Aktion „toter Winkel“
Wie eine ganze Klasse unsichtbar wird

Herbern -

Dass Fußgänger und Radfahrer im „toten Winkel“ eines Lkw „unsichtbar“ werden, verdeutlichte Verkehrssicherheitsberaterin Silke Baumann den Viertklässlern der Marienschule. Im Führerhaus eines Lasters konnten sich die Kinder davon selbst überzeugen.

Donnerstag, 26.09.2019, 15:22 Uhr aktualisiert: 28.09.2019, 11:24 Uhr
Silke Baumann verdeutlichte den Kindern, dass eine gesamte Schulklasse im „toten Winkel“ unsichtbar wird.
Silke Baumann verdeutlichte den Kindern, dass eine gesamte Schulklasse im „toten Winkel“ unsichtbar wird.

Donnerwetter: So ein „toter Winkel“ ist ganz schön groß. Denn auf die Fläche, die ein Lkw-Fahrer im rechten Außenspiegel nicht einsehen kann, passt ganz locker eine komplette Schulklasse. Dass es gefährlich ist, sich als Fußgänger oder Radfahrer in diesem Bereich aufzuhalten, wurden den Viertklässlern der Marienschule am Donnerstagmorgen vor Augen geführt.

„Diese Aktion ist über eine Elterninitiative des Ehepaares Koch entstanden und bildet den Abschluss unserer Fahrradausbildung“, berichtet Lehrerin Hedwig Beermann die mit 21 Kindern der 4b zum ersten Anschauungsunterricht auf dem Vorplatz der Herberner Reithalle erschien. Anschließend folgte ihre Kollegin Andrea Risthaus mit den 23 Zöglingen der 4 a. Andreas Koch, seines Zeichens Werkstattleiter bei der Firma Transportservice Lohhoff in Werne und Vater von Leon aus der 4b, war dazu mit einem Lkw angereist.

Silke Baumann platzierte neben der Beifahrerseite, genau im „toten Winkel“, eine orange Plastikplane, auf der sich die gesamte Klasse sammelte. „Hier kann euch der Fahrer nicht sehen“, verdeutlichte die Verkehrssicherheitsberaterin der Polizei. Besonders spannend wurde es dann für die Mädchen und Jungen, als sie im Führerhaus, jeweils zu dritten, neben Andreas Koch Platz nehmen durften. Dort mussten sie sich ganz schön weit vorbeugen, um ihre Mitschüler im „toten Winkel“ sowie auf einem erdachten Zebrastreifen vor dem Lkw sehen zu können.

Im Führerhaus des Lkw konnten sich die Kinder neben Andreas Koch selbst davon überzeugen, dass ihre Mitschüler im „toten Winkel“ nicht zu entdecken sind.

Im Führerhaus des Lkw konnten sich die Kinder neben Andreas Koch selbst davon überzeugen, dass ihre Mitschüler im „toten Winkel“ nicht zu entdecken sind. Foto: sff

„Wir haben die Kinder schon während ihrer Radfahrausbildung auf die Gefahren aufmerksam gemacht. Heute haben sie ganz praktisch die Möglichkeit, das auch zu erkennen und begreifen“, erläuterte Baumann. „Die Schüler erleben aus eigener Anschauung, dass sie vom Fahrer nicht gesehen werden können.“

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