Gemeinde Ascheberg lässt Baumkataster erstellen
Grüne Lungen unter der Lupe

Ascheberg -

Alle gemeindeeigenen Bäume in den drei Ortslagen werden zurzeit in einem Kataster erfasst. Insbesondere Gesundheitszustand und Größe der grünen Lungen werden dokumentiert, um rechtzeitig Maßnahmen zur Pflege und zur Verkehrssicherung ergreifen zu können.

Montag, 30.09.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 12:38 Uhr
Uwe Haunert erfasst die Daten der gemeindeeigenen Bäume und trägt die Standorte via Tablet in ein Luftbild von Ascheberg ein. Anschließend nagelt er ein kleines Nummernschild in den Stamm des jeweiligen Baumes. Das erleichtert in Zukunft die Pflege und die Verkehrssicherung.
Uwe Haunert erfasst die Daten der gemeindeeigenen Bäume und trägt die Standorte via Tablet in ein Luftbild von Ascheberg ein. Anschließend nagelt er ein kleines Nummernschild in den Stamm des jeweiligen Baumes. Das erleichtert in Zukunft die Pflege und die Verkehrssicherung. Foto: sff

Wie gesund oder krank sind die Bäume im öffentlichen Straßenraum der Gemeinde Ascheberg? Wo stören sie? Und welche Stellen bieten sich für die Anpflanzung zusätzlicher „grüner Lungen“ an? Auf all diese Fragen soll ein Baumkataster Antwort geben, das zurzeit entsteht und im Lauf des nächsten Jahres komplett vorliegen soll. Darin erfasst werden die gemeindeeigenen Bäume, die sich in den drei Ortslagen befinden. Bereits registriert sind die 780 „öffentlichen“ Bäume in Davensberg. Im Ortsteil Ascheberg ist die Dokumentation angelaufen. Herbern steht abschließend auf dem Arbeitsplan.

„Die Gemeinde ist in der Verkehrssicherungspflicht und braucht das Kataster, um den Zustand der Bäume kontrollieren und dokumentieren zu können“, berichtet Andreas Nünneke auf Anfrage. Sobald alle Bäume erfasst und deren Zustand festgehalten ist, werde über entsprechende Pflegemaßnahmen entschieden. „Es geht hier vor allem um die Standfestigkeit der Bäume, und darum, ob Verkehrsgefährdungen vorliegen, zum Beispiel durch Äste, die in den Straßenraum ragen oder morsch sind und bei Sturm abbrechen könnten“, führt der Leiter des Ascheberger Bauhofes aus. Im Baumkataster dokumentierte Schäden werden dann durch entsprechende Pflegemaßnahmen – je nach Dringlichkeit – nach und nach abgearbeitet, so Nünneke.

Aktuell ist Uwe Haunert von der Firma „Grüner Zweig“ im Ortsteil Ascheberg on Tour. Denn der Tecklenburger Fachbetrieb ist von der Gemeinde mit der Erstellung des Katasters beauftragt worden. „Die Bäume werden hier fortlaufend registriert, digital erfasst und mit Nummern versehen“, erläutert der Baumkontrolleur. Daten wie Baumart, Höhe, Stammdurchmesser, Kronendurchmesser, geschätztes Alter und Zustand des Baumes werden mit Hilfe eines Tablets festgehalten. Der genaue Standort wird auf einem digitalen Luftbild markiert. Zum Schluss wird eine Plakette mit individueller Baumnummer auf dem Stamm festgenagelt.

Mit Blick auf den Klimaschutz hatte sich die SPD in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses in einem Antrag für zusätzliche Baumstandorte eingesetzt. Auch diesebezüglich ist das zurzeit entstehende Kataster nützlich. So wurde die Verwaltung beauftragt, mögliche Standorte für zusätzliche Bäume darzustellen und jeweils geeignete Baumarten zu benennen. Ferner beauftragte der Umweltausschuss die Verwaltung, ein Anpflanzungsprogramm für die nächsten Jahre zu erarbeiten. Die zu erwartenden Kosten sollen, laut Empfehlung, in die Haushaltsplanung 2020 und in die mittelfristige Finanzplanung eingebracht werden.

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