Geflügelzuchtverein Eintracht Herbern besteht 70 Jahre
Die ersten Käfige wurden geliehen

Herbern -

Der Geflügelzuchtverein Eintracht Herben besteht seit 70 Jahren. Passend zum Geburtstag steht eine große Ausstellung an. Während es in den Anfängen der Vereinsgeschichte darum ging, den heimischen Kochtopf zu befüllen, steht inzwischen längst die Zucht im Fokus.

Donnerstag, 21.11.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 25.11.2019, 16:26 Uhr
Die Geflügelzüchter von Eintracht Herbern besuchen seit über zehn Jahren Kitas – hier St. Hildegardis in Herbern – , um am lebenden Objekt die Verwandlung „Vom Ei zum Huhn“ zu veranschaulichen. (M.).
Die Geflügelzüchter von Eintracht Herbern besuchen seit über zehn Jahren Kitas – hier St. Hildegardis in Herbern – , um am lebenden Objekt die Verwandlung „Vom Ei zum Huhn“ zu veranschaulichen. (M.). Foto: iss

Wenn jemand seinen 70. Geburtstag feiern darf, dann hat er schon Einiges erlebt und ein gutes Alter erreicht. Das ist auch dem Geflügelzuchtverein Eintracht Herbern gelungen, der an diesem Wochenende (23. und 24. November) im Rahmen seiner alljährlichen Vereins- und Kreisschau mit den Mitgliedern, Freunden und allen Besuchern feiern möchte.

Seine Geschichte hat der Verein aufgearbeitet. Der erste Vorstand setzte sich aus Franz Wippermann (1. Vorsitzender), Willi Hönekop (2. Vorsitzender), Karl Neuhoff (Schriftführer), Heinrich Fischer (Kassierer), Bernhard Heimann (2. Kassierer) und Johann Weber (Zuchtwart) zusammen. Wie aus den Unterlagen von damals hervorgeht, bestanden zum Kreisverband Lüdinghausen keine Beziehungen und somit schloss man sich dem Kreisverband Münster Stadt und Land an.

Seit seiner Kindheit ist Rainer Nienhaus mit dem Verein verbunden. Als Sechsjähriger holte er einen Preis bei einer Kreisschau. HInter ihm sein Vater Ulrich (r.), Gerhard Prause (l.) und Werner Nienhaus.

Seit seiner Kindheit ist Rainer Nienhaus mit dem Verein verbunden. Als Sechsjähriger holte er einen Preis bei einer Kreisschau. HInter ihm sein Vater Ulrich (r.), Gerhard Prause (l.) und Werner Nienhaus. Foto: iss

Heute steht Rainer Nienhaus als erster Vorsitzende dem Verein mit über 40 Mitgliedern vor. Er erklärt, dass es damals darum ging, für den eigenen Kochtopf Hühner, Enten, Gänse, aber auch Tauben zu halten und zu züchten. Heute steht hingegen die Zucht im Vordergrund.

Stolz auf erfolgreiche Jugendarbeit

Der Weg in die Öffentlichkeit wurde früh gesucht: Ein Jahr nach der Vereinsgründung wurde trotz erheblicher Schwierigkeiten am 16. und 17. November 1950 die erste Ausstellung in der Gaststätte Bathe auf die Beine gestellt. Käfige mussten sich die Vereinsmitglieder aus Münster ausleihen und diese wurden dann von dort nach Herbern transportiert. Die Eintracht setzte schon früh auf Jugendarbeit, 1956 wurde die erste Jugendgruppe gegründet. Neun Jungzüchter schlossen sich der Gruppe an.

Für Rainer Nienhaus ist der Geflügelzuchtverein eng mit seiner Familie verwoben. Sein Opa Karl Neuhoff fungierte von 1953 bis 1965 als Vorsitzender des Vereins, sein bereits verstorbener Vater Ulrich übernahm das Amt von seinem Schwiegervater und stand von 1965 bis 1990 sowie 1992 bis 1999 an der Spitze des Vereins.

Ausstellung

Für die anstehende Geflügelausstellung auf dem Hof von Familie Feldmann in Horn ist alles fertiggestellt. Die Tiere werden am heutigen Freitag eingesetzt und von den Preisrichtern bewertet. Am Samstag (23. November) ist die Ausstellung von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Ab Sonntag (24. November) können die 260 Tiere von rund 50 Ausstellern von 10 bis 16 Uhr bewundert werden. Für das leibliche Wohl sorgen wie immer die Mitglieder des Vereins.

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Seit über zehn Jahren führt Rainer Nienhaus das Vereinserbe fort, das maßgeblich von seinem Vater geprägt wurde. Neben den Ausstellungen, die einmal im Jahr stattfinden, veranstaltet die Eintracht in regelmäßigen Abständen Ausflüge, Jungtierbesprechungen, Stallbegehungen, aber auch Aufklärungsarbeit in den Kitas unter dem Motto „Vom Ei zum Huhn“.

Gemeinschaft wird hier groß geschrieben und die Jugend für die Geflügelzucht begeistert. Besonders stolz sei man auch auf die Jugendarbeit, die seit einigen Jahren erfolgreich von Frank Thiäner geleitet wird.

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