In der Theaterwerkstatt wird wieder geprobt
Integration auf der Bühne

Ascheberg -

Am 16. November hebt sich im Pfarrheim St. Lambertus um 20 Uhr der Vorhang zur zweiten Aufführung der Theaterwerkstatt Pallau. Der Name des Stückes ist noch unbekannt. Der Inhalt: Integration.

Donnerstag, 10.10.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 15.10.2019, 17:26 Uhr
Freuen sich auf die zweite Aufführung der Pallau-Theaterwerkstatt: Projektleiterin Anna Frank, Theaterpädagogische Leiterin Gabi Sutter und die Vorsitzende der St. Lambertus Flüchtlingshilfe Maria Schumacher (v.r.n.l.)
Freuen sich auf die zweite Aufführung der Pallau-Theaterwerkstatt: Projektleiterin Anna Frank, Theaterpädagogische Leiterin Gabi Sutter und die Vorsitzende der St. Lambertus Flüchtlingshilfe Maria Schumacher (v.r.n.l.) Foto: Nitsche

Die Themen im alltäglichen Leben sind vielfältig. Liebeskummer, Missverständnisse... da kommt einiges zusammen. Erst recht, wenn unterschiedliche Kulturen und damit andere Bräuche und Rituale aufeinanderprallen.

Will heißen: Man darf gespannt sein. Worauf? Auf den 16. November. Dann hebt sich im Pfarrheim St. Lambertus um 20 Uhr der Vorhang zur zweiten Aufführung der Theaterwerkstatt Pallau. Der Name des Stückes? „Der wird noch erarbeitet“, erklärt Gabi Sutter , der die theaterpädagogische Leitung obliegt. Am Mittwoch haben sich Flüchtlinge und deutsche Akteure im Flüchtlingsheim am Breil getroffen, um zu üben. Und das tun Gabi Sommer, Anna Frank , Caya Homann, Werner Bergerbusch, Rashid, Abid, Natia und Uzma Butt schon seit dem 4. September. Es ist kein gewöhnliches Theaterstück. Von wegen stundenlang Texte pauken und auswendig lernen. „Nein, denn die Texte erfolgen situationsbedingt“, macht Anna Frank, der die Projektleitung obliegt, deutlich. Die Themen allerdings, sie sind nicht ausgedacht. Sie sind dem wahren Leben entnommen. Und das macht vor keiner Nation Halt. Erst Recht nicht, wenn Menschen in neue Kulturen eintauchen. „Und das ist hier bei uns ja irgendwie der Fall“, sagen Anna Frank und Gabi Sutter und landen damit schon ganz schnell bei der eigentlichen Intention dieses Theaterworkshops. Es geht um Integration. „Und genau deshalb gibt es dieses Projekt“, so Frank. Eines übrigens, das auch in diesem Jahr wieder durch das Bistum Münster ermöglicht worden ist, wie Maria Schumacher, Vorsitzende der Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe St. Lambertus, deutlich macht. „Doch nicht nur dem Bistum gilt unser Dank, sondern auch der Kolpingsfamilie Ascheberg. Denn die stellt uns die Bühne und die Technik zur Verfügung“, bedankt sich Schumacher auf diesem Wege bei einem weiteren Kooperationspartner.

Was dann am 16. November genau auf die Bühne kommt, ist noch offen. Denn zu diesem Theaterstück gibt es kein Drehbuch. „Hier entwickeln die Akteure aus einzelnen Szenen ein ganzes Theaterstück“, so Gabi Sutter. Ein ungewöhnliches Projekt, das nach dem Debüterfolg 2018 nun in die zweite Runde geht. Ob sich im kommenden Jahr dann allerdings noch einmal der Vorhang zu einer weiteren Aufführung hebt, „das steht noch nicht fest“, unterstreicht Maria Schumacher. „Wir müssen nun erst einmal schauen, in wie weit wir mit diesem Projekt unser Ziel, nämlich die Integration, erreichen, und dann schauen wir weiter.“ Ginge es jedoch nach Gabi Sutter, würde genau diese Art von Theater noch ganz viele Aufführungsmöglichkeiten finden.

Info:

Das Theaterstück wird am 16. November um 20 Uhr im Pfarrheim St. Lambertus aufgeführt. Der Eintritt ist frei, ein Spendenhut geht allerdings rum. Die Generalprobe findet einen Tag vorher um 16 Uhr im Pfarrheim statt.

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