Pendlerzahlen von IT.NRW
Ascheberger sind gut beschäftigt

Ascheberg -

Den Kämmerer der Gemeinde Ascheberg freut es. Der Anteil an der Einkommenssteuer, der fürs Gemeindesäckel überwiesen wird, steigt.

Samstag, 02.11.2019, 10:00 Uhr
Pendlerzahlen von IT.NRW: Ascheberger sind gut beschäftigt
Foto: Christ

Den Kämmerer der Gemeinde Ascheberg freut es. Der Anteil an der Einkommenssteuer, der fürs Gemeindesäckel überwiesen wird, steigt. Dahinter steht, dass nicht nur die Einwohnerzahl steigt, sondern auch die Zahl der Beschäftigten mit Wohnsitz Ascheberg zunimmt. Aus den frischen Pendlerzahlen, die von den Landesstatistikern IT.NRW veröffentlicht wurden, wird seit 2010 ein Plus von fast 1000 Beschäftigten aus den drei Orten ausgewiesen. Nach dem Glossar wurde die Zahl 8443 im Jahr 2018 durch die Addition von sozialversicherungspflichtig sowie geringfügig Beschäftigten, Beamten, Richtern, Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen errechnet.

Ein deutliches Plus verbucht auch die Zahl der Beschäftigten in Ascheberg. Dort gab es allerdings von 2016 zu 2017 ein deutliches Minus von fast 400 Beschäftigten. Von einem zum anderen Jahr sind plötzlich 389 Einpendler verschwunden. Auf Nachfrage erklären die amtlichen Statistiker: „Wir wissen nicht exakt, was für den Rückgang der Einpendlerzahlen in Ascheberg verantwortlich ist. Aus den zugrunde liegenden Strukturdaten, konnten wir aber ermitteln, dass sich der Rückgang der Zahl der Teilzeitbeschäftigen im Dienstleistungssektor maßgeblich auf die niedrigere Einpendlerzahl in Ascheberg ausgewirkt haben muss. Um welche(n) Betrieb(e) es sich dabei gehandelt hat, wissen wir leider nicht. Erfahrungsgemäß könnte es sich dabei um Gebäudereinigungs- oder Teilzeitarbeitsfirmen gehandelt haben.“

Die Zahl der Einpendler ist im vergangenen Jahr wieder über 3000 Berufstätige gestiegen. Die Mehrheit von ihnen kommt weiterhin aus Münster (388). Auf Rang zwei folgt Werne mit 272 Pendlern nach Ascheberg. Dieser Platz wechselt übrigens in den vergangenen Jahren. Nach dem Umzug der Davert GmbH lag zwischenzeitlich Senden auf dem zweiten Rang. Aktuell liegen Hamm (248), Lüdinghausen (244), Senden (243) und Nordkirchen (232) fast gleichauf.

Die meisten Auspendler haben natürlich Münster als Ziel (2123). Auf Platz zwei hat sich Werne (272) geschoben. Das war zuletzt immer der Rang Nordkirchens. Nach der amtlichen Statistik ist die Zahl der Auspendler nach Nordkirchen innerhalb eines Jahres aber von 334 auf 232 gesunken. Nordkirchen liegt damit nur noch auf Platz sechs. Hamm (248), Lüdinghausen (244) und Senden (243) liegen zwischen Lippestadt und Schlossgemeinde. Nennenswert ist noch die Auspendlerquote nach Drensteinfurt (224).

Bezeichnend für die Statistik ist, dass die „sonstigen Gemeinden“ bei Ein- und Auspendlern weit vorne rangieren. Hier werden alle Berufstätigen aufgeführt, die Luftlinie weiter als 80 Kilometer von ihrem Wohnort arbeiten. IT.NRW spricht von einem unplausiblen Pendlerverhalten. Trotzdem sprechen die Landesstatistiker von einer sehr guten Datenqualität und einer validen Grundlage.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7036684?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F
Italien-Rückkehrer in Deutschland mit Coronavirus infiziert
Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Coronavirus (SARS-CoV-2, orange), das aus der Oberfläche von im Labor kultivierten Zellen (grau) austritt.
Nachrichten-Ticker