Sendener erstellt Ascheberg-Kalender
Perspektiven eines Profis

Ascheberg -

Der Sendener Fotograf Dirk Frerichmann hat, einen Ascheberg-Kalender erstellt. Das erste Produkt dieser Art wurde von Martin Bußkamp, Geschäftsführer von Ascheberg-Marketing, vorgestellt. Er ist froh, sein Sortiment damit abrunden zu können.

Montag, 18.11.2019, 18:26 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 18:34 Uhr
Martin Bußkamp, Geschäftsführer von Ascheberg Marketing (l.), und Fotograf Dirk Frerichmann stellen den erstmalig erstellten Kalender vor.
Martin Bußkamp, Geschäftsführer von Ascheberg Marketing (l.), und Fotograf Dirk Frerichmann stellen den erstmalig erstellten Kalender vor. Foto: di

Sein bester Freund ist sein ärgster Feind. Mit dem Wetter, ein entscheidender Faktor für ambitionierte Lichtbildnerei, verbindet Dirk Frerichmann eine Art Hassliebe. Perspektive und der passende Augenblick – beides müssen zusammenkommen für ein Motiv, das den Standards genügt, die sich der Profi auferlegt. Der hat seine Nikon zwar oft dabei. Doch manchmal hadert er damit, ohne „Werkzeug“ unterwegs zu sein. „Die besten Bilder sind diejenigen, die ich nicht gemacht habe.“

Was als selbstkritische Einschätzung stimmen mag, grenzt jedoch auch an Koketterie. Denn Frerichmann, der seit vielen Jahren eine Agentur für Gestaltung betreibt, hat sich längst mit Projekten und Ausstellungen einen Namen gemacht. Und zwar nicht nur in seinem Heimat- und Wohnort.

Sendener fotografiert Ascheberg auf Lüdinghauser Empfehlung hin

Was zu der kuriosen Konstellation geführt hat, dass ein Sendener Fotos für den Ascheberg-Kalender gemacht hat. Wobei die Empfehlung für Frerichmann aus Lüdinghausen stammte: von Lars Werkmeister , bis zum Sommer Geschäftsführer des dortigen Kommunal-Marketings. Dessen Pendant in Ascheberg, Martin Bußkamp, hatte einen Fotografen gesucht, der das Bildarchiv komplett aktualisiert. Gesucht waren „titelblattfähige Aufnahmen“, so Bußkamp, für Broschüren, Souvenirs und die Homepage von Ascheberg-Marketing.

Ascheberg-Kalender feiert Premiere

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  • Auszug aus dem Ascheberg-Kalender von Dirk Frerichmann.

    Foto: Dirk Frerichmann
  • Foto: Dirk Frerichmann
  • Foto: Dirk Frerichmann
  • Foto: Dirk Frerichmann
  • Foto: Dirk Frerichmann

Frerichmann, der sich über den Auftrag aus der Nachbarkommune „sehr freute“, zuckelte seit Sommer 2018 ein ganzes Jahr über durch Ascheberg und seine Ortsteile – wobei der Kalender diese allesamt berücksichtigt, aber ohne eine gleichrangige Quote zu erfüllen.

Spektakuläre Aufnahmen auch aus der Luft

Bußkamp wünschte sich „spektakuläre Landschaftsaufnahmen“. Und? „Dieser Anspruch ist voll und ganz erfüllt worden“, resümiert der Chef von Ascheberg-Marketing, der den Kalender „liebend gern“ in sein Portfolio aufgenommen hat. Außer in der Geschäftsstelle am Katharinenplatz ist der Kalender im DIN A 3-Format, eine Kooperation zwischen Frerichmann und Ascheberg-Marketing, bei Bücher Schwalbe und Angelkort (Herbern) für 19,50 Euro erhältlich.

Bei der Motivsuche glaubt Bußkamp, dass es nicht schaden kann, wenn sich die Perspektive eines Externen auf Ascheberg richtet. „Neugierde und einen frischen Blick“ bringt der Sendener bei seinen Projekten mit, schildert er. Die klassischen Motive finden sich gleichwohl auf den zwölf Seiten schweren Papiers. Doch wenn der Profi auf Burgturm, Haus Byink oder Westerwinkel schaut, sticht doch die Gesamtkomposition heraus. Etwa beim warmen Sonnenlicht auf den Schlossmauern in Herbern oder beim „tollen Wolkengemälde“ (so Bußkamp), das sich über dem Bild vom Emmerbach auftürmt, was zu den Lieblingsmotiven des Geschäftsführers von Ascheberg-Marketing zählt. Doch auch die Tierwelt packt den Betrachter und erfreut sich beispielsweise auf bedruckten Kissen als Ascheberg-Souvenir großer Beliebtheit, wie es am Montag vor der Presse hieß.

Ich bin eher ein Münsterländer – nicht nur Sendener.

Dirk Frerichmann liebt seine Heimat, sieht deren Grenzen aber als fließend an.

Oft mit dem Fahrrad oder begleitet vom niederländischen Schäferhund Jorin und Drohne, begibt sich Frerichmann auf Foto-Pirsch. Die RAW-Dateien werden bearbeitet – aber nicht durch Filter gezogen, die den wahrgenommenen Charakter verfremden. Fotografie hat für den 42-Jährigen nicht nur mit Bildästhetik zu tun, sondern auch eine Botschaft: Zeigen, wie schön und erhaltenswert die Natur ist.

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