Ascheberger Gruppe zieht nach 30 Jahren Bilanz
85 060 Euro für die Eine Welt

Ascheberg -

85 060 Euro! Auf diese Zahl stießen am Dienstagabend die Mitglieder der Eine-Welt-Gruppe Ascheberg im Pfarrhaus an.

Freitag, 17.01.2020, 08:00 Uhr
Auf eine Spendensumme von 85 060 Euro, die in 30 Jahren durch vielfältige Aktionen zusammen kamen, stieß am Dienstagabend die Eine-Welt-gruppe im Pfarrhaus an.
Auf eine Spendensumme von 85 060 Euro, die in 30 Jahren durch vielfältige Aktionen zusammen kamen, stieß am Dienstagabend die Eine-Welt-gruppe im Pfarrhaus an. Foto: hbm

85 060 Euro! Auf diese Zahl stießen am Dienstagabend die Mitglieder der Eine-Welt-Gruppe Ascheberg im Pfarrhaus an. Hinter diese Summe steht das Engagement der Gruppe in den vergangenen 30 Jahren. Mit diesem Betrag wurden seit 1989 Projekte in Lima gefördert. Doch sagt die Zahl nicht alles aus. Denn die Arbeit hat über das Generieren von Geld hinaus Bewusstsein für Arme, Benachteiligte und Kranke in fernen Länder geschaffen. Dazu sorgte der Verkauf fairer Produkte für faires Einkommen. Obwohl das Treffen nach der Aufgabe des Verkaufs in der Bücherei eine Zäsur war, steht es für einen Aufbruch. Die Eine-Welt-Gruppe macht weiter.

Es waren 1989 vorwiegend Neubürger und Mitarbeiter des neuen Caritas-Wohnheims, die unter den Stichworten Frieden, Gerechtigkeit und Bewahren der Schöpfung den fairen Handel und Projekte in ärmeren Regionen unterstützen wollten. 17 Leute gründeten die Eine-Welt-Gruppe, die von Elisabeth Hönig als Motor angetrieben wurde. Von Beginn an gab es eine enge Beziehung zur Kirche. Pfarrer Alfons Homölle, so berichtete Maria Aßmuth , sei es gewesen, der Pater Ulrich Berges und damit die Anden ins Gespräch gebracht habe. So sei die Gruppe schließlich bei Schwester Igna geborene Hedwig Rehr gelandet, die in Lima gearbeitet habe. Von Beginn an ging es der Gruppe darum, über Sorgen und Nöte in Peru aufzuklären und mit Aktionen für Projekte dort Geld zu generieren. Schon im Dezember 1989 wurden ein erstes Mal faire Produkte verkauft, ab Februar 1990 stand dafür eine Ecke in der Bücherei zur Verfügung. Da sie nach dem Umbau von der Bücherei selbst genutzt wird, ist der Verkauf dort ausgelaufen. Ohnehin sind faire Waren inzwischen verstärkt im Handel zu finden und die Mitarbeiterzahl der Gruppe so gesunken, dass es schwer war, alle Verkaufstermine zu besetzen.

Einige ausgewählte Projekte

► Zu Beginn wurde eine Volksküche für die Armen in Lima unterstützt. Dazu gesellte sich dann die Hilfe für eine Backstube der Caritas in Lima.► Für eine Bibliothek im Priesterseminar in Lima wurden Gelder aus Ascheberg überwiesen.► Geld floss einer Suppenküche für alte Menschen in den Anden zu.► Bis heute unterstützt die Eine Welt-Gruppe ein Heim für 14 behinderte Kinder in Puquio.► Schwester Lambertine unterstützt Familien mit Spendengeldern.► Ein Altenheim in Lima freute sich über Hilfe aus dem Münsterland.► Beim Wiederaufbau nach dem Erdbeben 2007 war Hilfe genauso gefragt wie nach El Nino.► Früher wurden Schuhe gesammelt und verschickt.

...

Bei vielen Festen (Lambertusmarkt, zauberhafter Advent) und Veranstaltungen (Fastenessen, Bücherherbst) war die Eine-Welt-Gruppe aktiv. Ihre Arbeit wurde geschätzt, aber beim Planen von Veranstaltungen musste sie auch immer selbst den Finger heben, um dabei zu sein. Sie arbeitete über die Ortsgrenzen hinaus. Die Gruppe steht in Kontakt zu Menschen vor Ort. Pater Berges, Schwester Igna und in den vergangenen Jahren Schwester Lambertine berichteten immer wieder darüber, wie das Geld verwendet wurde. Maria Aßmuth war selbst zwei Mal in Peru und plant die dritte Fahrt.

1993 haben die Bastelfrauen ihre Arbeit aufgenommen. Karten dieser Gruppe gibt es zu allen kirch lichen und privaten Feieranlässen. „Wenn ich eine Karte suche, finde ich immer etwas. Sie sind nicht so kitschig, sondern niveauvoll“, dankte Pastoralreferent Tobias Kettrup für ein Angebot, das auch weiterlaufen wird. So verbleibt ein Kartenständer in der Bücherei. Im Vorfeld der Kommunion wird es bei Engel & Bengel einen Verkaufstisch geben. Zwei Mal im Jahr will die Gruppe im Pfarrheim für einen Kaffeestopp sorgen, einmal in der Nähe des Weltmissionssonntags und einmal im Oktober, dann vielleicht mit einem Plätzchenverkauf. Geplant ist für die Zukunft auch, einen Gottesdienst zu gestalten. Und beim lebendigen Adventskalender will die Gruppe sich ebenfalls einbringen. Deswegen lädt sie zum Mitmachen ein. Interessenten wenden sich an Maria Aßmuth ( ✆ 0 25  93/ 70 67). Dort dürfen auch Kartenwünsche geäußert werden. Wer beispielsweise für eine Zwillingsgeburt im Handel nichts findet, darf die Gruppe gerne um Hilfe bitten.

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