UWG-Antrag findet große Mehrheit
Controller-Bedarf für Großprojekte wird geprüft

Ascheberg -

Die Gemeinde prüft, ob bei großen Bauprojekten ein unabhängiger externer Projekt-Controller hinzugezogen werden soll.

Samstag, 12.10.2019, 09:00 Uhr
Volker Müller-Middendorf erläuterte die Idee.
Volker Müller-Middendorf erläuterte die Idee. Foto: tani

Bei schwierigen Rechtsfragen ist es bereits Alltag: Die Gemeinde Ascheberg lässt sich von Fachanwälten beraten. Ohne ihre Mithilfe geht kaum ein wichtiges und erst Recht nicht umstrittenes Bauleitverfahren über die Bühne. In der Regel ist es die Verwaltung, die einen Rechtsbeistand ins Boot holt. Jetzt meldete der Gemeinderat einen Hilfewunsch an. Auf Antrag der UWG-Fraktion wird geprüft, ob bei großen Bauprojekten ein unabhängiger externer Projekt-Controller hinzugezogen werden soll. Bei drei Enthaltungen stimmte der Rat dem Prüfauftrag zu.

Volker Müller-Middendorf verwies beim Vorstellen des UWG-Antrags auf die private Wirtschaft. Und er bezog sich auf Diskussionen in einem Lenkungsausschuss, wo Politiker bei Nachfragen zu Dingen sich durchaus kritische bis unverständliche Blicke einhandeln würden. Mit dem Umstrukturieren der Profilschule stehe das nächste Millionenprojekt an. Die Kosten für die zusätzliche Expertise werde nach ihm vorliegenden Auskünften aus der Privatwirtschaft durch Einsparungen mehr als hereingeholt.

Ludger Wobbe (CDU) äußerte Verständnis für den Antrag und bestätigte Mittendorfs Gefühl aus einem Lenkungsausschuss. Er ergänzte, dass Architekten und Planer kein übermäßiges Interesse an geringeren Kosten hätten. Einen unabhängigen Experten bei solchen Projekten im Rücken zu wissen, sei eine gute Idee.

Für die Verwaltung hatte Fachbereichsleiter Klaus van Roje schon einige Dinge zu dem Antrag angedacht. Man gehe davon aus, dass ein externer Berater mit einer Summe zwischen 1,5 und drei Prozent der Kosten entlohnt würde. Bei der Profilschule seien aktuell acht Millionen Euro aufgerufen. Die externe Hilfe koste zwischen 120 000 und 240 000 Euro. Diese Summe müsse mit den Ergebnissen abgewickelter Großprojekte abgeglichen werden: „Wir hatten aus meiner Sicht nicht die großen Ausreißer.“ An dem Punkt machte Bürgermeister Dr. Bert Risthaus seine Enthaltung fest: „Ich bin skeptisch, was das Preis-Leistungsverhältnis angeht, aber nicht völlig dagegen.“

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