Hugo Billermann führt seit 27 Jahren Regie
Sternsingen ist Familien-Erbe

Herbern -

Er ist der König der Könige: Seit 27 Jahren kümmert sich Hugo Billermann um die Herberner Sternsinger.

Samstag, 04.01.2020, 10:00 Uhr
Hugo Billermann muss dieses Jahr einspringen, weil Bruder Toni keine Zeit hat. Hugo Junior feiert seine Premiere.
Hugo Billermann muss dieses Jahr einspringen, weil Bruder Toni keine Zeit hat. Hugo Junior feiert seine Premiere. Foto: iss

Er ist der König der Könige: Seit 27 Jahren kümmert sich Hugo Billermann um die Herberner Sternsinger. Aktuell sind neben 42 Kindern und Jugendlichen zwei Erwachsenen-Gruppen unterwegs.

Organisieren, planen, immer vor Ort sein und, wenn Not am Mann ist, selbst mitmachen – schon Wochen vorher dreht sich im Hause Billermann in Forsthövel alles um Kaspar, Melchior und Balthasar. Seit November haben sich die kleinen Könige mit Hugo Billermann in regelmäßigen Abständen für die Gesangsproben im Pfarrheim getroffen. „Schade ist, dass sich immer weniger Kinder fürs Sternsingen melden. Das ist eine tolle Sache, bei der man helfen kann“, betont Billermann. Zu Hause stellt der 46-jährige Listen für die Gruppen zusammen, damit sie wissen, für welche Straßen sie zuständig sind. Die Gewänder werden von Ehefrau Ute überprüft und bei Bedarf noch einmal gewaschen.

Andreas Nienhaus gibt bei den Familien-Sternsingern sein Debüt.

Andreas Nienhaus gibt bei den Familien-Sternsingern sein Debüt. Foto: iss

Das Telefon steht in der ersten Januarwoche kaum still, denn nicht nur die kleinen Sternsinger werden von Billermann betreut. Er ist auch mit der Erwachsenen-Truppe, die jedes Jahr für die Missionsschwestern von der Unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes in Münster sammelt, verknüpft. In diesem Jahr sind einige Könige ausgefallen. So gibt Andreas Nienhaus sein Debüt und auch Hugo selbst schlüpft ins königliche Gewand. „Wir haben zwei Könige, die in diesem Jahr komplett ausfallen. Da war es schon etwas kniffelig, Ersatz zu finden.“

Die Erwachsenengruppe wurde vor 56 Jahren von Ulrich Nienhaus gegründet. Rainer und Birgit Nienhaus setzen seit nunmehr zehn Jahren die Tradition fort und kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf. Dieser beginnt mit der Routenplanung, den Fahrern – umgangssprachlich Kamele genannt – sowie dem Schminken und dem Aufpolieren der Kostüme.

Für Nienhäuser und Billermänner ist das Projekt eine Herzensangelegenheit. „Im Januar kommen die Könige. Ich kenne das nicht anderes und es ist eine tolle Sache die wir gerne unterstützen. Das gespendete Geld kommt Eins zu Eins in Namibia an und das ist für uns sehr wichtig“, sagte Birgit Nienhaus. Bei Billermanns laufen ebenfalls die Fäden einer Erwachsenengruppe zusammen. „Es ist ein Zusammenspiel, wir sind einfach eine gute Truppe und es macht unheimlich viel Spaß dabei zu sein“, unterstreicht der 46-Jährige. Sein Bruder Toni und Schwager Manni sind in diesem Jahr nicht mit von der Partie, aber Sohnemann Hugo junior hat gestern schon einmal bei den Großen mitmachen dürfen.

Die Sternsingeraktion steht dieses Mal unter der Überschrift „Frieden im Libanon und weltweit“ und nimmt besonders die Situation der Kinder in diesem Land in den Blick. Seit Donnerstag sind die Sternsinger bereits unterwegs. Der Abschlussgottesdienst wird am 6. Januar (Sonntag) um 10.30 Uhr in der St. Benedikt Kirche gefeiert.

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