Kegel-Cup in der Westerbauer
Wo Holzköppe viele Freunde haben

Ascheberg -

Wer den Umgang mit Holzköpfen pflegt, muss in der Regel Tugenden wie Geduld, Nachsicht, Kompromissbereitschaft oder den Verzicht aufs Durchsetzen eigener Ideen mitbringen. Echte Holzköpfe werden darum wenig Freunde haben. Bei den Ascheberger „Holzköppen“ ist das anders. Sie können sich vor Freundschaftsanfragen kaum retten. Wer Spaß am Kegeln hat, wer darüber hinaus noch einen schönen Tag im Herbst erleben möchte, der sollte zum Freundeskreis der „Holzköppe“ gehören. Denn nur Freunde werden zu dem Privatvergnügen auf den Hof Mennemann eingeladen. Weil das Interesse riesengroß ist, musste sogar eine Obergrenze für Freundschaftsanfragen gezogen werden.

Dienstag, 15.10.2019, 10:00 Uhr
Bei den Männern bejubelten die „Vollterknaben“ den Sieg.
Bei den Männern bejubelten die „Vollterknaben“ den Sieg. Foto: hbm

Der „Holzköppe-Cup“ ist einer fixen Idee entsprungen. Beim Abriss von Haus Klaverkamp sicherten sich die handwerklich geschickten Kegler eine Bahn. Später kam die Theke des ebenfalls inzwischen abgerissenen Haus Geismann hinzu. Einmal im Jahr werden sie auf einem Hof in der Westerbauer zum Leben erweckt. Bei der achten Auflage waren Josef Schulte und Cilly Geismann darum als Ehrengäste Zeuge des Geschehens.

Der Wettbewerb selbst ist rasant. Die Kegelbahn wird auf Abräumen, die Uhr auf 3:33 Minuten gestellt. Mit dem ersten Wurf tickt sie in Richtung null. Das Rezept für gute Ergebnisse: Schnell sein, aber nicht hektisch werden. Und sich nicht von den Zuschauern irritieren lassen, denn die stehen direkt neben der Bahn.

Die Frechen Früchtchen wiederholten den Vorjahressieg bei den Frauen.

Die Frechen Früchtchen wiederholten den Vorjahressieg bei den Frauen. Foto: hbm

Es geht Wurf um Wurf, Mario Otte dirigiert das Kegel-Geschehen am Mikro, Thorsten Hohenhövel spielt Musik ein. Die Stimmung ist gut, alle Clubs treten drei Mal an. Am Ende stehen die jeweils besten vier Teams bei Frauen und Männern im Halbfinale. Bei den Frauen standen sich die Besten der beiden Gruppen nach ihren Erfolgen im Halbfinale beim Showdown gegenüber. Die „Frechen Früchtchen“ verteidigten gegen „GSG 9“ ihren Titel aus dem Vorjahr. Bei den Männern war für den Vorjahressieger „Domgeister“ im Halbfinale nach einem Stechen Endstation. Den souveränen Sieg fuhren die „Vollterknaben“ ein. Zusammen mit dem „Süßholzraplern“ hielten sie mit 53 Holz auch den Tagesrekord für eine Runde.

Die „Holzköppe“ stehen bei ihrem Eintages-Event nicht allein. Das Top Travel Reisebüro und das Gasthaus Deitermann sind zwei von vielen Unterstützern, die neben Wanderpokalen auch schöne Preise für die Teilnehmer ermöglichen.

Schön findet Hendrik Fallenberg vom Ausrichter, dass Jung und Alt zum Freundeskreis der Holzköppe zählen. Neben Ascheberg sind Frauen und Männer aus Herbern, Ottmarsbocholt, Rinkerode und Drensteinfurt dabei.

Ganz nebenbei machen sich die Holzköppe weitere Freunde durch Spenden aus dem Tageserlös. „Bisher sind schon 2800 Euro zusammen gekommen“, berichtet Fallenberg. In diesem Jahr wird die Hospizgruppe Ascheberg Adressat der Spende sein.

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