Vorschau auf den Kindergartenbedarfsplan
Elfte Kita wird notwendig

Ascheberg -

Für den Bau der zehnten Ascheberger Kita fehlt noch eine allerletzte Genehmigung, da macht die Gemeinde sich schon auf dem Weg zur laufenden Nummer elf. Dazu gehören auch Gedanken zu einer Zwischenlösung.

Freitag, 11.10.2019, 18:20 Uhr
Gerade einmal sechs Jahre sind vergangen, seit die DRK-Kita am Rheinsbergring eine Baustelle war und von einer auf drei Gruppen gewachsen ist. Jetzt soll die Option auf eine vierte Gruppe gezogen werden.
Gerade einmal sechs Jahre sind vergangen, seit die DRK-Kita am Rheinsbergring eine Baustelle war und von einer auf drei Gruppen gewachsen ist. Jetzt soll die Option auf eine vierte Gruppe gezogen werden. Foto: sff

Für den Bau der zehnten Ascheberger Kita fehlt noch eine letzte Genehmigung, da muss sich die Gemeinde Ascheberg schon Gedanken um den elften Kindergarten, die siebte Einrichtung in der Ortschaft Ascheberg, machen. Nach der jüngsten Prognose zum Kindergartenbedarfsplan fehlen in Ascheberg im Sommer 2020 vier Gruppen.

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus hatte in seiner Haushaltsrede schon angerissen, dass es weiteren Bedarf gebe, obwohl die Zahl der Kita-Plätze von 550 im Jahr 09/10 auf 746 im Jahr 19/20 gesteigert worden sei. Die U 3-Plätze wurden in der Zeit von 60 auf 225 ausgebaut, aus sieben wurden zehn Kitas. Trotzdem rechnet Fachbereichsleiter Thomas Stohldreier nicht damit, dass die Plätze in Ascheberg reichen werden. In einem Pressegespräch stellte der Verwaltungsmann gestern klar: „Die Betreuungsplätze in Herbern und Davensberg reichen nach den derzeitigen Annahmen“. In Ascheberg sehe das Jugendamt einen Bedarf für vier Gruppen. Nötig sei der Platz-Zuwachs für U-3- und Ü-3-Kinder. Obwohl die Daten mit dem Stempel „voraussichtlich“ versehen sind, wird die Verwaltung schon jetzt aktiv. Fallen die tatsächlichen Anmeldezahlen geringer aus, lösen sich die aufkommenden Probleme dann leichter.

Die evangelische Mirjam Kita hat den Betrieb in zwei Pavillons an der Profilschule aufgenommen. Mehr Platz steht für sie dort nicht zur Verfügung. „Zwei Räume, die von den Grashüpfern noch genutzt worden sind, benötigt die Schule nun selbst“, informierte Stohldreier.

Zum Bau des Vier-Gruppen-Kindergartens für die Mirjam-Kita am Hoveloh seien alle Verträge unterschrieben, eine letzte Genehmigung werde in Kürze erwartet. Angesichts des Baubooms kalkuliere die Gemeinde mit einem Bezug zum 1. August 2021.

Was können Eltern tun?

Wie müssen Eltern, die ihre Kinder für den Sommer 2020 anmelden wollen, jetzt reagieren?Aktuell reicht es, sich darüber bewusst zu werden, dass die Plätze in Ascheberg rar sind. Niemand verbessert seine Chance mit hektischen Aktivitäten.Wann müssen Eltern aktiv werden?Die Gemeinde Ascheberg wird die Anmeldekarten für das nächste Kindergartenjahr Ende Oktober verschicken. Wer sein Kind zum Sommer 2020 neu anmelden möchte und keine Post mit den Unterlagen erhält, sollte sich in der zweiten November-Woche an die Verwaltung wenden.Wann läuft die Anmeldung?Es wird statt eines Anmeldemonats nur eine Anmeldewoche geben. Sie findet vom 18. bis 22. November statt.

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Auf die Frage, was zu tun ist, erklärt Stohldreier, dass eine Containerlösung keinen Sinn mache: „Fürs Planen, Umsetzen und die Trägerauswahl wird auch dort viel Zeit benötigt.“ Ein Zeitgewinn sei gering und nicht geeignet, sich abzeichnende Probleme zu lösen.

Dafür schnürt die Gemeinde ein Maßnahmenbündel. An der DRK-Kita Rheinsbergring ist beim Erweitern von einer auf drei Gruppen die Möglichkeit geschaffen worden, eine vierte Gruppe anzubauen. Diese Option soll so gezogen werden, dass sie fürs nächste Kindergartenjahr genutzt werden kann.

„Wir prüfen gerade in einem schon stehenden Gebäude, ob dort eine Kindergartengruppe untergebracht werden kann“, berichtet Stohldreier weiter. Der Evangelische Kirchenkreis Münster würde dafür die Trägerschaft übernehmen. 2021 würde diese Gruppe dann in die neue Mirjam-Kita am Hoveloh umziehen.

Die Tagesmütter werden verstärkt und dauerhaft als gutes und gleichberechtigtes Betreuungsangebot insbesondere für Kinder unter drei Jahren beworben. Die Anmeldekarte der Gemeinde wird um diese Betreuungsform ergänzt und sie wird dauerhaft als wichtige Säule im Kindergartenbedarfsplan dargestellt.

Vorhandene Kitas sollen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten überbelegt werden. Für unversorgte Flüchtlingskinder wird bei Bedarf eine Spielgruppe am Breil eingerichtet. „Das gilt nur für neu angemeldete Kinder. Alle anderen bleiben im Sinne einer guten Integration in den Einrichtungen, in denen sie jetzt sind“, stellt Stohldreier klar.

Die Anmeldekarte der Gemeinde wurde um die Möglichkeit einer späteren Anmeldung, also nicht zum 1. August 2020, erweitert. Notfalls müssten Wartelisten eingerichtet werden. Mit dem sich abzeichnenden Bedarf werde der Bau der elften Kita mit der Suche eines Standortes in Angriff genommen, schloss Stohldreier.

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