Wasser- und Bodenverband Emmerbach mit geringen Sorgen
Wunschzettel ist fast ausgetrocknet

Ascheberg -

Bedrohliche Hochwasserlagen hat es schon länger nicht mehr gegeben. Den Wasser- und Bodenverband beschäftigt eher die Trockenheit.

Dienstag, 05.11.2019, 08:00 Uhr
Ein Wald in Arup, die Deipe Wiese in Davensberg (Foto) und der Byinckbach wurden besichtigt. Auf der Karten wurden nur wenige Aufträge notiert, was Verbandsvorsteher Dirk Schulze Pellengahr und Techniker Burkhard Leusmann freute.
Ein Wald in Arup, die Deipe Wiese in Davensberg (Foto) und der Byinckbach wurden besichtigt. Auf der Karten wurden nur wenige Aufträge notiert, was Verbandsvorsteher Dirk Schulze Pellengahr und Techniker Burkhard Leusmann freute. Foto: hbm

Der Wasser- und Bodenverband Emmerbach sorgt dafür, dass Gräben und Bäche so frei sind, dass Wasser abfließt. Bedrohliche Hochwasserlagen hat es schon länger nicht mehr gegeben. Eher das Gegenteil: Bei der Bachschau berichteten Schaubeauftragte des Verbandes von Brombeerwuchs im Bachbett. Die trockenen Sommer haben auch hier Spuren hinterlassen. Deswegen sind die Beauftragten gespannt, was passiert, wenn es länger und stärker regnet. Denn außer den Brombeeren, die beseitigt werden, sind auch andere Dinge in Gräben und Bächen gewachsen, die bei Wasserfluss keine Chance gehabt hätten. Ein bisschen haben die Verbandsmitglieder und Landwirte sich an mehr Grün in den Wasserabläufen gewöhnt. Denn es wird im Jahreswechsel extensiv gepflegt, mal östlich, dann westlich vom Emmerbach.

Überhaupt: Die Runde aus Vorstand, Ausschuss und Schaubeauftragten hatte wenig zu kringeln auf der großen Gemeindekarte. Hier wurde eine größere Gruppe Bisamratten markiert, dort ein Baumstamm im Graben oder eine Hecke, die zu bearbeiten ist. Ansonsten hat der beauftragte Unternehmer seinen Job gut gemacht, wie die Runde anerkennend lobte. Für das Dauerärgernis des Verbandes, eine Nabu-Übergang bei Rolfs Graben, zeichne sich ein Ende ab, wie Verbandsvorsteher Dirk Schulze Pellengahr berichtete.

Das Thema trockene Gräben könnte sich nach dem Abschalten der Herberner Kläranlage auf den dortigen Dorfbach ausweiten. Er wird stark von Wasser aus der Kläranlage gespeist. Davon profitiert auch der Emmerbach in Ascheberg. Seine Inhaltsstoffe sind damit nicht nur von der Landwirtschaft gemacht, wie die Runde vehement feststellte. Am Rande ging es um das Umsetzen der Wasserrahmenrichtlinie. Zu diesem Thema will der Verband Flächen benennen, die für Planungen zur Verfügung stehen.

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