Artenschutzfragen sind beantwortet
Breilbusch-Plan wird offengelegt

Ascheberg -

Es geht weiter am Breilbusch. Der gleichnamige Bebauungsplan geht davon aus, dass in dem Bereich zwischen Nordkirchener Straße und bestehender Bebauung rund 40 Baugrundstücke entwickelt werden können.

Freitag, 20.12.2019, 18:00 Uhr
Der Bebauungsplan „Breilbusch“ geht in die nächste Runde. Der erste Vorentwurf (rechts) zeigt, wie das Gebiet zwischen Breilbebauung und Nordkirchener Straße aussehen könnte.
Der Bebauungsplan „Breilbusch“ geht in die nächste Runde. Der erste Vorentwurf (rechts) zeigt, wie das Gebiet zwischen Breilbebauung und Nordkirchener Straße aussehen könnte. Foto: hbm

Es geht weiter am Breilbusch. Der gleichnamige Bebauungsplan geht davon aus, dass in dem Bereich zwischen Nordkirchener Straße und bestehender Bebauung rund 40 Baugrundstücke entwickelt werden können. Ab 6. Januar 2020 hat die Öffentlichkeit bis einschließlich 7. Februar 2020 die Gelegenheit, den Plan im Rathaus anzusehen. Dort werden auch Anmerkungen aufgenommen.

Der Fachausschuss hat den Plan im Sommer 2017 auf die Reise gebracht. Weil die Gesamtfläche unter 10 000 Quadratmeter liegt, wurde das beschleunigte Verfahren gewählt. Dabei entfällt etwa die vorzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Die Möglichkeit, Tempo zu machen, ist nicht zu verwechseln mit einem Freibrief. So hat die Gemeinde zwischenzeitlich Artenschutzfragen lösen müssen, wie Fachbereichsleiter Klaus van Roje auf WN-Anfrage erläuterte. Es musste geprüft werden, ob ein gesichteter Steinkauz tatsächlich in dem Areal zu Hause war. Zudem standen die Feldlerche und ein Kiebitz auf der Liste der vorgefundenen Tiere. „Für sie mussten wir eine Fläche finden, auf der sie sich ansiedeln können. Das war nicht einfach, ist uns aber gelungen“, informierte van Roje. Das gleich neben dem Baugebiet eingerichtete Lerchenfenster – es wurde beim Bebauungsplan Königsallee notwendig – durfte nicht als Ersatz dienen. „Dort haben sich tatsächlich Lerchen und ein Kiebitz angesiedelt“, spricht van Roje von einem Erfolg. Zu sehen ist auch, worum es geht: Die Fläche darf nur einmal im Jahr geschnitten werden, fällt also weitgehend aus der landwirtschaftlichen Produktion heraus.

Zum Paket, dass die Gemeinde für den Breilbusch geschnürt hat, gehören Entwurf, Planzeichnung und Begründung fürs Aufstellen des Plans, zwei artenschutzrechtliche Fachbeiträge, Pläne zum Umsetzen vorgezogener Ausgleichsmaßnahmen, ein Immissionsgutachten und der Plan des berichtigten Flächennutzungsplans.

Der Fortgang des „Breilbusch“ hängt von der Menge und Qualität der Eingaben ab. Sind sie abgearbeitet, befindet der Fachausschuss über den abschließenden Satzungsbeschluss.

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