kommen zu Referaten zum Thema Biogas vorbei.“

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