Profilschule verfügt über 3D-Drucker
Virtuelle Welt wird greifbar gemacht

Ascheberg -

Mit ihrem neuen 3D-Drucker verfügt die Profilschule jetzt über eine Technologie, die in Zukunft immer häufiger in der industriellen Produktion eingesetzt werden wird. Besonderer Vorzug: Das Gerät lässt sich vielfach fächerübergreifend einsetzen.

Dienstag, 01.10.2019, 12:38 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 16:46 Uhr
Einen Eindruck von der neuen Technologie vermittelte Danny Tjandra Schülern des achten Jahrgangs: Der Lehrer demonstrierte, wie mit dem 3D-Drucker eine Katze aus Kunststoff gefertigt werden kann.
Einen Eindruck von der neuen Technologie vermittelte Danny Tjandra Schülern des achten Jahrgangs: Der Lehrer demonstrierte, wie mit dem 3D-Drucker eine Katze aus Kunststoff gefertigt werden kann. Foto: sff

Eine zukunftsorientierte Technologie hat in der Profilschule Einzug gehalten: Als Spende der Karl-Kolle-Stiftung durfte Danny Tjandra einen 3D-Drucker von einer Lehrerschulung an der Technischen Universität Dortmund mit nach Ascheberg nehmen. „Schüler, die in Zukunft im Metallbereich tätig sind, werden an dieser Technik nicht vorbeikommen“, prophezeit Tjandra. Darüber hinaus könne das neue Gerät gleich in mehreren Fächern Anwendung finden. Vor dem Lehren steht für die Pädagogen der Profilschule allerdings noch selbst das Lernen an. Denn bevor der 3D-Drucker im Unterricht eingesetzt werden kann, muss Tjandra sein frisch erworbenes Wissen in einer Lehrerschulung an die Kollegen weitergeben.

Im Grunde klingt das 3D-Verfahren ganz einfach: Aus einer Düse trägt ein elektronisch gesteuerter Druckkopf flüssigen, rund 200 Grad heißen Kunststoff auf eine Arbeitsplatte auf. Schicht um Schicht entsteht so das auf einer Micro-SD-Karte einprogrammierte Objekt. Gleichwohl ist Geduld gefragt. Denn die Herstellung eines etwa fünf Zentimeter großen Gegenstandes dauert rund drei bis vier Stunden.

„Die Schüler können zum Beispiel Handyhüllen mit dem Logo der Schule am Computer selbst gestalten und dann mit dem 3D-Drucker herstellen“, erklärt Tjandra. Das virtuell am Computer Erarbeitete werde auf diese Weise in der realen Welt greifbar. Gleichzeitig werde eine Brücke zur Berufswelt geschlagen: „Da am 3D-Drucker alles ganz individuell eingestellt werden kann, eignet sich die Technologie insbesondere für Sonderanfertigungen in der Industrie“, erläutert der Lehrer. Mit den in Betrieben eingesetzten Hightech-Geräten sei es möglich, Metallpulver bei extrem hohen Temperaturen zu verarbeiten.

In der Profilschule besteht der besondere Reiz des 3D-Druckers allerdings im seinem fächerübergreifenden Einsatz. So verbindet er beispielsweise Technik mit Kunst und Design. In der Biologie lassen sich Form und Aufbau von Zellen nachbilden, für die Mathematik geometrische Figuren formen oder in der Geografie Landschaften modellieren.

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