Nachverdichtung: Verwaltung soll Gespräche mit Eigentümern aufnehmen
57 freie Grundstücke in Aschebergs Ortslage

Ascheberg -

Insgesamt 33 708 Quadratmeter könnten in der Ascheberger Ortslage für die Nachverdichtung genutzt werden. Die Gemeindeverwaltung soll mit den privaten Eigentümern klären, ob sie bereit sind, ihre Flächen für diesen Zweck zu veräußern.

Dienstag, 24.09.2019, 18:00 Uhr
Die Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken ist in Ascheberg ungebrochen hoch. In der Ortslage gibt es 57 privat Freiflächen, auf denen die Bebauung nachverdichtet werden könnte.
Die Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken ist in Ascheberg ungebrochen hoch. In der Ortslage gibt es 57 privat Freiflächen, auf denen die Bebauung nachverdichtet werden könnte. Foto: hbm

Die Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken ist in Ascheberg ungebrochen groß. Gleichwohl steht in den Neubaugebieten ein entsprechendes Angebot nicht mehr zur Verfügung. Außerdem ist die Gemeinde verpflichtet, sorgsam mit Grund und Boden umzugehen und die Versiegelung des Bodens auf das notwendige Maß zu reduzieren. „Innen vor außen“ – Nachverdichtung vor Ausweisung neuer Wohnbauflächen lautet daher die Devise. Wie sich in der jüngsten Bauausschusssitzung zeigte, besteht dazu in der Ortslage (eigentlich) reichlich Potenzial.

„57 Baugrundstücke mit Größen über 300, 400 Quadratmeter stehen frei“, berichtete Annette Wex-Niermann den Kommunalpolitikern. „Wir waren bei der Ermittlung sehr überrascht über Anzahl und Größe“, räumte die Mitarbeiterin der Ascheberger Bauverwaltung ein. Die Gesamtfläche von 33 708 Quadratmetern entspreche der Größe von vier Fußballfeldern, verdeutlichte die Architektin. Im Rahmen einer früheren Bestandsaufnahme war festgestellt worden, dass in Herbern 59 unbebaute private Grundstücke in der Ortslage zu finden sind.

Im Wesentlichen gebe es drei Argumente, warum die Flächen nicht zum Verkauf stehen: „Die Eigentümer halten das Grundstück für ihre Kinder zurück, sagen ,es frisst ja kein Brot‘ oder sehen es als Kapitalanlage“, führte Wex-Niermann aus und wies auf den Verwaltungsvorschlag hin. Der sieht vor, mit den Eigentümern Kontakt aufzunehmen, um zu klären, ob sie bereit sind, ihr Grundstück doch zu veräußern. „Dabei wünsche ich Ihnen viel Glück“, zeigte sich Volker Müller-Middendorf (UWG) skeptisch.

Dass das vorgeschlagene Vorgehen durchaus sinnvoll beziehungsweise notwendig ist, verdeutlichte Verwaltungsmitarbeiterin Gesche Ahmann: „Wir müssen der Bezirksregierung ausführlich darlegen, was wir getan haben, wenn wir neue Flächen ausweisen wollen.“ Vor diesem Hintergrund votierten die Ausschussmitglieder einstimmig für den Vorschlag der Gemeindeverwaltung.

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