Pavillon weicht einem Neubau
Am Kreisel kreist der Abrissbagger

Senden -

Am Kreisel Bulderner Straße kreist noch in diesem Monat der Abrissbagger. Denn der Pavillon, den bisher Taylan Berik für seine Versicherungsagentur nutzt, weicht einem Neubau. Daneben finden sich dort auch Wohnungen. Der Bauherr ist froh, dass die Arbeiten starten, denn der Vorlauf des Projektes zog sich hin.

Sonntag, 13.10.2019, 18:02 Uhr
Kistenpacken vor dem Abriss des Pavillons am Kreisel: Taylan und Anette Berik – und auch Tochter Filis packt mit an.
Kistenpacken vor dem Abriss des Pavillons am Kreisel: Taylan und Anette Berik – und auch Tochter Filis packt mit an. Foto: di

Am Kreisel geht es rund – aber nicht nur täglich tausendfach mit Autos auf der Fahrbahn. Auch der Abrissbagger kreist dort. Noch in diesem Monat, so der Fahrplan von Taylan Berik , dürfte der Pavillon zwischen Bulderner und Appelhülsener Straße weichen. Ein Gebäude mit Geschichte, das zuerst die Volksbank Senden und dann die Sendener Schule für Musik beherbergt hat. Ein architektonischer Hingucker befand sich an der viel frequentierten Stelle aber nicht. Was sich jetzt ändern soll.

Denn Berik, Eigentümer des eingeschossigen Gebäudes, in dem er seine Versicherungsagentur betreibt, lässt einen Neubau errichten. Dass jetzt die Pläne von Architekt Markus Stutenkemper umgesetzt werden, sorgt schon für Erleichterung bei der Bauherren-Familie: „Wir sind froh, dass es endlich los geht.“ Damit sei eine Zwischenetappe erreicht.

Die Bauarbeiten, die auf eineinviertel Jahre veranschlagt werden, fallen damit deutlich kürzer aus als der Vorlauf des Bauvorhabens an exponierter Stelle.

Die Versicherungsagentur und vier Wohnungen entstehen im Neubau.

Die Versicherungsagentur und vier Wohnungen entstehen im Neubau. Foto: Entwurf Markus Stutenkemper

Ende 2011 hatte Berik, der rund drei Jahrzehnte mit seiner Versicherungsagentur in Senden präsent ist, den Pavillon übernommen. Und dort ordentlich investiert, wie er resümiert. Ein neues Dach, neue Wände, Boden und Teile der Heizung wurden fällig. Doch das Glück war ihm mit dem Gebäude nicht hold: Drei Mal erlitt er einen Wasserschaden im Keller des Pavillons. Dieses Problem in den Griff zu bekommen, entpuppte sich als schwierig. Weshalb Berik im 2013 Pläne schmiedete, das Gebäude nach oben hin zu erweitern. Was einfach erschien, aber scheiterte. Denn bei einer neuen Einmessung der Liegenschaft war festgestellt worden, dass eine Außenmauer des Flachdachbaus 13 Zentimeter zu nah an den Nachbarn ragt, berichtet Berik. Ein Aufstocken war mit verhältnismäßigem Aufwand nicht mehr möglich. Trotz vorheriger Kernsanierung entschied sich die Familie 2017 dazu, das Gebäude abzureißen. Verschiedene Konzepte wurden erstellt. Darunter die Idee eines Bäckerei-Filialisten aus der Region, der am Kreisel ein Café einrichten wollte und dazu auf den Eigentümer zugegangen war, wie Berik schildert. Doch obwohl die Pläne Unterschriftsreife erlangt hatten, habe der potenzielle Café-Betreiber kurzfristig einen Rückzieher gemacht.

Jetzt richtet sich der Versicherungsfachmann selbst im Erdgeschoss ein. Bis der Neubau, dessen Bauantrag vom Kreis Coesfeld im Juni 2018 genehmigt worden sei, bezogen werden kann, stehen an Rorups Wiese Ersatzräumlichkeiten für die Kunden zur Verfügung. Als Nachverdichtung entstehen überdies vier Wohnungen.

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