Neue Formel für Flugsicherheitsabstände
Frische Brise aus Berlin

Ascheberg -

Die Windkraft in Ascheberg wird nicht einmal von einem lauen Lüftchen angetrieben. Die Windstille hofft Bürgermeister Dr. Bert Risthaus mit einem Besuch in Berlin überwunden zu haben.

Donnerstag, 24.10.2019, 15:29 Uhr
Sie sprachen im Deutschen Bundestag in Berlin über die Auswirkungen der Flugsicherung auf den Ascheberger Windpark (v.r.n.l.): Dr. Johannes Foppe, Steffen Bilger, Marc Henrichmann, Dr. Bert Risthaus, Martin Wolf, Oliver Keßler, Ferdinand Behrend.
Sie sprachen im Deutschen Bundestag in Berlin über die Auswirkungen der Flugsicherung auf den Ascheberger Windpark (v.r.n.l.): Dr. Johannes Foppe, Steffen Bilger, Marc Henrichmann, Dr. Bert Risthaus, Martin Wolf, Oliver Keßler, Ferdinand Behrend. Foto: Bundesministerium für Verkehr und Digitales

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus lässt nicht locker: In seinem aufmerksamkeitsstarken „Brandbrief“ an die Bundeskanzlerin prangerte er Anfang Juni an, dass der Bürgerwindpark Forsthövel in Herbern aufgrund einer umstrittenen Sicherheitszone um das Drehfunkfeuer in Albersloh noch nicht gebaut werden konnte. Ohne diesen Windpark könne die Gemeinde ihre Klimaschutzziele nicht erfüllen, betont Risthaus immer wieder. Nun trug er sein Anliegen nach Berlin ins Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Begleitet von Fachleuten aus dem Kreis Coesfeld sprach er mit dem zuständigen parlamentarischen Staatssekretär Steffen Bilger im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages. Der internationale Luftfahrtexperte Dr. Ferdinand Behrend erläuterte, dass die Bewertungsformel zur Flugsicherheit derzeit von Wissenschaftlern und der Deutschen Flugsicherung überarbeitet würde. Sofern das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung diese optimierte Formel bestätige, sagte der parlamentarische Staatssekretär Bilger zu, dass die Deutsche Flugsicherung die Berechnungen in den Anlagengenehmigungsverfahren auch in Ascheberg erneuern würde. „Das wäre sehr gut, denn dann könnte der Bürgerwindpark in Forsthövel doch noch umgesetzt werden“, freut sich Risthaus. Vor Ort bat er Bilger darum, dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung die Bedeutung einer neuen Formel für die Energiewende in den Kommunen aufzuzeigen. Zudem bedankte sich Risthaus bei seinen Begleitern, Marc Henrichmann, Mitglied des deutschen Bundestags, Dr. Johannes Foppe vom Kreis Coesfeld, dem Ascheberger Klimaschutzmanager Martin Wolf, dem Projektierer der Windpark Ascheberg Oliver Keßler sowie insbesondere Behrend für die sehr gute fachliche Unterstützung. „Ich bin nun voller Hoffnung, dass der Windpark in Ascheberg eines Tages doch noch errichtet werden kann“, erklärt Risthaus.

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