SPD-Initiative für die Kommunalwahl 2020
Mehr Frauen im Gemeinderat

Ascheberg -

Acht Frauen, 20 Männer - so setzt sich der Ascheberger Gemeinderat aktuell zusammen. Die SPD strebt einen höheren Frauenanteil an.

Freitag, 15.11.2019, 17:00 Uhr
Die SPD mit dem Vorsitzenden Johannes Waldmann, Nadine Ohk, Birgit Homann, Petra Haverkamp, Claudia Ley und Bärbel Möllenkamp setzt sich für mehr Frauen im Gemeinderat ein.
Die SPD mit dem Vorsitzenden Johannes Waldmann, Nadine Ohk, Birgit Homann, Petra Haverkamp, Claudia Ley und Bärbel Möllenkamp setzt sich für mehr Frauen im Gemeinderat ein. Foto: hbm

Als sie für ihren Vater Alfred Kontny politische Flyer verteilt hat und später im Jahr 1994 selbst Mitglied geworden ist, da hatte Petra Haverkamp das Gefühl, schief angeschaut zu werden, weil sie eben in der SPD ist. Mittlerweile ist Vieles Alltag geworden, allerdings nicht das Mitmachen von Frauen in der Kommunalpolitik. Erklärtes Ziel des SPD-Ortsvereins Ascheberg ist es, den Anteil der Ratsfrauen bei der Kommunalwahl zu erhöhen.

Zum Auftakt haben Vorsitzender Johannes Waldmann, Petra Haverkamp, Birgit Homann , Nadine Ohk, Claudia Ley und Bärbel Möllenkamp zu einem Pressegespräch eingeladen. Das Frauen-Quintett stammt zum Großteil aus sozialdemokratisch sozialisierten Familien. Sie präsentieren sich ärmelaufkrempelnd wie Möllenkamp, ergebnisfordernd wie Ley oder nachdenklich wie Homann. Ihre Themen sind der Ausbau von Kindergartenplätzen, die Situation rund um die Pflege mit dem Wunsch nach mehr Tagespflegeplätzen, mehr Sicherheit im öffentlichen Raum durch mehr Licht und Parkplätze an den passenden Stellen oder eine effizientere Sitzungskultur im Rat und seinen Gremien. „Lange Abendsitzungen schrecken Frauen oft ab“, sagt Homann. Sie ist während der Legislaturperiode nachgerückt und neben Petra Haverkamp die zweite Frau in den Reihen der SPD. Mit Nadine Ohk und Claudia Ley stellt die SPD zu den beiden Ratsfrauen zwei sachkundige Bürgerinnen in den Fachausschüssen.

Frauen im Gemeinderat

► Die ersten Frauen im Ascheberger Gemeinderat waren 1979 Heike Rörig (SPD) und Hedwig Stuer (CDU). Der erste Rat der neuen Gemeinde Ascheberg war 1975 noch eine reine Männerangelegenheit gewesen.► Petra Haverkamp und Birgit Homann sind aktuell die SPD-Frauen im Rat. Für die CDU sitzen dort Maria Schulte-Loh, Cornelia Pelster, Hildegard Kuhlmann, Gisela Lamkowsky und Gudula Maurer. Dazu gesellt sich Barbara Kehrmann (UWG). Macht acht Frauen, 20 Männer.► Die FDP, erstmals 1989 im Gemeinderat, hat bisher immer nur Männer entsendet.► 1994 war Anne-Marie Bickenbach (UWG) die erste Frau, die zur stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt wurde.► Ein Frauentrio gab es bei den Bürgermeisterinnen: Maria Schulte-Loh, Martina Bünnigmann (CDU) und zuerst Anne-Marie Bickenbach (UWG), dann Petra Haverkamp (SPD).► Gisela Lamkowsky ist Ausschussvorsitzende. Früher war das schon Hildegard Kuhlmann (beide CDU).

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Mehr Frauen in den Rat ist für den Vorsitzenden Johannes Waldmann auch der Griff an die eigene Nase: „Wir möchten unsere Liste weiter durchquotieren. Wenn es geht, möchten wir auch die Wahlbezirke gleichmäßig mit Frauen und Männern besetzen.“ Das ist auch die Einladung, sich in die Politik einzumischen, bei der SPD mitzumachen und selbst mit dazu beizutragen, Dinge zu gestalten. Denn eins eint das Frauen-Quintett: Vom Jammern allein wird nichts besser. „Ich konnte die Beschwerdekultur nicht mehr ertragen und habe deswegen den Weg in die Politik gefunden“, erklärte Ley, deren Mann Fraktionsvorsitzender der Genossen im Gemeinderat ist.

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