Dankeschön für die Ehrenamtlichen
Schlussstrich fürs Sozialkaufhaus

Ascheberg/Herbern -

Mit einem Abendessen hat ein Leuchtturmprojekt der Flüchtlingshilfe St. Lambertus einen Schlussstrich unter seine Arbeit gezogen.

Freitag, 08.11.2019, 20:00 Uhr
Das Dankeschön zum Ende des Sozialkaufhauses: Die Ehrenamtlichen trafen sich zu einem Essen in Capelle.
Das Dankeschön zum Ende des Sozialkaufhauses: Die Ehrenamtlichen trafen sich zu einem Essen in Capelle. Foto: hbm

Mit einem Abendessen hat ein Leuchtturmprojekt der Flüchtlingshilfe St. Lambertus einen Schlussstrich unter seine Arbeit gezogen. Das Mitarbeiterteam des Sozialkaufhauses muss nach vier Jahren das Ende einer Erfolgsgeschichte hinnehmen.

Maria Schumacher , Vorsitzende der Steuerungsgruppe der Flüchtlingshilfe St. Lambertus, blickte in der Gaststätte „Zur Brücke“ zurück in den Herbst 2015: Nach zweimonatiger Renovierung öffnete das DAH-Kaufhaus am 28. November die Türen. Flüchtlinge, vorwiegend alleinreisende junge Männer, hätten mitgeholfen, tapeziert, angestrichen und Kleiderstangen montiert. Alles unter fachlicher Anleitung ehrenamtlicher Herberaner und mit Hilfe eines Dolmetschers. Für Schumacher war es die erste integrative Maßnahme der Flüchtlingshilfe.

Angekurbelt wurde der Betrieb des Sozialhaufhauses durch Spenden. Schon das erste Verkaufsteam war multikulturell. Schumacher erinnerte an Leiterin Birgit Homann , Familie Rogoll, Melanie und Ulrike Müller, Petra Haverkamp und die Flüchtlinge Leditha, Atilla und Rinor, deren Abschiebung später das Team erschüttert habe.

Stolz ist Schumacher darauf, dass es durch das Sozialkaufhaus gelungen ist, arbeitssuchende Deutsche in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren: „Ich denke an Karen, die bei ihren Besuchen später berichtet hat, dass sie ohne die Tätigkeit im Kaufhaus so schnell nicht aus der Arbeitslosigkeit herausgefunden hätte.“ Im Kaufhaus sammelten Flüchtlinge erste Erfahrungen, die ihnen später in Integrationskursen nützlich waren.

Computer- und Fahrradwerkstatt waren Nebenprojekte, die sehr nützlich waren. Computer wurden unter der Regie von Philipp Horn aufgearbeitet und für kleines Geld weitergegeben. Ähnlich sah es bei Fahrrädern aus. Der Grund fürs Auslaufen der Werkstätten, wird von der Flüchtlingshilfe begrüßt: „Wir konnten keine Flüchtlinge mehr finden, weil alle inzwischen in Deutsch- und Integrationskursen sind.“

In den vier Kaufhaus-Jahren beziffert Schumacher die Belegschaft auf 40 Personen. Birgit Homann gab den Leiter-Staffelstab im Februar 2016 an Hubert Schumacher weiter, der bis zum Abschließen die Regie hatte. Einen besonderen Dank richtete Schumacher an Peter Menninghaus, der die Räume zur Verfügung gestellt hatte. Abschließend bilanzierte die Vorsitzende der Steuerungsgruppe: „Ohne das Kaufhaus in zentraler Lage in Herbern wären viele Bekanntschaften und Freundschaften nicht entstanden.“

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