Ludger Klaas ist vor 50 Jahren in die väterliche Firma eingestiegen
Fünf Jahrzehnte voller Ideen und Tatkraft

Ascheberg -

Der Chef selbst war bei der Mitarbeiterehrung der treueste Jubilar: Ludger Klaas ist vor 50 Jahren in den väterlichen Betrieb eingestiegen.

Donnerstag, 16.01.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 17:24 Uhr
Die Jubilare und die Familie Klaas (v.l.): Jan Köster, Marco Wegner, Friedhelm Trahe, Maria Klaas, Sebastian Klaas, Ludger Klaas, Georg Küter, Daniela Klaas, Daniel Jaron, Bärbel Möllenkamp (stellvertretend für ihren erkrankten Mann) und Tobias Klaas.
Die Jubilare und die Familie Klaas (v.l.): Jan Köster, Marco Wegner, Friedhelm Trahe, Maria Klaas, Sebastian Klaas, Ludger Klaas, Georg Küter, Daniela Klaas, Daniel Jaron, Bärbel Möllenkamp (stellvertretend für ihren erkrankten Mann) und Tobias Klaas. Foto: Klaas

Der Chef selbst war bei der Mitarbeiterehrung der treueste Jubilar: Ludger Klaas ist vor 50 Jahren in den väterlichen Betrieb eingestiegen. „Erst Kohlenhändler, dann Baufirma für Häuser und Schulen, dann Maschinenbauer von Steckliften hin zu einem Visionär rund um das Thema Lastenbeförderung unter dem Firmenmotto ‚höher, weiter, stärker‘, das bis heute die Entwicklung unserer Produkte in allen Sparten vorantreibt“, fasste Daniela Klaas die „Karriere“ ihres Vaters kurz zusammen. Als er mit 20 Jahren in den Betrieb eingestiegen sei, habe er sich mit Sicherheit nicht ausmalen können, was 50 Jahre später daraus geworden sei.

Die revolutionärste der vielen Ideen, sei Anfang der 1990er Jahre das Entwickeln eines Alu-Krans gewesen. Was sich heute wie selbstverständlich anhört, war zu Beginn auch Spott ausgesetzt: Kräne waren aus Stahl, Aluminium eben kein Stahl und damit wurden in Ascheberg Spielzeug-Kräne angeboten. Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens beweist das Gegenteil: Der Platz an der Raiffeisenstraße 19 war zu klein, Hallen wurden gebaut, die große Freifläche gegenüber reichte ebenfalls nicht mehr. Die Produktpalette und die Mitarbeiterschaft wuchsen. Nur der Chef blieb sich treu, traf mutige Entscheidungen, redete nicht über seine Ideen, sondern probierte es aus. „Nicht umsonst wurden die Konstruktionszeichnungen früher immer erst nach dem Bau des Gerätes gemacht“, berichtete die Tochter, die auch ihrer Mutter Maria gratulierte, die seit 30 Jahren dabei ist: „Heute unvorstellbar bist du 1989 mit der Buchhaltung als Einzelkämpferin im Keller unseres Wohnhauses gestartet. Deine erste revolutionäre Tat war die Umstellung der Buchhaltung von handschriftlichen T-Konten auf die digitale Erfassung und Verarbeitung per EDV. Du kennst noch die gute alte Floppy Disk im Fünf-Einviertel-Zoll-Format. Biegsam und gut! Mittlerweile hast du dir ein Team von fünf Mitarbeitern aufgebaut, die die drei gewachsenen Firmen wuppen. Vieles hat sich auch oder vor allem technologisch verändert, zwei Dinge sind aber beständig geblieben: Zum einen die immer zuverlässigen und pünktlichen Lohnzahlungen Und zum anderen dein stets offenes Ohr für die Mitarbeiter gerade auch in schwierigen Situationen.“

Nicht möglich wäre der Erfolgsweg ohne mitziehende Mitarbeiter gewesen. Mit Ludger und Maria Klaas wurden geehrt: Werner Möllenkamp (40 Jahre), Czeslaw Kostrzewa, Krystian Opara, Peter Stöver, Friedhelm Trahe, Martin Stüwe, Marco Wegner (25 Jahre), Daniel Jaron, Jan Köster, Torsten Schneider, Ilka Koch, Steffen Gröbner, Uwe Willius, Nils Schulz, Johann Reger, Nico Halstrick und Tobias Klaas (zehn Jahre).

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7195661?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F
Soll der Marienplatz neu gestaltet werden?
Pro & Contra: Soll der Marienplatz neu gestaltet werden?
Nachrichten-Ticker