Helmut Falkenberg verlässt den Aaland
Haus nach 57,5 Jahren verkauft

Ascheberg -

Rührung, Emotionen, ein Lächeln aber auch ein Tränchen sind da irgendwie schon im Spiel bei Helmut Falkenberg. Logisch: 57,5 Jahre sind eine richtig lange Zeit.

Mittwoch, 16.10.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 17.10.2019, 16:12 Uhr
Diese Nachbarschaft wird Helmut Falkenberg (vorne r. sitzend) vermissen. Nach 57,5 Jahren verlässt er nun den Aaland und die Nachbarschaft überraschte ihn.Mit einem Nachbarschaftbild wurde Helmut Falkenberg verabschiedet.
Diese Nachbarschaft wird Helmut Falkenberg (vorne r. sitzend) vermissen. Nach 57,5 Jahren verlässt er nun den Aaland und die Nachbarschaft überraschte ihn.Mit einem Nachbarschaftbild wurde Helmut Falkenberg verabschiedet. Foto: Nitsche

Rührung, Emotionen, ein Lächeln aber auch ein Tränchen sind da irgendwie schon im Spiel bei Helmut Falkenberg. Logisch: 57,5 Jahre sind eine richtig lange Zeit. Denn solange ist der Ascheberger auf dem Aaland zu Hause. „Mit Kurt Krause , den Hoppes, den Rummlers und Rainer Grundkötter bin ich sozusagen der Dienstälteste hier“, gibt er zu.

Sie waren die ersten auf dem Aaland, doch Helmut Falkenberg verlässt diesen nun. Ein zugegebenermaßen in mancherlei Hinsicht vielleicht auch komisches Gefühl. „Denn dieses Nachbarschaft hier ist einmalig und sie wurde über all die Jahre immer gelebt“, sagt er und erinnert sich nur allzu gerne an die vielen Feste und Veranstaltungen die hier stattgefunden haben.

Ein Bild gab es zum Abschied.

Ein Bild gab es zum Abschied. Foto: Nitsche

Am Samstag wurde er dann richtiggehend überrascht. Von den Nachbarn. Denn sie gaben ein Fest für ihn bei Sabine und Dirk Thies im Garten. So einfach ziehen lassen wollten sie Helmut Falkenberg nicht. Für ihn beginnt nun eine neue Ära. „Vieles wird im Alter schwerer, das Haus, der Garten, da muss man sich Gedanken machen“, erzählt Falkenberg. Er hat das getan. Seine Entscheidung ist gründlich gereift. „Das kam also nicht von jetzt auf gleich“, unterstreicht er. Vom Aaland geht es für ihn nun mitten ins Dorf an die Appelhofstraße. Ganz leicht war es natürlich nicht, eine passende Wohnung zu finden. Seine jedoch ist nun „barrierefrei und das ist wichtig im Alter. Ich bin jetzt 77 Jahre alt, da muss man auch weiterdenken.“ Vom Haus in die Wohnung, Balkon statt Garten, natürlich ist das eine Umstellung. Aber wie gesagt Falkenberg hat sich seine Entscheidung wohlüberlegt. Die Wohnung, die nun bald sein neues zu Hause wird, war ausgeschrieben. Sein Stiefsohn hat ihn da unterstützt. „Die Wohnung gefiel uns richtig gut, und so haben wir zugesagt“. Eine Wohnung übrigens, die Falkenberg nun mietet. Sein Haus hat er verkauft.

Natürlich wird jetzt alles anders. „Aber vieles wird auch einfacher“, ist sich der Ascheberger sicher. Seinen Garten, den wird er sicherlich vermissen. „Die Arbeit jedoch fällt weg“, schmunzelt er und der Balkon bietet zumindest ein bisschen Gartenfeeling. Seine langjährige Nachbarschaft „zu der auch die Bomholts zählen, obwohl sie ja auf dem Humbrink wohnen, die wird mir fehlen“, sagt er. Er freut sich auf seine neue Zukunft in der die ehemaligen Nachbarn dann ja doch irgendwie präsent bleiben. Denn sie schenkten ihm ein großes Gruppenbild zum Abschied. Für die neue Wohnung. Und die Erinnerungen, sie werden für immer bleiben. Die an den Garten, die Erlebnisse und die außergewöhnliche Nachbarschaft. Logisch also, dass Emotionen da nicht außen vor bleiben und Falkenberg nun nach 57,5 Jahren den Aaland mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlässt.

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